Zuschuss bewilligt
Sicherheit hat oberste Priorität

Laer -

10 000 Euro sollen dem Reit-, Zucht- und Fahrverein Laer zur Verfügung gestellt werden. Dafür sprach sich der Ausschuss für Jugend, Sport, Schule und Bildung während seiner jüngsten Sitzung aus. Von dem Geld wollen die Reiter ihre Anlage wieder in Schuss bringen. So muss die Bande in der Reithalle erneuert werden.

Freitag, 09.06.2017, 12:52 Uhr
Der RV-Vorsitzende Robert Möllers (l.) erläuterte den Ausschussmitgliedern vor Ort die Wünsche des Reit, Zucht- und Fahrvereins.
Der RV-Vorsitzende Robert Möllers (l.) erläuterte den Ausschussmitgliedern vor Ort die Wünsche des Reit, Zucht- und Fahrvereins. Foto: rgs

Die Förderung des Sports und die Unterstützung der Laerer Sportvereine liegen den Kommunalpolitikern des Ewaldidorfes offenbar am Herzen. Der Ausschuss für Jugend, Sport, Schule und Bildung diskutierte am Mittwochabend über den Antrag des Reit,- Zucht- und Fahrvereins Laer über einen Zuschuss in Höhe von 10 000 Euro für die Erneuerung der Bande in der Reithalle. Einstimmig votierten die Fraktionen für die Bereitstellung der Mittel.

Vor der Sitzung im Rathaus informierten sich die Ausschussmitglieder direkt vor Ort. In der Reithalle schilderte Robert Möllers, Vorsitzender des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Laer, die Situation: „Die Bande stammt noch aus den 60er Jahren. Sie ist viel zu niedrig und entspricht in keiner Weise den heutigen Ansprüchen. Wegen des Alters sind die Aufhängungen durchgerostet und das Holz ist marode.“ Eine Erneuerung sei dringend erforderlich, da die Bande Verletzungsgefahren für Reiter und Pferde berge.

„Sicherheit hat für uns oberste Priorität“, betonte Möllers. Dies gelte insbesondere, da die große Reithalle auch intensiv von jungen Nachwuchsreitern mit ihren Ponys genutzt werde. Außerdem entspreche die Sicherheitsbande nicht mehr den Turnierbestimmungen, erklärte der Vorsitzende weiter, dass der Verein pro Jahr zwei große Turniere ausrichtet. Der Rv sei bereits abgemahnt und müsse schnell aktiv werden, sonst sei das Turnier im Oktober gefährdet.

Die neue Bande soll 1,20 Meter hoch sein und wird aus gehobelten Fichtenbrettern gefertigt. Notwendig sind auch zwei Banden-Schiebetore. Die Kompletterneuerung durch eine Fachfirma wird den 290 Mitglieder starken Verein rund 15 000 Euro kosten. Die Summe konnte niedrig gehalten werden, da die Reiter selbst Hand anlegen wollen. „Wir werden die alte Bande demontieren, die Verkleidung im Bereich der Zuschauertribüne übernehmen und ebenso den Anstrich“, berichtete Möllers.

Die angekündigte Eigenleistung der Reiterschaft stieß im Ausschuss auf Anerkennung. Grundsätzlich äußerte niemand Bedenken hinsichtlich des Zuschusses von 10000 Euro. Angesichts der schwierigen gemeindlichen Haushaltslage soll das Geld aber erst in 2018 zur Verfügung gestellt werden. Die Finanzierung erfolgt über die sogenannte Sportpauschale.

Nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz erhalten die Kommunen jährliche pauschale Zuwendungen zur Erfüllung ihrer Aufgaben im Sportbereich. Die Verwendung dieser Gelder ist beschränkt und darf nur der „Förderung des allgemeinen Sportstättenbedarfs“ dienen. Darunter fallen auch Erneuerungs-und Modernisierungsmaßnahmen. Die Kommunen können die Mittel der Sportpauschale auch an Dritte, zum Beispiel Vereine, weiterleiten.

Laer erhält jährlich eine Sportpauschale in Höhe von 40 000 Euro. Eine kleinere Summe aus der Sportpauschale wurde für den Reit-und Fahrverein Laer bereits bewilligt. Damit soll die Beleuchtung in der kleinen Reithalle und den Stallgassen auf Energie sparenden LED-Technik umgestellt werden.

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