Arbeiten zum Schweinemuseum laufen auf Hochtouren / Schon 9000 Exponate gesammelt 
Dem Traum wieder ein Stück näher

Horstmar -

Der Traum von Norbert Wiechers nimmt langsam konkretere Formen an: Der Burgmannstädter will im ehemaligen Bahnhofsgebäude ein Museum einrichten, dass sich mit Schweinezucht und -haltung beschäftigt. Dafür hat er mit Ludger Hummert und Albert Krotoszynski engagierte Mitstreiter gefunden. Und was die Exponate betrifft, kann Wiechers aus dem Vollen greifen: 9000 Stücke umfasst der Fundus.

Sonntag, 25.10.2020, 12:04 Uhr
Norbert Wiechers ist ein wahrer Tüftler und Handwerker. So will er einen Setzkasten mit Schweinen bauen. Der „Schweinepriester“ gefällt dem Horstmarer besonders gut. Das Exponat stammt Martin Feldmann, der früher Kaplan in Altenberge war (kleines Bild).Fotos: Franz Neugebauer
Norbert Wiechers ist ein wahrer Tüftler und Handwerker. So will er einen Setzkasten mit Schweinen bauen. Der „Schweinepriester“ gefällt dem Horstmarer besonders gut. Das Exponat stammt Martin Feldmann, der früher Kaplan in Altenberge war (kleines Bild).Fotos: Franz Neugebauer

Zufrieden mit der Saison des Bahnhofcafés zeigen sich seine Betreiber Ludger Hummer, Albert Krotoszynski und Norbert Wiechers. Zahlreiche Radler, ob in Gruppen oder einzeln, hätten vor Ort Pause gemacht und sich gestärkt, freut sich das Trio über die gute Resonanz. Doch richtig ruhig geworden ist es vor Ort längst noch nicht. So wird am Gebäude gesägt, gehämmert, gebohrt und geschliffen, denn in ihm soll das Schweinemuseum errichtet werden. Dabei handelt es sich um den Traum von Norbert Wiechers, der mit Ludger Hummert und Albert Krotoszynski engagierte Mitstreiter gefunden hat.

Weil Norbert Wiechers inzwischen seinen Gewerbebetrieb mit Hof-, Stall- und Fütterungstechnik im Gewerbegebiet aufgegeben hat, kann er sich ganz seinem Hobby widmen. „Die Arbeit muss schon mit viel Herzblut gemacht werden, sonst funktioniert es überhaupt nicht“, erklärt der Rentner, der sich über die Hilfe seines Nachbarn Manfred Hardt freut.

Norbert Wiechers sprüht vor Ideen. So will er für kleine Kinder einen Setzkasten mit Schweinen bauen. Zudem plant der Tüftler einen Gehegestall mit Buschwerk, Wildschweinen und Frischlingen. Auch alte und moderne Aufstallungen für Sauen sollen gezeigt werden. So gab es in den 60er Jahren eine Abferkelbucht System Artmann. Der damalige Hersteller war Hermann May in Leer.

Highlight der Ausstellung wird ein Paternoster sein, den der Burgmannstädter vor fünf Jahren bei einer Besichtigung der VW Werke in Wolfsburg gesehen hat. In diesem will der Initiator einen Teil seiner Schweinesammlung ausstellen. Mit einer Laufgeschwindigkeit von sechs Metern pro Minute werden später 21 Gondeln mit rund 7000 Schweinen die Runde machen. Gewisse Strukturen lassen sich bereits erkennen. So gibt es einen alten Schweineschlag mit einem lebensgroßen Tier.

Ein altes Plumpsklo erinnert an die Zeit, als es noch keine Spülung gab. An einem Brettchen mit Nagel hing das Toilettenpapier aus zugeschnittenen Zeitungen. Zudem gibt es dort auch die Entsorgungsgeräte wie ein Jauche-, ein Ahl- oder Stiehlfass zu sehen.

Im Besitz des Schweine-Liebhabers befinden sich inzwischen rund 9000 Exemplare verschiedenster Gestalt. Ob aus Stahl, Ton, Glas, Holz, PVC, Keramik oder Stoff, die Materialien, aus denen die Exponate bestehen, scheinen schier unerschöpflich zu sein. Die Figur eines „Schweinepriesters“ gefällt dem leidenschaftlichen Sammler besonders gut. Das Exponat stammt von Martin Feldmann, der früher Kaplan in Altenberge war.

Vor gut fünf Jahren hat sich ein Kontakt zur Familie Bohnes aus Espenau ergeben. Dieser Kontakt wird von beiden Seiten gepflegt und ausgebaut. Bohnes verfügen über 19 000 Schweine, die über kurz oder lang eine neue Heimat am Bahnhof finden werden.

„Wir wünschen uns auf die Dauer eine rege Zusammenarbeit mit den Kindergärten und Schulen“, erklärt Wiechers, dem es wichtig ist, dass Kinder, Eltern und Erzieher einen Bezug zum Schwein bekommen. Zudem könnten seine Mitstreiter und er sich gut vorstellen, vorstellen, eine Brücke zur realen Landwirt herzustellen und mal einen Schweinestall in Echtzeit zu erleben.

„Was wir immer gebrauchen können, sind Anregungen und Gegenstände, die zum Schweinemuseum passen“, erklärt Wiechers. Aber auch für Geldzuwendungen für den gemeinnützigen Verein sei man dankbar. Diese können unter der IBAN- Nummer DE 18 401 646 1851 24 245 600 an die Volksbank Ochtrup-Laer überwiesen werden.

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