Vom ehemaligen Spritzenhaus zum modernen Feuerwehrgerätehaus
Aus der Mitte an den Nahen Weg

Horstmar-Leer -

Eine Zeitkapsel ist ein Behälter zur Aufbewahrung von Dingen, der erst nach Ablauf eines bestimmten Zeitintervalls von Personen geöffnet wird oder werden darf. Sie hat den Zweck, zeittypische Dinge für nachfolgende Generationen zu bewahren und zu dokumentieren. Zwei dieser Zeitkapseln beherbergt jetzt das Feuerwehrgerätehaus am Nahen Weg in Leer.

Die erste Zeitkapsel wurde am 1. Oktober 1982 in das Mauerwerk eingelassen und die zweite wurde jetzt anlässlich des Umbau- und Erweiterungsgebäudes geschaffen. Dazu hatte Bürgermeister Robert Wenking Mitglieder der Feuerwehr und Stadtratsvertreter eingeladen.

Sonntag, 18.10.2020, 13:44 Uhr
Die neue Zeitkapsel, die demnächst ins Mauerwerk des Gerätehausanbau eingelassen werden soll, stellte während einer Feierstunde Bürgermeister Robert Wenking (2.v.l.) im Beisein des Architekten Werner Döker aus Recke und der Feuerwehrspitze.
Die neue Zeitkapsel, die demnächst ins Mauerwerk des Gerätehausanbau eingelassen werden soll, stellte während einer Feierstunde Bürgermeister Robert Wenking (2.v.l.) im Beisein des Architekten Werner Döker aus Recke und der Feuerwehrspitze. Foto: Neugebauer

Eine Zeitkapsel ist ein Behälter zur Aufbewahrung von Dingen, der erst nach Ablauf eines bestimmten Zeitintervalls von Personen geöffnet wird oder werden darf. Sie hat den Zweck, zeittypische Dinge für nachfolgende Generationen zu bewahren und zu dokumentieren. Zwei dieser Zeitkapseln beherbergt jetzt das Feuerwehrgerätehaus am Nahen Weg in Leer.

Die erste Zeitkapsel wurde am 1. Oktober 1982 in das Mauerwerk eingelassen und die zweite wurde jetzt anlässlich des Umbau- und Erweiterungsgebäudes geschaffen. Dazu hatte Bürgermeister Robert Wenking Mitglieder der Feuerwehr und Stadtratsvertreter eingeladen. Zu den Gästen, die sich coronagerecht auf dem großen Parkplatz vor dem Gerätehaus mit dem gebührenden Abstand versammelten, gehörte auch Architekt Werner Döker aus Recke. Er betreut die Baumaßnahme.

Der Bürgermeister lobte die gute, einvernehmliche und konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr, der Verwaltung und dem Architekten bei der Erstellung der Konzeption für den Erweiterungsbau. So sei es gemeinsam gelungen, ein den Erfordernissen der heutigen Zeit entsprechendes Gerätehaus zu planen. Es sei kein Luxusgebäude.

„Die Bevölkerung hat ein Vertrauen in die Wehr“, betonte der Bürgermeister, der den Feuerwehrkameraden für ihren ehrenamtlichen Einsatz dankte. Sein Lob galt aber auch den Nachbarn rund um die jetzt vorhandene Baustelle, die doch mit allerhand Unannehmlichkeiten verbunden sei.

Frank Burrichter, Chef der Horstmarer Wehr, erinnerte an die zahlreichen Werk­stattgespräche, die den jetzt begonnenen Arbeiten vorangegangen seien. Er lobte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit auch mit der Stadt. Die Freude über den relativ schnellen Beginn der notwendigen Abbrucharbeiten waren ihm und den anwesenden Feuerwehrkameraden anzumerken.

Spannend war die Öffnung der im Jahr 1982 von August Ahlers gefertigten und verschlossenen Kupferkapsel. Sorgsam löste Jochen Töns, Mitarbeiter der Stadt Horstmar, den Deckel. Zum Vorschein kam ein Geldstück, eine Urkunde mit der Unterschrift aller an der damaligen Grundstückslegung beteiligten Personen, eine handschriftliche Darstellung von Norbert Möllerfeld zur Geschichte der Leerer Feuerwehr sowie zahlreiche Fotos von der Grundsteinlegung.

Beigefügt war auch ein Zeitungsbericht. Er trägt das Datum vom 5. Oktober 1982 und wurde schon damals von Franz Neugebauer verfasst. Dem Zeitungsausschnitt ist zu entnehmen, dass das damalige Feuerwehrgerätehaus 400 000 Mark gekostet hat. Der Kreis Steinfurt hatte sich mit 188 000 Mark beteiligt. Den Auftrag für die Bauarbeiten hatte damals die örtliche Firma Heinz Hinkers bekommen.

Dem Bericht ist ferner zu entnehmen, dass Franz Jüditz einen Grundstein besorgte, der von Georg Hebbe so bearbeitet wurde, dass die Jahreszahl 1982 zu erkennen ist. Polier Werner Hinkers, Wehrführer Hermann May, Bürgermeister Bernhard Röttgermann, Stadtdirektor-Stellvertreter Erich Fier und Ordnungsamtsleiter Horst Scheller bemühten sich damals, den Grundstein in die richtige Lage zu bekommen, natürlich mit Wasserwaage, sprich Schnapsflasche.

Die neue Kapsel, die jetzt zusätzlich beschafft wurde, wird neben der alten im Mauerwerk des Gebäudes ihren Platz finden. Sie wird wiederum zeitgeschichtliche Dokumente aufnehmen.

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