Geplanter Impftermin am Flughafen verschiebt sich voraussichtlich um eine Woche
Bürgermeister setzen auf Solidarität

Horstmar/Laer -

Ab Montag (25. Januar) können sich die über 80-Jährigen einen Termin für die Corona-Schutzimpfung des Kreises Steinfurt am Flughafen Münster-Osnabrück buchen. Während es voraussichtlich bei dieser Planung bleibt, hat sich eine Änderung für den Beginn der Impfungen ergeben. Die Bürgermeister der Stadt Horstmar und der Gemeinde Laer bieten nach wie vor ihre Hilfe an.

Donnerstag, 21.01.2021, 18:32 Uhr aktualisiert: 21.01.2021, 18:40 Uhr
Weil die Firma Biontech ihre Planung hinsichtlich der Impfdosen geändert hat und NRW mit weniger auskommen muss, als ursprünglich geplant, verschiebt sich auch der vorgesehene Impftermin des Kreises Steinfurt am Flughafen Münster-Osnabrück.
Weil die Firma Biontech ihre Planung hinsichtlich der Impfdosen geändert hat und NRW mit weniger auskommen muss, als ursprünglich geplant, verschiebt sich auch der vorgesehene Impftermin des Kreises Steinfurt am Flughafen Münster-Osnabrück. Foto: Kreis

Ärgerlich, aber wohl nicht zu ändern: Wegen Lieferengpässen stoppt das Land Nordrhein-Westfalen die Corona-Impfungen in Kliniken und Pflegeheimen. Die Tatsache, dass die Firma Biontech ihre Planung kurzfristig geändert hat, wirkt sich zudem auf den Start der Impfzentren aus. Darunter leidet auch der Kreis Steinfurt, der seinen Impfbetrieb ursprünglich am 1. Februar am Flughafen Münster-Osnabrück in Greven aufnehmen wollte. Die betroffenen über 80-Jährigen müssen sich jetzt voraussichtlich bis zum 8. Februar gedulden.

Laers Bürgermeister Manfred Kluthe hat damit gerechnet, dass es anfangs ein „bisschen rumpeln“ wird, und die Gemeinden an der ein oder anderen Stelle „ein wenig nachjustieren“ müssen. Dieser Fall ist schon jetzt eingetreten. Allerdings ändert sich nichts am Start für den Buchungstermin, der für den kommenden Montag (25. Januar) geplant ist. Ab 8 Uhr kann ein Termin online unter www.116117.de oder telefonisch unter der kostenfreien Rufnummer 0800 116 117 02 vereinbart werden. Darauf weist die Gemeindeverwaltung auf ihrer Homepage hin, die unter www.laer.de abrufbar ist.

Umfangreiche Informationen zum Thema Schutz­impfung gegen Corona finden sich auch auf der Homepage der Stadt Horstmar, die unter www.horstmar.de zu finden ist. Zudem hat Bürgermeister Robert Wenking ein Informationsschreiben herausgegeben. Aus diesem geht hervor, dass in der Burgmannstadt über 400 Bürger leben, die der angesprochenen Altersgruppe angehören. Im Nachbarort Laer sind es 399. Vorgesehen ist, dass jeder von ihnen die Fahrt zum Impftermin selbst regelt. Doch damit dürften viele der älteren Menschen überfordert sein. Deswegen bieten beide Kommunen ihre Unterstützung an. Dafür suchen sie ehrenamtliche Helfer, die nicht nur die Fahrten übernehmen, sondern die Senioren möglicherweise auch beim Impftermin begleiten.

„Bereits während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 zeigte sich in Laer eine große ehrenamtliche Hilfsbereitschaft, wie beispielsweise die Aktion ‚Einkaufshelden‘ und ähnliches“, erinnert sich Bürgermeister Kluthe, der auch in diesem Fall auf die Hilfsbereitschaft der Bürger getreu dem Motto „Laer für Laerer“ zählt.

Auf die Solidarität der Bürger in Horstmar hofft auch Bürgermeister Wenking. „Wer absolut keine Möglichkeit hat, zum Impfzentrum zu gelangen, weder durch Bekannte oder weil keine ärztliche Transportbescheinigung ausgestellt wird, kann sich unter Telefon 0 25 58/79 41 bei der Stadtverwaltung Horstmar zu den üblichen Dienstzeiten melden, wenn der Impftermin feststeht“, erklärt der Verwaltungschef. Diese Nummer gelte auch für Personen, die absolut keine Möglichkeit hätten, schon bei der Terminvergabe die Hilfe von Verwandtschaft, Nachbarschaft oder Freunden in Anspruch zu nehmen. Auch Wenking freut sich über die bisher große Hilfsbereitschaft, die die Bevölkerung bereits zum Anfang der Corona-Krise im vergangnen Jahr gezeigt hat.

Laerer Senioren, die Hilfe benötigen, können sich unter Telefon 910 116 an die Gemeindeverwaltung zu den üblichen Dienstzeiten (montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr sowie montags bis donnerstags zusätzlich von 14 bis 16 Uhr) wenden. Der Anruf dort sollte aber erst dann erfolgen, wenn bereits ein Impftermin feststeht.

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