Ärger mit den „Bremshügeln“
Bodenschwellen sollen weg

Laer -

Die Bodenschwellen an der Amtmann-von-Oy-Straße und im Welzen waren Thema in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr, Klima- und Landschaftsschutz. So beschwerte sich ein Anlieger über die Lärmbelästigung, die durch das ständige Abbremsen und wieder Anfahren entstehen.

Donnerstag, 08.06.2017, 19:00 Uhr
Die Bodenschwellen an der Amtmann-von-Oy-Straße werden von vielen Anliegern kritisch gesehen. Sie verhinderten nicht, dass die Verkehrsteilnehmer zu schnell fahren und verursachen viel Lärm, lauten die Vorwürfe.
Die Bodenschwellen an der Amtmann-von-Oy-Straße werden von vielen Anliegern kritisch gesehen. Sie verhinderten nicht, dass die Verkehrsteilnehmer zu schnell fahren und verursachen viel Lärm, lauten die Vorwürfe. Foto: abi

„Sollen die Bodenschwellen an der Amtmann-von-Oy-Straße und im Welzen bleiben oder beseitigt werden?“ Mit dieser Frage beschäftigte sich der Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Landschaftsschutz während seiner jüngsten Sitzung. Dabei wurde deutliche Kritik gegen die „Bremshügel“ laut, die ein Anlieger dem Fachgremium unter Leitung von Elke Schuchtmann-Fehmer (Grüne) vortrug. So beklagte dieser die Lärmbelästigung.

Ständig würden seine Familie und er nachts von Fahrzeugen geweckt, die vor dem Hindernis abbremsten und dann wieder beschleunigten. Das Problem seien aber nicht die Anwohner oder Pkw, sondern Zulieferer für Baustellen, die Müllabfuhr und Trecker mit Anhängern, die fast täglich ab 5 Uhr auf der Straße unterwegs seien. Ergänzt würde das ganze durch normale Pkw.

Wie der Anlieger seine Beobachtungen weiter schilderte, bremsten nicht alle Fahrer vor den Schwellen ab, was dank gut gefederter Fahrzeuge und Sitze auch gar nicht nötig sei. So würde der „Bremshügel“ gerne mit 40 oder 50 Stundenkilometern überwunden, um danach für die abknickende Vorfahrt abzubremsen. Zudem würde häufig versucht, das Hindernis zu umgehen, was besonders bei Fahrradfahrern zu einem Ausweichen auf den Seitenstreifen führe. Aus diesen Gründen sprach sich der Bürger für die Demontierung der Bodenschwellen aus.

„Die Rumpeldinger taugen nicht“, befand auch Dr. Carsten Brinck, der selbst betroffen ist. Ihm hätten die asphaltierten Flächen besser gefallen. Auch andere Familien hatten in einem Schreiben an die Verwaltung gefordert, die Bodenschwellen wieder abzubauen.

Dass es sich dort um eine Tempo-30-Zone handelt, gab Stefan Wesker vom Fachbereich 3 „Bauen und Infrastruktur“ zu bedenken. Wie er weiter erklärte, gäbe es einen Beschluss vom 8. Februar, der besage, dass die Bodenschwellen bestehen bleiben sollten. Für regelmäßige Kontrollen sollte ein Messgerät mit Solarpanel angeschafft werden. Außerdem sei die Verwaltung beauftragt worden, im dreimonatigen Rhythmus Verkehrszählungen (Menge der Fahrzeugen uns Geschwindigkeit) für die Szenarien mit und ohne Schwellen durchzuführen und anschließend über die Ergebnisse zu berichten. Der Verwaltungsmitarbeiter regte an, die Schwellen erst wegzunehmen und dann zu messen. Nach drei Monaten könnte dann noch einmal mit Schwellen gemessen werden.

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