Konstituierende Ratssitzung: Bürgermeister Wenking und seine Stellvertreter werden in ihre Ämter eingeführt
„Prall gefüllt mit vielen Projekten“

Horstmar -

Robert Wenking geht in seine fünfte Amtsperiode als Bürgermeister der Stadt Horstmar. Nach seiner Vereidigung während der konstituierenden Ratssitzung blickte er auf die 21 Jahre seiner kommunalpolitischen Arbeit an verantwortlicher Stelle für Horstmar und Leer zurück und dankte allen Mitstreitern, seiner Sekretärin Bärbel Gedike und seiner Familie. Zur Seite alle ehrenamtliche Stellvertreter stehen ihm in den nächsten fünf Jahren Ludger Hummert von der CDU und Carsten Hemsing von der SPD.

Sonntag, 15.11.2020, 13:21 Uhr
Ludger Hummert (l.) und Carsten Hemsing (r.) werden Bürgermeister Robert Wenking während der nächsten fünf Jahre als ehrenamtliche Stellvertreter unterstützen.
Ludger Hummert (l.) und Carsten Hemsing (r.) werden Bürgermeister Robert Wenking während der nächsten fünf Jahre als ehrenamtliche Stellvertreter unterstützen. Foto: Sabine Niestert

Mit 33 Jahren ist er im Oktober 1999 Bürgermeister von Horstmar geworden. Nicht alle trauten ihm seinerzeit das Amt zu. Doch die Zweifler wurden eines Besseren belehrt. Heute, 21 Jahre später, sitzt Robert Wenking fest im Sattel an der Spitze der Stadt. Das zeigt die konstituierende Ratssitzung am Donnerstag, in dessen Verlauf die Altersvorsitzende Annette Sonneborn von den Grünen den noch 54-Jährigen erneut als Bürgermeister vereidigt und ihm Glück für seine fünfte Amtsperiode wünscht.

In den kommenden fünf Jahren stehen dem Verwaltungschef Ludger Hummert von der CDU als erster ehrenamtlicher Stellvertreter und Carsten Hemsing von der SPD als zweiter zur Seite. Die Wahl des Christdemokraten und des Genossen erfolgt in geheimer und schriftlicher Abstimmung ebenfalls an diesem Abend. Nur eine Nein-Stimme und der Vorschlag, auf den sich alle Parteien im Vorfeld geeinigt haben, würde scheitern. Enthaltungen hingegen können nichts kaputt machen.

Das eindeutige Ergebnis der Abstimmung zeigt, dass die Ratsmitglieder, die bereits vor der Wahl der Bürgermeister-Stellvertreter verpflichtet worden sind, den vorherigen Hinweis des Bürgermeisters verstanden haben. So werden die beiden Stellvertreter mit 23 Ja-Stimmen – das ist der gesamte Rat samt Bürgermeister – gewählt.

Während Ludger Hummert und Robert Wenking bereits ein eingespieltes Team sind, handelt es sich bei Carsten Hemsing um einen Neuling. Der 44-Jährige gehört seit 2017 der SPD und seit der Kommunalwahl am 13. September ihrer neu gewählten fünfköpfigen Fraktion an. Ob die beiden Stellvertreter künftig oftmals zum Zuge kommen, muss sich zeigen, denn Robert Wenking ist dafür bekannt, viele der Termine selbst wahrzunehmen. Sein Parteikollege Ludger Hummert ist besonders gerne in Leer unterwegs, wo der 66-Jährige seit 1981 mit seiner Familie lebt. Doch in Zeiten von Corona erscheint es durchaus sinnvoll, dass es mindestens zwei ehrenamtliche stellvertretende Bürgermeister gibt. So schreibt es jedenfalls die Gemeindeordnung vor.

Diese Bedrohung werden wir mit Geduld, Weitsicht und dem vor der Zulassung stehenden Impfstoff überwinden.

Robert Wenking

Die Pandemie bestimmt natürlich auch die Bilder der Sitzung, die aus Platzgründen im großen Vereinshaus der Katharinen stattfindet. Dort können die vorgeschriebenen Abstände besser eingehalten werden als im engen Sitzungssaal des Rathauses. Die obligatorische Übergabe zahlreicher Blumensträuße erfolgt natürlich mit Masken. Einen solchen bekommt auch die Sekretärin des Bürgermeisters, Bärbel Gedike. Ihr dankt Robert Wenking, dass sie ihn als „verlässliche und vertraute“ Mitarbeiterin seit über 20 Jahren unterstützt. Dankbar ist der Ehemann auch seiner Frau Julia Becks, die seine häufige Abwesenheit stets mitgetragen habe, und seiner Mutter, die seine Familie und damit auch seine Arbeit nach Kräften bis heute unterstütze. Auch die beiden Frauen erhalten Blumen.

Natürlich gibt Wenking auch einen Rückblick auf seine 21-jährige Amtszeit, die der Bürgermeister als „prall gefüllt mit vielen Projekten“ bezeichnet. Gemeinsam mit dem Rat und der Verwaltung – auch ihnen dankt Wenking für die engagierte Unterstützung und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu tragen – habe man einiges bewirkt. Dazu gehört beispielsweise die Planung, Entwicklung und Erschließung vieler Baugebiete in Horstmar und Leer, zahlreiche Betriebserweiterungen und die Ansiedlung neuer Firmen.

Corona bringt Gemeinwesen an die Grenzen

Als einen „wichtigen Meilenstein“ zur touristischen und kulturellen Bereicherung beider Ortsteile bezeichnet der Bürgermeister die Gründung des Stadtmarketingvereins „HorstmarErleben“. Richtig sei es auch gewesen, in schwierigen Zeiten am Grundschulort Leer festzuhalten sowie in „kluger“ Kooperation mit Schöppingen mit Gymnasialstandort und Sekundarschule weiterführende Schulen anzubieten. Einschneidend auch die Aufnahme und Versorgung zahlreicher Flüchtlinge ab dem Jahr 2015 in Horstmar, was nur dank der Unterstützung zahlreicher Bürger funktioniert habe.

Er habe vermutet, dass das „Schnee-Chaos“ das wohl schwierigste Ereignis seiner Amtszeit bleiben würde, doch das Corona-Virus bringe das Gemeinwesen an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Aber auch, wenn die Pandemie bedrückend und für viele psychisch und physisch belastend sei, sollten der Rat und die Verwaltung optimistisch und mit Zuversicht nach vorne blicken. „Diese Bedrohung werden wir mit Geduld, Weitsicht und dem vor der Zulassung stehenden Impfstoff überwinden“, zeigt sich der Bürgermeister überzeugt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7678825?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686831%2F
Nachrichten-Ticker