Flüchtlingshilfe
Helferkreis braucht weitere Unterstützung

Laer -

Vieles läuft schon gut, doch es werden noch weitere Helfer gebraucht, die bereit sind, sich ehrenamtlich für die Flüchtlinge im Ewaldidorf einzusetzen. Darauf weist der Kreis „Aus Fremde werden Nachbarn“ hin, der für bestimmte Aufgaben und Einsätze weiterer Unterstützung bedarf.

Freitag, 02.06.2017, 08:14 Uhr

Anfang Mai traf sich in Laer auf Einladung des Laerer Bürgermeisters Peter Maier der Kreis „Fremde werden Nachbarn“ (die WN berichteten ausführlich). Dabei zeigte sich das vielfältige Engagement vieler Laerer Bürger für die Flüchtlinge, um ihnen die Integration zu erleichtern.

„Deutlich wurde aber auch, dass an einigen Stellen noch Bedarf besteht und mehr freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gebraucht werden“, heißt es in einer Pressemitteilung von Barbara Steinacker vom Helferkreis. Das betreffe zu allererst den Wohnraum. Wer eine Wohnung zu vermieten habe, wird gebeten, sich an die an die Gemeindeverwaltung zu wenden.

Ohne Sprachkenntnisse sei Integration nicht möglich. So wünschen sich Einzelne eine private Sprachstunde neben dem Integrationskursus. Dabei sind vor allem männliche Senioren sehr gefragt, die sich rund 90 Minuten pro Woche Zeit für eine Person nehmen.

Die Flüchtlinge, die schon etwas deutsch können, würden sich über eine Stunde pro Woche freuen, in der sie mit Laerer Bürgern in kleiner Gruppe reden und üben könnten.

Die Sprachkurse, die zwei Mal wöchentlich ehrenamtlich stattfinden, werden auch gerne von Müttern mit Kleinkindern besucht. Um zu lernen, braucht man Ruhe. So wäre eine Kinderbetreuung für eineinhalb Stunden wöchentlich eine große Hilfe.

Montags und freitags können ein Teil der Flüchtlinge und Sozialhilfeempfänger in Burgsteinfurt bei der Tafel einkaufen. Da die Busverbindung schwierig ist, fahren Laerer Bürger mit Privatwagen. „Um diese Helfer nicht zu sehr zu belasten, wird dringend Verstärkung gesucht. Der Zeitaufwand für eine Fahrt beträgt zirka eineinhalb Stunden“, heißt es in der Presseverlautbarung weiter.

Immer wieder sind Fahrten zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, kurz „BAMF“ genannt, nach Bielefeld, zu dringenden Arztbesuchen und ähnliches nötig. Auch dafür werden noch Fahrer gesucht. „Fahrkosten werden erstattet, eine Versicherung ist vorhanden“, betont der Helferkreis.

Aktuelles Thema im Helferkreis ist die Suche nach einem Raum, in dem sich Alt- und Neu-Laerer zwanglos treffen können. Nicht nur ein Raum, auch eine stundenweise personelle Begleitung während der Öffnungszeiten wird benötigt.

Bürger, die an der einen oder anderen Tätigkeit interessiert sind, werden gebeten, sich persönlich im „Treffpunkt“, der donnerstags von 10 bis 12 Uhr im Alten Speicher am Rathaus stattfindet oder bei Silke Landgrebe unter Telefon 0 25 54/5 78 zu melden. Eine Meldung ist zudem auf der Infoplattform.asyl@gmx.de möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4897182?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686834%2F
Nachrichten-Ticker