Laer
Auf hohem Niveau verwöhnt

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Die sakralen Konzerte des Laerer Madrigalchores und des Städtischen Musikvereins Coesfeld zum Pfingstmontag sind seit 1981 eine liebgewonnene Tradition, bieten den Liebhabern feinsten Chorgesangs ein tief bewegendes Erlebnis mit sinfonisch-oratorischer Musik. Auch beim nunmehr 37. Laerer Pfingstkonzert wurde das Publikum in der zum „Konzertsaal“ umgestalteten Turnhalle auf hohem künstlerischen Niveau verwöhnt.

Dienstag, 06.06.2017, 19:00 Uhr
Die solistischen Partien teilte sich Bass-Bariton Markus Krause mit seinen Kollegen. Sie konnten mit ihrer ausdrucksstarken Gesangskunst den sakralen Inhalt des Werkes jenseits des reinen Notentextes mit Leben und Glanz erfüllen.
Die solistischen Partien teilte sich Bass-Bariton Markus Krause mit seinen Kollegen. Sie konnten mit ihrer ausdrucksstarken Gesangskunst den sakralen Inhalt des Werkes jenseits des reinen Notentextes mit Leben und Glanz erfüllen. Foto: Axel Engels

Mit dem „Paulus Oratorium op. 36“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy erklang unter dem kompetenten Dirigat von Ralf Junghöfer eines der wohl bekanntesten und beliebtesten Werke der romantischen Chorliteratur, wobei der instrumentale Part vom Orchester „Musica Viva“ aus Ibbenbüren übernommen wurde. Dieses Orchester ist seit vielen Jahren bekannt als versierte Begleitformation, die stilistisch in großen Oratorien und Messen von Johann Sebastian Bach bis John Rutter bestens zu Hause ist.

Das Orchester bot mit einem farbenreichen Orchesterklang dem großen Chor einen sehr differenzierten Grund, auf dem sich die Stimmen bestens entfalten konnten. Schon bei der Ouvertüre konnte das Orchester seine ganzen Qualitäten aufzeigen, so stimmungsvoll in das große sakrale Werk einführen.

Auch die Resonanz bei dem Musikliebhabern war in diesem Jahr sehr groß, nur ganz wenige Stühle blieben an diesem Abend unbesetzt. Mag die schwer zu handhabende Akustik und die für ein sakrales Konzert ungewohnte Atmosphäre in der Turnhalle den Musikgenuss etwas eingeschränkt haben, so ließen die Sängerinnen und Sänger mit ihrer intensiven und gefühlvollen Ausgestaltung der eingängigen romantischen Musik dies schnell vergessen.

Laerer Pfingstkonzert

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  • Das diesjährige Laerer Pfingstkonzert war gut besucht. Foto: Axel Engels
  • Das diesjährige Laerer Pfingstkonzert war gut besucht. Foto: Axel Engels
  • Das diesjährige Laerer Pfingstkonzert war gut besucht. Foto: Axel Engels
  • Das diesjährige Laerer Pfingstkonzert war gut besucht. Foto: Axel Engels
  • Das diesjährige Laerer Pfingstkonzert war gut besucht. Foto: Axel Engels
  • Das diesjährige Laerer Pfingstkonzert war gut besucht. Foto: Axel Engels
  • Das diesjährige Laerer Pfingstkonzert war gut besucht. Foto: Axel Engels
  • Das diesjährige Laerer Pfingstkonzert war gut besucht. Foto: Axel Engels
  • Das diesjährige Laerer Pfingstkonzert war gut besucht. Foto: Axel Engels
  • Das diesjährige Laerer Pfingstkonzert war gut besucht. Foto: Axel Engels
  • Das diesjährige Laerer Pfingstkonzert war gut besucht. Foto: Axel Engels
  • Das diesjährige Laerer Pfingstkonzert war gut besucht. Foto: Axel Engels

Die solistischen Partien hatten die schon im Vorjahr verpflichtete Sopranistin Jutta Potthoff, die Altistin Johanna Rademacher, der Tenor Ulrich Cordes sowie der Bass-Bariton Markus Krause übernommen, deren warm timbrierte Stimmen bestens mit dem großen Chorensemble harmonierten. Sie konnten mit ihrer ausdrucksstarken Gesangskunst den sakralen Inhalt des Werkes jenseits des reinen Notentextes mit Leben und Glanz erfüllen.

Die detailgenaue Einstudierung mit dem Städtischen Musikverein Coesfeld hatte wiederum der Tenor und Pianist Enrique Bernardo übernommen, der vielen Musikliebhabern durch seine Tätigkeit an den Städtischen Bühnen in Münster bekannt ist.

Ralf Junghöfer konnte beide Chöre zu einem eindrucksvollen großen Ensemble zusammenführen, erzielte mit seiner detailgenauen Kunst dabei einen jederzeit stimmigen Dialog zwischen Chor, Solisten und Orchester. Er zeigte sich als reifer Gestalter dieses anspruchsvollen Werkes, konnte die einzelnen Teile in einem jeweils adäquaten musikalischen Gewand erklingen lassen sowie Architektur des Oratoriums mit einer sehr transparenten Ausführung deutlich machen.

Der große Chor hatte in vielen Stunden der Vorbereitung sich intensiv mit diesem hochromantischen Werk auseinandergesetzt, so dass die Choräle mit ihrem dramatischen Ausdruck ihre ganze Schönheit entfalten konnten. Gute dynamische Differenzierungen, perfekte Stimmgruppentrennung und klare Textverständlichkeit waren für die Sängerinnen und Sänger dabei selbstverständlich. Von der Verfolgung der Christen im ersten Teil bis zum Damaskuserlebnis der Erscheinung Christi ließ man sich inspirieren von dieser wunderbaren Musik.

Dem Publikum wurde mit dieser facettenreichen Wiedergabe ein Ort der inneren Ruhe und Einkehr geschenkt, bei dem die Musik ihre Starke Wirkung entfalten konnte.

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