Stadtfeuerwehrverband Horstmar investiert Spende in das 62 Jahre alte Löschfahrzeug in Leer
„Oma“ wird gehegt und gepflegt

Horstmar-Leer -

Mit ihren 62 Jahren ist die „Oma“ zwar heiß geliebt, aber sehr reparaturanfällig. Dabei handelt es sich um ein altes Löschfahrzeug der Brandschützer in Leer, um das sich die Ehrenabteilung kümmert. Um das Gefährt der Marke „Opel Blitz“ in Schuss zu halten, bedarf es finanzieller Unterstützung. Über eine eine vorweihnachtliche Spende der Sparkasse Steinfurt in Höhe von 1100 Euro freute sich jetzt der Stadtfeuerverband.

Dienstag, 01.12.2020, 16:28 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 16:30 Uhr
Stadtbrandmeister Frank Burrichter (l.) und Georg Hebbe (r.) nahmen im Namen des Stadtfeuerwehrverbands Horstmar die symbolische Spende in Höhe von 1100 Euro von Sparkassenmitarbeiter Wolfgang Haag entgegen.
Stadtbrandmeister Frank Burrichter (l.) und Georg Hebbe (r.) nahmen im Namen des Stadtfeuerwehrverbands Horstmar die symbolische Spende in Höhe von 1100 Euro von Sparkassenmitarbeiter Wolfgang Haag entgegen. Foto: Neugebauer

Dass „Oma“ sie im Stich gelassen hat, als sie am Kreisfeuerwehrtag in Lengerich teilnehmen wollten, haben Horstmars Stadtbrandmeister Frank Burrichter und Georg Hebbe ihr längst verziehen. Schließlich handelt es sich dabei um ein historisches Löschfahrzeug, das immerhin bereits 62 Jahre auf dem Buckel hat und besonders von den Brandschützern in Leer heiß geliebt und deswegen gehegt und gepflegt wird.

1958 wurde das Gefährt, ein „Opel Blitz“, in den Dienst des Löschzugs Leer gestellt. Es bietet Platz für insgesamt neun Personen. „Die Sitzbänke sind aus Holz und nicht sonderlich bequem“, weiß Rudi Wenking, Mitglied der Ehrenabteilung. Ihr steht „Oma“ für Fahrten und Löschzugübungen zur Verfügung. Mitgeführt wird eine Frontpumpe. Im Inneren des Fahrzeuges befinden sich Feuerlösch- und Atemschutzgeräte. Zum besonderen Erscheinungsbild trägt eine Vorbaupumpe bei. Auf dem Dach ist eine Leiter platziert.

„Technische Hilfeleistung war damit nicht möglich“, erinnert sich Thomas Jüditz. So kam es, dass das Fahrzeug in den 90er Jahren durch ein moderneres abgelöst wurde. „Doch was soll mit dem jetzt ausgemusterten Fahrzeug passieren?“, fragten sich die Löschzugmitglieder aus Leer seinerzeit. Schnell war man sich einig, es im Dorf zu belassen. Franz Jüditz übernahm ehrenamtlich die Pflege. Bei Werner Helker und Karl Baumgard holte er sich damals Hilfe, wenn Reparaturen anfielen. Beide waren vom Fach, denn sie arbeiteten bei Opel-Höffker in Borghorst.

Das Fahrzeug musste dann im Feuerwehrgerätehaus in Leer dem neuen Fahrzeug Platz machen. Es wurde zunächst in der Scheune von Franz Horstmann in der Bauerschaft Ostendorf abgestellt. Später wurde eine Abstellmöglichkeit in der inzwischen abgerissenen Scheune an der Grollenburg gefunden.

Georg Hebbe, der heute das Fahrzeug pflegt, hatte eigens dafür in der Scheune eine Abstellfläche gepflastert. Heute ist die „Oma“ auf dem landwirtschaftlichen Anwesen der Familie Nienau in der Bauerschaft Haltern zu finden.

Der Zahn der Zeit hat am Löschfahrzeug genagt. Eine Teillackierung war erforderlich, die von der Lackiererei Raue in Burgsteinfurt kostenlos durchgeführt worden ist. „Wir sind weiterhin auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen“, erklärt Georg Hebbe, denn ein altes Fahrzeug sei schließlich reparaturanfällig. Nicht umsonst sind er und der Stadtbrandmeister auf dem Weg nach Lengerich – dort sollte „Oma“ auf einer Historien-Schau präsentiert werden – liegengeblieben. Bereits in Emsdetten qualmte der Motor. Ein Kühlwasserschlauch war geplatzt. Zum Glück konnte den beiden Feuerwehrmännern in einer Autoreparaturwerkstatt geholfen werden und sie kamen beinahe pünktlich in Lengerich an.

„Unser Bestreben ist es, das Fahrzeug so lange wie möglich fahrtauglich zu halten“, erklärt Georg Hebbe, dass dieses jährlich dem TÜV vorgeführt wird. Umso mehr freuten seine Kameraden und er sich über ein vorweihnachtliches Geschenk der Sparkasse Steinfurt in Form einer Spende in Höhe von 1100 Euro. Diese überreichte Mitarbeiter Wolfgang Haag jetzt an den Stadtfeuerwehrverband Horstmar.

„Wir werden den Betrag zweckgebunden für die Unterhaltung der ‚Oma‘ einsetzen“, erklärte der Feuerwehrchef, der sich im Namen aller Brandschützer bedankte.

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