Betreiber des Sozialladens „KomMode“ beschenken Bewohner des St.-Gertrudis-Hauses
Vorweihnachtliche Freude bereitet

Horstmar -

Eine vorweihnachtliche Freude haben die Helfer des Sozialladens „KomMode“ jetzt einigen Bewohnern des St.-Gertrudis-Hauses bereitet. So erfüllten sie acht Senioren, die weniger gut betucht sind, ihre Herzenswünsche per Gutschein, die Einrichtungsleiter Bernd Wessel während eines Besuchs in den Räumlichkeiten an der Graf-Bernhard-Straße entgegennehmen konnte. Das Geld stammt aus Verkaufserlösen.

Freitag, 30.10.2020, 17:49 Uhr
Spendenübergabe
Spendenübergabe Foto: abi

Die orange farbene Couch mit den dazu passenden Kissen dürfte inzwischen weg sein. Schließlich ist sie für zehn Euro ein wahres Schnäppchen. Das sind auch die beiden Waschmaschinen, die auf einen neuen Besitzer warten. Für ihn würde Dirk Klein-Bölting die sperrigen Haushaltsgeräte sogar in einen Anhänger verfrachten und direkt zuhause abliefern.

Keine Frage, für ihre Kundschaft tun die Betreiber des Sozialladens namens „KomMode“ so einiges und das schon seit fünf Jahren. So lange gibt es die Einrichtung bereits, die 2015 im ehemaligen Gerätehaus der Horstmarer Feuerwehr, das seinerzeit leer stand, errichtet worden ist. Zunächst diente sie primär den Flüchtlingen, die in die Burgmannstadt kamen und mit dem Nötigsten versorgt werden mussten. Egal, ob Kleidung oder Hausrat, die Asylbewerber konnten alles gebrauchen. Aber auch einheimische Bürger sind den Helfern in den Räumlichkeiten an der Graf-Bernhard-Straße stets willkommen.

„Die KomMode ist für alle da“, betont Dirk Klein-Bölting, der gemeinsam mit Bernhard Haschke das erfolgreiche Integrationsprojekt initiiert hat. Rund 15 Helfer gehören zur Gruppe, die den Laden am Laufen hält. Jeden Freitagnachmittag nehmen die Ehrenamtlichen Ware entgegen, die Bürger für die Einrichtung spenden.

An diesem Nachmittag findet sich ein neuer Gast zum ersten Mal im Sozialladen ein, der nichts mitbringt, aber etwas geschenkt bekommt. Dabei handelt es sich um den Leiter des St.-Gertrudis-Hauses, Bernd Wessel. Ihn hat Dirk Klein-Bölting schon vor einiger Zeit kontaktiert. So wollte er wissen, ob es im Altenwohnheim Senioren gibt, denen die Gruppe aus dem Sozialladen eine Freude machen kann. Schließlich hat nicht jeder eine gute Rente oder Angehörige, die einem große oder kleine Wünsche erfüllen können. „Ja, es gibt durchaus Bedarf“, signalisierte der Einrichtungsleiter, der über die Anfrage freute und die in Frage kommenden Senioren nach ihren Bedürfnissen fragte.

Ob ein Friseurbesuch, eine Fußpflege oder ein Kleidungsstück, es waren Wünsche, die Dirk Klein-Bölting und seine Mitstreiter gerne erfüllen wollten. So besorgte Angelika Adams die entsprechenden acht Gutscheine in heimischen Läden und verpackte sie hübsch. Die Briefumschläge samt Inhalt konnte Bernd Wessel während seines Besuchs freudig entgegennehmen. Dabei vereinbarten beide Seiten, dass sie in Kontakt bleiben wollen, denn schließlich macht es viel Spaß, anderen Menschen eine Freude zu machen, auch wenn noch gar nicht Weihnachten ist.

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