Kindergarten Ss. Cosmas und Damian ist 50 Jahre alt und platzt aus allen Nähten
Alles spricht für einen Neubau

Horstmar-Leer -

Weil der Kindergarten Ss. Cosmas und Damian in die Jahre gekommen ist und schon längst nicht mehr den erforderlichen Raumbedarf abdeckt, soll er abgerissen werden. Für einen Neubau an anderer Stelle sprechen sich die beteiligten Entscheidungsträger aus.

Montag, 01.02.2021, 18:12 Uhr aktualisiert: 01.02.2021, 19:34 Uhr
Auch wenn es im Inneren des Bauwagens der Stadt Horstmar recht gemütlich ist, löst dieser auf Dauer nicht das Problem der Raumnot.
Auch wenn es im Inneren des Bauwagens der Stadt Horstmar recht gemütlich ist, löst dieser auf Dauer nicht das Problem der Raumnot. Foto: Neugebauer

Im katholische Kindergarten von Ss. Cosmas und Damian an der Burgsteinfurter Straße ist es mehr als eng. Vor fünf Jahren reichte der Platz in der Zwei-Gruppen-Anlage für die Mädchen und Jungen nicht mehr aus. So war insbesondere die Anzahl der Anmeldungen der Kinder bis zu drei Jahren besonders angestiegen. Um diesen erhöhten Bedarf abzudecken, haben des Kreisjugendamt, die katholische Kirchengemeinde St. Gertrudis sowie die Stadt Horstmar seinerzeit Gespräche aufgenommen, um eine Lösung zu finden. Für die zusätzlich einzurichtende Gruppe mussten Räumlichkeiten geschaffen werden. Eine Unterbringung in den Bestandsräumen der Tageseinrichtung war mangels der Kapazitäten leider nicht möglich.

 Bei einer nunmehr erforderlichen Erweiterung wurden die Varianten „Anbau“ oder „Module“ diskutiert. Aufgrund der bestehenden Prognose im angepassten Bedarfsplan des Kreises Steinfurt wurde der Anstieg der Kinder als vorübergehend eingestuft. Deswegen erschien die Anbauvariante mit langfristiger Nutzungsdauer (30 Jahre) wenig sinnvoll, zumal die erforderliche Investition seitens des Kreises auch nicht bezuschusst worden wäre.

 Deswegen wurde ein Pavillon errichtet. In diesem entstand ein Gruppenraum, ein Gruppennebenraum, ein Waschraum, ein Erschließungsflur und eine Garderobe. Bliebe nur zu hoffen, dass dieser Pavillon nicht ewig stehen bleibe, denn er trage nicht gerade zur Verschönerung des Ortsbildes bei, hieß es damals. Er sollte als Übergangslösung von etwa ein bis zwei Jahren gelten, wird aber seit fünf Jahren immer noch benutzt.

 Die Prognosen im Bedarfsplan des Kreisjugendamtes, es handele sich um einen vorübergehenden erhöhten Bedarf an Kindergartenplätzen, stellte sich im Nachhinein als falsch heraus. Jetzt entsteht zusätzlicher Bedarf. Die Anzahl der Neuanmeldungen für das kommende Kindergartenjahr übersteigt die Abgänge. Von Seiten der Stadt wurde eine Übergangslösung gefunden. Sie stellte ihren bis dahin am Kindergarten St. Josef stationierten Bauwagen auf dem Spielplatz des Leerer Kindergartens auf. Auch das soll nur ein Provisorium sein.

Die endgültige Lösung sieht den Abriss des inzwischen 50 Jahre alten Gebäudes vor und den Neubau an anderer Stelle. Experten sind der Auffassung, dass eine Investition in das alte Gebäude nicht sinnvoll ist, denn dieses entspricht weder baulichen noch energetischen Anforderungen. An einigen Stellen tropft es von der Decke.

 „Alle Entscheidungsträger, dazu gehören auch die Stadt, der Kreis, das Landesjugendamt und der Kirchenvorstand, arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung, und diese heißt Neubau“, betont Pfarrdechant Johannes Büll. Der Elternrat aber auch das Personal des Kindergartens hoffen auf eine schnelle Verwirklichung, denn man wolle dem Nachwuchs das bestmögliche Angebot auch in räumlicher Hinsicht unterbreiten. Eva Lüning, die Vorsitzende des Elternbeirates im Kindergarten meint dazu: „Die gegenwärtige Situation ist nicht erfreulich. Wir brauchen dringend Informationen, was sich hinter den Kulissen tut.“ Man schaut in diesem Zusammenhang auf den Kindergarten an der Grollenburg. Die räumlichen Verhältnisse sind dort durch den Anbau an die Grollenburg ideal, auch das Außengelände hinterlässt einen guten Eindruck.

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