Coronaschnelltests ab Montag im St.-Gertrudis-Haus
Stadt setzt auf erfahrene Partner

Horstmar/Laer -

Am kommenden Montag (15. März) geht das Corona-Testzentrum im St.-Gertrudis-Haus unter der Federführung der Stadt Horstmar in Betrieb. Diese hat die Caritas Horstmar damit beauftragt, die sogenannte Teststraße zu „übernehmen“. Da diese bereits über Erfahrungen mit Testungen im Altenwohnheim verfügt. Mit im Boot sitzt auch der DRK-Ortsverein, der mit seinen Helfern unterstützend eingreifen wird.

Montag, 15.03.2021, 13:29 Uhr
Bürgermeister Robert Wenking (r.)
Bürgermeister Robert Wenking (r.)

Mit dem Caritasverband als erfahrenem Partner an ihrer Seite eröffnet die Stadt Horstmar am kommenden Montag (18. März) ihr Corona-Testzentrum im St.-Gertrudis-Haus. Der Standort bot sich an, weil dort schon seit Wochen Bewohner, Mitarbeiter und Besucher erfolgreich getestet werden und sich die Räumlichkeiten dabei als geeignet erwiesen haben. Das bestätigt Einrichtungsleiter Bernd Wessel während eines Pressetermins, zu dem Bürgermeister Robert Wenking und Ordnungsamtsleiter Georg Becks, nicht nur ihn, sondern auch Christiane Nitz von der Caritas-Sozialstation und den Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins, Heinz Lölfing, am Freitagvormittag ins Alte Rathaus eingeladen haben. Sie alle sitzen in einem Boot, was die Einrichtung des kommunalen Corona-Testzentrums betrifft.

Dass es gar nicht so einfach war, so ad hoc eine Lösung vor Ort zu finden, räumt der Verwaltungschef ein. Der Verordnungsgeber habe das sehr unglücklich – weil viel zu kurzfristig – eingestielt, kritisiert Wenking das Prozedere. Um so glücklicher ist er, dass sich der Caritasverband bereit erklärt hat, die Testungen in einer seiner Einrichtungen durchzuführen.

„Wir testen in der Woche in 18 Stunden rund 300 bis 350 Leute“, berichtet der Heimleiter von seinen bisherigen Erfahrungen. Dafür sind drei Mitarbeiter eingestellt worden, die durch eine Kraft der Caritas unterstützt werden. Um die Bewohner nicht zu gefährden, gibt es einen separaten Nebeneingang. Von dort kann man auch in die hauseigene Kapelle gelangen. Diese dient als Aufenthaltsbereich nach dem Test. Getestet wird in einem abgetrennten Bereich von der Cafeteria.

Sollten die Kapazitäten ausgeweitet werden müssen, werden Helfer des DRK-Ortsvereins Test-Dienste übernehmen. Die Unterstützung der Rotkreuzler besonders in den Abendstunden und an den Wochenenden sagt Vorsitzender Lölfing zu.

Der Aufenthalt in der Teststelle soll nur wenige Minuten dauern. Die Besucher können danach auf ihr Testergebnis warten und dieses ausgehändigt bekommen.

Falls es einen Run auf die Teststelle im Altenheim geben sollte, und die Räumlichkeiten dort zu klein werden, gibt es bereits einen Plan B. „Dann würden wir den ehemaligen St.-Josef-Kindergarten zum Testen einrichten“, kündigt der Bürgermeister an. Doch bisher gehe man nicht davon aus, dass das Altenwohnheim überlaufen wird. Nur unter dieser Voraussetzung hat Bürgermeister Wenking seinem Amtskollegen Manfred Kluthe angeboten, dass Laerer Bürger im Notfall zum Testen nach Horstmar kommen dürfen. Allerdings nur so lange, bis die Nachbarkommune über eine eigene Teststelle verfügt.

„Es dürfen nur Leute zu uns kommen, die gesund sind. Wer ein Kratzen im Hals oder Fieber hat, muss natürlich zum Arzt“, erklärt Heimleiter Wessel.

Man muss abwarten, wie sich alles entwickelt, meinen die Kooperationspartner. Zudem gelte es, auf die jeweils aktuelle Entwicklung spontan zu reagieren. Eine Situation, die alle Beteiligten vor eine große Herausforderung stellt. Doch diese sind erst einmal froh, eine kommunale Lösung für die Stadt Horstmar gefunden zu haben und damit Herr des Geschehens zu bleiben.

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