„Sanitäter vor Ort“ müssen ihren Dienst wegen der Zuspitzung der Corona-Lage einstellen
„Das ist schade für uns alle“

Horstmar/Laer -

Die „Sanitäter vor Ort“ – dabei handelt es sich um eine Untergruppe des DRK-Ortsvereins Horstmar – müssen ihren Dienst voraussichtlich bis Ende Dezember 2020 coronabedingt ruhen lassen. Das geht aus einer Verfügung des Kreises Steinfurt hervor, der die erneute Einstellung der Alarmierung von Sanitätern vor Ort- und First-Responder-Systemen im Kreisgebiet angeordnet hat, um die ehrenamtlichen Helfer zu schützen.

Dienstag, 27.10.2020, 17:25 Uhr
Noch sind die Räume im Fieberlazarett in Laer verwaist, doch das könnte sich schnell ändern. Die „Sanitäter vor Ort“, die zum DRK-Ortsverein Horstmar gehören, haben geholfen, die Einrichtung mitaufzubauen und sind auch für diese im Einsatz.
Noch sind die Räume im Fieberlazarett in Laer verwaist, doch das könnte sich schnell ändern. Die „Sanitäter vor Ort“, die zum DRK-Ortsverein Horstmar gehören, haben geholfen, die Einrichtung mitaufzubauen und sind auch für diese im Einsatz.

Wegen der dynamischen Entwicklung der Corona-Pandemie mit der exponentiellen Zunahme der Infektionszahlen hat sich der Kreis Steinfurt gezwungen gesehen, erneut die Alarmierung von „Sanitäter vor Ort- und First-Responder-Systemen“ im Kreisgebiet einzustellen. Davon betroffen sind auch die „Sanitäter vor Ort“, die dem DRK-Ortsverein Horstmar angehören, und sich im Februar 2017 gegründet haben.

„Das ist schade für uns alle“, bedauert Tim Voges, der als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft in der Burgmannstadt fungiert, die Entwicklung, die zur Zwangspause in diesem Bereich führt. Man habe einen Vertrag mit dem Kreis, der Vorgesetzter sei. Für den Krisenstab des Kreises Steinfurt habe der Eigenschutz der ehrenamtlichen Sanitäter und Sanitäterinnen oberste Priorität. Die Maßnahme diene dem Schutz der eingesetzten Helferinnen und Helfer und gelte vorerst bis Ende Dezember 2020.

„Es kann natürlich sein, dass sich die Lage schneller wieder ändert“, weist Tim Voges auf den dynamischen Prozess hin, den niemand voraussagen könne. Die vorläufige Einstellung des Dienstes bedeute auch nicht, dass es für seine Mitstreiter und ihn nichts mehr zu tun gäbe. So engagierten sich einige von den „Kollegen“ auch im Katastrophenschutz. „Wir haben einen Lkw und einen Mannschaftswagen vom Land gestellt bekommen“, berichtet der Gruppensprecher. Mit den Fahrzeugen seien die ehrenamtlichen Helfer auch für das Fieberlazarett in Laer unterwegs gewesen, das inzwischen drei mal herauf- und wieder heruntergefahren geworden ist und sich zurzeit im Stand-By-Modus befindet. „Wir haben geholfen, das Fieberlazarett mitaufzubauen und sind auch im Haus gefordert gewesen“, erklärt der Rotkreuzler.

Wie Tim Voges weiter berichtet, gehören der Abteilung „Sanitäter vor Ort“ momentan 15 Mitglieder im Alter von 20 bis 55 Jahre an. Bereits von März bis Juli mussten die Helfer coronabedingt ihren Dienst einstellen, was sie sehr bedauerten. Doch es gab wohl keine Alternative.

In Horstmar sind die „Sanitäter vor Ort“ sehr beliebt. Das beweisen die vielen Spenden, die die Arbeitsgemeinschaft nicht nur von Vereinen und Verbänden, sondern auch von Privatpersonen bekommt. Diese Wertschätzung tut den ehrenamtlichen Helfern gut, die sich freuen würden, wenn sie ihren originären Dienst bald wieder aufnehmen könnten.

 

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