Verlegung des Breitbandkabels in den Außenbereichen
Arbeiten sind im vollen Gang

Horstmar/Leer -

Gute Fortschritte machen die Arbeiten zur Verlegung des Breitbandkabels in Leer, die in der Bauerschaft Haltern begonnen haben. Von dort aus geht es in Richtung des Ortsteils Horstmar weiter. Vornehmlich sind die Außenbereiche von Horstmar und Leer von der Maßnahme betroffen, die ihren Ursprung im Jahr 2018 hat. 219 Anschlussnehmer hoffen jetzt auf ein schnelles Internet.

Dienstag, 02.03.2021, 18:51 Uhr aktualisiert: 02.03.2021, 19:00 Uhr
Die Kabel auf der Ausbaustrecke sind verschieden farbig..
Die Kabel auf der Ausbaustrecke sind verschieden farbig..

Die Arbeiten zur Verlegung des Breitbandkabels sind in vollem Gange. Das Projekt mit der Verkabelung hat in der Leerer Bauerschaft Haltern begonnen und wird sich in Richtung Horstmar fortsetzen. Bunte kleine Fähnchen an den Banketten lassen schon erkennen, wo demnächst Kabel verlegt werden. Vornehmlich sind die Außenbereiche der beiden Ortsteile betroffen.

Damit hat eine umfangreiche Maßnahme begonnen, die im Jahr 2018 ihren Ursprung hat. Engagiert war Ingmar Ebhardt, der Breitbandkoordinator beim Kreis Steinfurt. Es musste eine Bedarfsanalyse erstellt werden. Damals meldeten sich 181 Interessenten, im Laufe des Verfahrens kamen weitere 31 hinzu, so dass für 219 Anschlussnehmer jetzt die Hoffnung auf ein schnelles Internet besteht.

Ingmar Ebhardt erinnert sich an eine umfangreiche Ausschreibung der Arbeiten, bei der auch wegen der günstigeren Konditionen die Gemeinden Laer und Altenberge mit im Boot waren. Doch zunächst musste ermittelt werden, ob es Zuschüsse von öffentlicher Seite gab. Die Stadt Horstmar sowie die Gemeinden Altenberge und Laer haben sich beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur erfolgreich um Fördermittel für den Breitbandausbau beworben.

Der Breitbandkoordinator erinnert sich an persönliche Vorsprachen in Berlin, die letztendlich zu einer Förderung der Maßnahme mit 50 Prozent der Gesamtkosten durch den Bund geführt haben. Auch beim Land Nordrhein-Westfalen wurde angefragt. Üblich war eine Beteiligung mit 40 Prozent der Investitionskosten.

Da sich die Stadt Horstmar zur Zeit der Antragstellung im Haushaltssicherungskonzept befand, erhöhte das Land den Anteil auf 50 Prozent. Damit war die Gesamtfinanzierung ohne Beteiligung der Kommune gesichert. Den Zuschlag für den Anbieter des Breitbandanschlusses erhielten die Firmen Epcan aus Vreden und Muenet aus Rosendahl.

Die Arbeiten für die Verlegung der Kabel führt die Firma Grethen aus Legden aus. Dabei werden verschiedene Varianten angewandt. Im sogenannten Spülbohrverfahren werden, wie der Name schon sagt, Leerrohre durch das Erdreich gespült. Später werden die Glasfaserkabel durch die Leerrohre gezogen. Aus geologischen Gründen ist dieses Verfahren nicht überall möglich. Als Alternative gibt es das Vibrationskabelpflugverfahren. Dabei wird das Rohr bis zu einer Tiefe von maximal 1,20 Metern eingezogen. In jedem Haushalt kommen vier Phasen an, die zur Zeit nur zum Teil benötigt werden. „Es ist eine Reserve vorhanden, denn man weiß ja nie, wie die Entwicklung weitergeht“, begründet Ingmar Ebhardt die derzeitige Investition. Eine genaue Prognose, bis wann die Arbeiten für das gesamte Stadtgebiet abgeschlossen sein werden, will er nicht geben. Der Bauunternehmer rechnet mit einer Gesamtbauzeit von 30 Monaten.

„Die Verkabelungsarbeiten laufen zur vollen Zufriedenheit“, berichtet Bauamtsleiter Ferdinand Keuchel. Er habe zumindest noch keine Klagen gehört, und das sei ein „gutes Zeichen“.

Übrigens weisen die verschiedenfarbigen kleinen Fähnchen darauf hin, dass auf der Ausbaustrecke bereits verschiedene Kabel liegen, unter anderem für Strom und Telefon.

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