Bürgermeister-Präsens
Wie präsent ist der Bürgermeister?

Laer -

„Es wäre schön, wenn Sie persönlich kommen“, meinte CDU-Fraktionsvorsitzende Margarete Müller, dass sie Laers Bürgermeister auf manchen Terminen vermisst. Damit vergäbe er die Möglichkeiten, sich mit anderen Bürgermeistern auszutauchen.

Freitag, 12.05.2017, 23:52 Uhr aktualisiert: 13.05.2017, 00:00 Uhr
Eine veränderte Sitzordnung gibt es im Rat, nachdem Palitha Löher (r.) die Fraktion der Grünen verlassen hat. Er sitzt jetzt neben dem fraktionslosem Ratsherr Uwe Veltrup (2.v.r.) Auch Annegret und Dieter Mesenbrock von der FBL-Fraktion haben neue Plätze.
Eine veränderte Sitzordnung gibt es im Rat, nachdem Palitha Löher (r.) die Fraktion der Grünen verlassen hat. Er sitzt jetzt neben dem fraktionslosem Ratsherr Uwe Veltrup (2.v.r.) Auch Annegret und Dieter Mesenbrock von der FBL-Fraktion haben neue Plätze. Foto: Sabine Niestert

Die Frage, wie Bürgermeister Peter Maier die Gemeinde Laer nach außen vertritt, thematisierte die CDU-Fraktionsvorsitzende Margarete Müller während der jüngsten Ratssitzung. „Es wäre schön, wenn Sie persönlich kommen“, meinte die Christdemokratin, als es um die Berichte der Vertreter in Drittorganisationen ging. Schließlich könnte es hilfreich sein, wenn die Bürgermeister verschiedener Gemeinden und Städte miteinander ins Gespräch kämen und sich austauschten, denn davon könne jede Kommune nur profitieren.

Ähnlich sah das die grüne Fraktionsvorsitzende Elke Schuchtmann-Fehmer, die vom Verein „Hans im Glück“ berichtete. Es mache keinen Sinn, irgendjemanden zu den Drittorganisationen zu schicken, denn in diesen seien Sach- und Fachverstand gefragt.

Wie der Bürgermeister erklärte, habe er gute Kontakte zu den Bürgermeistern in Horstmar, Altenberge und Schöppingen. Möglichkeiten zum Austausch habe es beispielsweise während der Ausbildungsmesse am 25. März im Laerer „Waldschlösschen“ gegeben. Zudem fühle er sich durch seine Stellvertreter Gerrit Thiemann und Margarete Müller gut repräsentiert.

„Das ist doch das, was wir wollten“, betonte FDP-Fraktionsvorsitzende Marion Rikels zur Dienstanweisung des Bürgermeisters, dass nur noch die Fachbereichsleiter den Ratsmitgliedern und der Öffentlichkeit bei Anfragen Auskunft geben. „Das ist doch auch im Interesse aller Beteiligten“, meinte der Bürgermeister, dass diese Vorgehensweise zielorientiert und sinnvoll sei. Das sah auch sein Allgemeiner Vertreter Maik ter Beek so: „Ich finde diese Regelung in Ordnung.“

Gefragt nach dieser Dienstanweisung hatte UBG-Ratsherr Josef Laumann, der als Bürger eine Frage in der Verwaltung stellen wollte und sich dort abgewiesen fühlte. Er sei auch schon zweimal abgewiesen worden, bestätigte CDU-Ratsherr Norbert Surmund die Erfahrung von Laumann. Möglicherweise müsse die Dienstanweisung besser kommuniziert werden.

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