Büll und Becker feiern Erntedankgottesdienst mit dem Landvolk
Alles, was die Menschen haben, verdanken sie Gott

Horstmar/Leer -

Wegen der Corona-Pandemie konnten die Landfrauen, die Landjugend und der Landwirtschaftliche Ortsverein ihr gemeinsames Erntedankfest nicht wie gewohnt gestalten. So verzichteten sie auf das sonst übliche Erntekranzdreschen in der Scheune, und feierten stattdessen einen ökumenischen Gottesdienst in der Gertrudiskirche. Diesen gestalteten Pfarrdechant Johannes Büll und Prädikant Alexander Becker gemeinsam mit dem Landvolk.

Montag, 19.10.2020, 18:23 Uhr
Pfarrdechant Johannes Büll (l.) und Prädikant Alexander Becker führten in der mit Erntegaben geschmückten Gertrudiskirche durch den Gottesdienst, den das Landvolk mitgestaltete.
Pfarrdechant Johannes Büll (l.) und Prädikant Alexander Becker führten in der mit Erntegaben geschmückten Gertrudiskirche durch den Gottesdienst, den das Landvolk mitgestaltete. Foto: Neugebauer

Im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes in der Gertrudiskirche feierte das Landvolk zusammen mit Pfarr­dechant Johannes Büll und Prädikant Alexander Becker das Erntedankfest. Ob Corona, Trockenheit, Schweinepest, Demos zur Gülle- und Düngeverordnung und vieles andere mehr, das Jahr habe die Familien auf den Höfen vor besondere Herausforderungen gestellt, so die beiden Kirchenmänner. Trotzdem wolle man für die Erträge der Ernte, das Essen sowie das Miteinander und Füreinander in dieser schweren Zeit danken.

Anja Eppenhoff, Elsbeth Denkler und Elisabeth Höing vom Landfrauenverein regten zum Nachdenken an, als sie das Wort Erntedank buchstabierten und jeweils eine Bitte dazu formulierten. So reflektierten sie beim Buchstaben T beispielsweise über Tiere. Sieben Tage kümmere man sich und übernehme Verantwortung für sie. „Behandle jedes Tier mit Respekt, denn es ist ein Lebewesen“, lautete ihr Appell. Das Wort Angst war den Vortragenden beim Buchstaben A eingefallen. Viele hätten Existenzsorgen. Könne man mit dem landwirtschaftlichen Betrieb bestehen oder müsse man aufgeben? Es gebe immer mehr Auflagen und Gesetze, die Angst machten. Der Prädikant griff den Begriff der Angst auf. Die Sorge sei da und allgegenwärtig trotz voller Supermarktregale. Die Verunsicherung sitze tief. Die Gesellschaft verändere sich so schnell. Wer solle denn da noch mitkommen. Nichts sei mehr, wie es mal war. Das Erntedankfest sei das Bekenntnis, dass die Menschen alles, was sie hätten, Gott zu verdanken haben, betonte Becker.

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