Geschäftsführer Hubertus Brunstering nimmt Abschied vom Stadtmarketingverein
Entscheidung nie bereut

Horstmar -

Nach fünf Jahren als Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins „HorstmarErleben“ gibt Hubertus Brunstering dieses Amt ab. So will sich der 65-Jährige in seiner nächsten Lebensphase verstärkt seiner Frau, den drei Enkelkindern und seinem größten Hobby, der Kunst, widmen.

Freitag, 15.01.2021, 18:24 Uhr aktualisiert: 15.01.2021, 18:30 Uhr
Nach fünf Jahren zieht sich Hubertus Brunstering als Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins „HorstmarErleben“ zurück. Seine Arbeit habe ihm meistens Spaß gemacht, bilanziert der 65-Jährige.
Nach fünf Jahren zieht sich Hubertus Brunstering als Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins „HorstmarErleben“ zurück. Seine Arbeit habe ihm meistens Spaß gemacht, bilanziert der 65-Jährige. Foto: Sabine Niestert

Als Bürgermeister Robert Wenking ihn Anfang 2015 gefragt hat, ob er sich vorstellen könnte, die Geschäftsführung des örtlichen Stadtmarketingvereins zu übernehmen, brauchte Hubertus Brunstering etwas Bedenkzeit. Schließlich war der zweifache Vater erst zwei Jahre zuvor in den Vorruhestand gegangen, um ein wenig mehr Zeit für sich, die Familie und seine Hobbys zu haben. Doch das Haus und der Garten waren längst gemacht, und dem ehemaligen Produktmanager der Telekom fehlten seinerzeit die sozialen Kontakte. Unter der Bedingung, dass er zur Unterstützung zwei Mitarbeiter bekommt, was der Vorstand von „HorstmarErleben“ sofort bewilligte, stimmte der agile Vorruheständler, der zuletzt als Betriebsrat gearbeitet hatte, schließlich gerne zu.

Eine Entscheidung, die der Nachfolger von Bernd Laukötter aus Nordwalde nie bereut hat. Trotzdem möchte er die Geschäftsführung jetzt abgeben. Nicht nur, um mehr Zeit für seine Frau und die drei Enkel zu haben, sondern auch, um sich in der nächsten Lebensphase der Kunst und anderen kreativen Ideen zu widmen.

„Es war ein Sprung ins kalte Wasser“, erinnert sich Brunstering an die Anfänge, dass er zunächst einmal die Homepage des Stadtmarketingvereins wieder aufbauen musste, da diese einem Hackerangriff zum Opfer gefallen war. Dabei kam ihm zugute, dass er eigenständiges Arbeiten gewohnt ist, gute EDV-Kenntnisse besitzt und sich im technischen Bereich auskennt.

„Die Ordner sind gewachsen, und wir hatten zwischen 2016 bis 2019 doppelt so viele Veranstaltungen wie zuvor“, bilanziert der scheidende Geschäftsführer. Er ist froh, dass ihm mit Regina Schmidt und Angelika Laurenz zwei kollegiale Mitarbeiterinnen zur Seite gestanden haben. Immerhin musste das Team die Aufgabenfelder Vereinsarbeit, Tourismus, Kultur und Wirtschaft beackern. So steht es in der Satzung des Stadtmarketingvereins, der 2012 gegründet worden ist, um die Mitarbeiter der Stadtverwaltung zu entlasten.

Allerdings arbeitet das Trio in Teilzeit mit jeweils nur zehn Wochenstunden. Gerade bei Veranstaltungen am Abend oder am Wochenende wird da so manche Überstunde fällig, was besonders in Hochzeiten der Fall ist. „Die Geschäftsführung braucht auf Dauer mindestens 20 Stunden“, meint Brunstering, der sich freut, dass in der Stellenausschreibung des Stadtmarketingvereins eine Kraft in Teilzeit mit 20 Wochenstunden zum 1. Februar gesucht wird.

Während Regina Schmidt sich als ehemalige Mz-Redakteurin primär um die Pressearbeit kümmert, hat Angelika Laurenz in den vergangenen drei Jahren die Buchführung übernommen. Ende 2020 hat die Nachfolgering von Sabine Sitte allerdings aufgehört, um sich neuen Aufgaben zu widmen.

„Corona war die größte Herausforderung“, blickt der 65-Jährige besonders auf das vergangene Jahr zurück, das „HorstmarErleben“ arg gebeutelt hat. So mussten zahlreiche Veranstaltungen abgesagt werden. „Viel Arbeit hat die Rückabwicklung gemacht“, gibt Brunstering zu bedenken. Auch der unerwartete Umzug der Geschäftsstelle an die Schöppinger Straße 4 sei nicht ohne gewesen. Zum Glück habe der Vereinsvorstand kräftig mit angefasst, sodass das Trio nach kurzer Unterbrechung seine Arbeit wieder aufnehmen konnte. Das neue Domizil im ehemaligen Ladenlokal Schmerling habe den großen Vorteil, dass es mit über 70 Quadratmetern deutlich mehr Platz biete als das bisherige Büro in der Stadtverwaltung. Die Zeit drängte, da die Post-Agentur dort eingezogen ist.

„Wir wollten auf jeden Fall in der Innenstadt bleiben“, betont Brunstering, dass die Lage Ecke Schöppinger Straße/Münsterstraße besonders attraktiv sei, da sie sich als Anlaufpunkt für Touristen und besonders für Radler eigne. So entstehe an der Kreuzung der innerstädtische Knotenpunkt für das münsterlandweite Radwegenetz.

Für die Zwecke des Stadtmarketingvereins waren einige Umbaumaßnahmen und technische Anpassungen nötig, die heimische Handwerksbetriebe schnell übernommen haben.

Zur Zeit ist die Geschäftsstelle coronabedingt wegen des verschärften zweiten Lockdowns geschlossen. Welche Veranstaltungen in 2021 stattfinden können und ob ausgefallene Veranstaltungen nachgeholt werden können, muss die Zeit zeigen.

Ob „Ritterroute“, Schallplattenbörse, Familienfrühstück, Garagenflohmarkt, Theateraufführung, Kabarett, Unternehmerfrühstück, Sommernachtspicknick, oder Weihnachtsdekoration in Leer – es gibt zahlreiche Dinge, Veranstaltungen und Aktionen, mit denen Brunstering und seine Mitstreiterinnen befasst waren oder die sie sogar initiiert haben. Diese alle hier aufzuzählen, würde allerdings den Rahmen sprengen.

Brunstering, dem die verantwortungsvolle Arbeit meistens Spaß gemacht hat, erinnert sich besonders gerne an die vielfältigen Veranstaltungen im Rahmen des Kulturrucksackprojektes des Landes NRW in Horstmar und Leer. So sei die Zusammenarbeit mit den beiden Jugendtreffs immer gut gelaufen.

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