Neuer Rundkurs ist touristisches Highlight und soll 2021 starten
Ritterroute per Rad erkunden

Horstmar/Leer -

Die Idee der „Ritterroute“ als Rundkurs für Radler, der Horstmar und seinen Ortsteil Leer miteinbezieht, wird konkreter. Die dortige Umgebung ist ideal fürs Radfahren. Kürzlich traf sich die Projektgruppe, um die nächsten Arbeitsschritte zu planen.

Dienstag, 08.09.2020, 17:26 Uhr aktualisiert: 13.09.2020, 22:30 Uhr
Die Projektgruppe „Ritterroute“ beim jüngsten Arbeitstreffen in der neuen Geschäftsstelle des Stadtmarketingvereins:
Die Projektgruppe „Ritterroute“ beim jüngsten Arbeitstreffen in der neuen Geschäftsstelle des Stadtmarketingvereins:

Spannende Historie, kulturelle Vielfalt, eine wunderschöne Natur – all das haben Horstmar und Leer zu bieten. Zudem ist die Umgebung ideal fürs Radfahren. Diese Potenziale sollen verstärkt miteinander gekoppelt und touristisch genutzt werden. So entstand die Idee der „Ritterroute“ als Rundkurs für Radler, der beide Ortsteile einbezieht.

Kürzlich traf sich die Projektgruppe, um die nächsten Arbeitsschritte zu planen. Projektpartner sind der Heimatverein Horstmar, der Mühlen- und Heimatverein Leer, die Stadt Horstmar und der Stadtmarketingverein HorstmarErleben.

„Wir kommen nun in die Realisierungsphase und befassen uns mit den konkreten Inhalten der Ritterroute“, freute sich Prof. Dr. Anton Janßen über die Fortschritte. Er erinnerte daran, dass der Anstoß für die Ritterroute vor einigen Jahren aus Leer kam, vom Ortskulturring sowie dem Mühlen- und Heimatverein. In Kooperation mit dem Horstmarer Heimatverein wurden die Pläne weiterentwickelt, damals noch unter dem Arbeitstitel „Kultur-Natur-Route“.

Die Stadt Horstmar nahm die Anregung auf. „Stadt und Region erfahren durch dieses Projekt eine touristische Aufwertung“, zeigt sich Bürgermeister Robert Wenking begeistert. Als Projektträgerin stellte die Stadt einen Antrag auf Fördermittel aus dem Leader-Programm, der nun nach langer Prüfungszeit bewilligt wurde. „Die Gesamtkosten für die Ritterroute belaufen sich auf rund 110 000 Euro. 65 Prozent davon werden aus Leader-Mitteln finanziert“, berichtete Georg Becks, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, in der Arbeitsgruppe.

Die Ritterroute soll leicht befahrbar sein und verschiedene Themen bündeln. Start- und Endpunkt des Rundkurses wird die RadBahn sein. Los geht es am Bahnhofscafé in Horstmar. Die Strecke führt die Radler zunächst in die historische Altstadt zu diversen Sehenswürdigkeiten. Auch das Burggelände soll einbezogen werden. Weiter geht der Weg durch das idyllische Herrenholz zum Schöppinger Berg, wo die Nutzung der Naturkräfte Wind und Sonne dargestellt werden soll. Es folgen im Außenbereich von Leer Jannings- und Schwarthoffs Quelle, Wennings- und Schmeddings Mühle und das Sachsengrab. Dann führt die Route zur Grollenburg und in den Ortskern. Durch die Bauerschaft Ostendorf gelangen die Radler zur Kreuzung „Grüner Jäger“ und wieder auf die RadBahn. Vorbei am „Posten 46“ fährt man wieder nach Horstmar. Wer Lust hat, kann die Route auch in umgekehrter Richtung fahren oder an beliebiger Stelle starten. Doch bevor der Radelspaß losgehen kann, stehen die nächsten Arbeitsschritte an: Entwurf der notwendigen Wegweiser und Erstellung von Infotafeln. Die interessanten Informationen über die zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang der Route hat Prof. Dr. Janßen zusammengestellt.

Für die Gestaltung der Beschilderung und die Erstellung einer Homepage ist der in Leer ansässige Grafik-Designer Patrice van Rees verantwortlich. Er entwirft auch ein Piktogramm (Logo), das künftige Markenzeichen der Ritterroute. Gearbeitet wird mit Hochdruck: „Wir werden die Ritterroute pünktlich zur Radsaison 2021 eröffnen“, versprechen die Mitglieder der Arbeitsgruppe.

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