„Bares für Rares“ live
Rente und Porsche bleiben ein Traum

Laer -

Nicht im Fernsehen, sondern auf dem Rathausplatz in Laer erlebten die Besucher im Rahmen der „Schwanentaufe“ eine Raritätenschätzung live mit dem Antiquitätenhändler Daniel Meyer, der vielen aus der ZDF-Trödel-Show „Bares für Rares“ bekannt ist. Auf dem Podium stellte Steinfurts WN-Redaktionsleiter Axel Roll den Experten und seine Arbeit vor.

Sonntag, 27.08.2017, 19:00 Uhr
Viele Besucher verfolgen die Vorstellung von Daniel Meyer und seine Raritäten-Schätzung auf dem Rathausplatz.
Viele Besucher verfolgen die Vorstellung von Daniel Meyer und seine Raritäten-Schätzung auf dem Rathausplatz.

Ein Essen mit der Familie müsste drinsitzen. Die frühzeitige Rente oder ein Porsche dürften für Tobias Frenker vorerst aber wohl ein Traum bleiben. So ist der „Monet“ der Schwiegermutter kein echter und das mehrteilige Kaffeeservice aus dem elterlichen Haushalt bringt ebenfalls keine Millionen ein. Schade für den Gastronom, aber besser für die Laerer Bevölkerung, bleibt „Haus Veltrup“ ihr unter diesen Umständen auch weiterhin erhalten.

Nicht nur die Wunschvorstellung des Initiators der „Schwanentaufe“, sondern auch die zahlreicher anderer Bürger zerplatzen am Sonntag während der Raritäten-Schätzung mit Daniel Meyer auf dem Rathausplatz wie Seifenblasen. Mit viel Sachverstand aber auch Feingefühl macht der Händler aus „Bares für Rares“ den meisten Besuchern klar, dass ihre Schätzchen mehr einen individuellen, aber keinen großen finanziellen Wert haben. Dabei bleibt der Experte beneidenswert ruhig und gelassen, obwohl ihm die Gäste mit ihren Bildern, Porzellansammlungen, Schmuck, Spielzeugen und anderen historischen Stücken dicht auf die Pelle rücken. Immerhin haben sie vorher Schlange gestanden, um die Meinung des studierten Kunsthistorikers einzuholen. Der 44-jährige Wahl-Laerer hat versprochen, zu bleiben, bis das letzte „Mitbringsel“ begutachtet ist.

Kaffeeservice der Großtante

Zuvor hat sich die Fern­seh-Berühmtheit den Fragen von Axel Roll auf der Bühne gestellt. Der Lokaljournalist hat sich zunächst davon vergewissert hat, dass alle Zuschauer die ZDF-Trödel-Show „Bares für Rares“ kennen. So gehen nur zwei Hände in die Luft, als der Leiter der WN-Lokalredaktion Steinfurt fragt, wer die Sendung nicht kennt. Ansonsten scheinen fast alle im Plenum Fans von Ludwig, Fabian, Waldi und Co zu sein. Zu diesen ist Daniel Meyer nicht gestoßen, weil er sich etwa um den Händler-Posten beworben hat, sondern weil die Leute vom TV ihn gefragt haben. Und weil ihm gleich der erste Dreh vor fünf Jahren viel Spaß gemacht hat, ist er bis heute dabei geblieben.

„Es ist jedes Mal wieder spannend“, meint er zum Erfolgsrezept, was das Format nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für ihn interessant macht.

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Nein, es sei nichts getürkt, meint er auf die Frage von Axel Roll, ob bei der Sendung denn alles echt sei. Das zeigt sich auch bei der anschließenden Schätzung an einem Stand neben der Bühne, der dicht umlagert ist. Als ihm ein altes Spiel angeboten wird, greift Daniel Meyer in seine rechte Hosentasche und zückt 35 Euro. In der linken Hosentasche befinden sich die 100-Euro-Scheine hat er dem Publikum von der Bühne im Gespräch mit Axel Roll verraten. Von dort demonstriert der Gast auch, wie er was schätzt und nach welchen Gesichtspunkten er dabei vorgeht. So schaut der Experte sich beim Bild der Familie Frenker erst einmal den Keilrahmen an, der wiederverwendet worden ist. Zudem stimmt die Farbgebung nicht.

„Es ist auch keine gute Kopie“, lautet das abschließende Urteil des Fachmanns, der bedauert „Tobi“ nichts anderes sagen zu können. Auch der Wert des mitgebrachten Kaffeeservice der Großtante von Frenkers Mutter ist keine Millionen wert. Da tröstet die Vorstellung einen der Matadore von „Bares für Rares“ persönlich erlebt zu haben. „Das ist besser als im Fernsehen“, meinen am Ende viele von denen, die live dabei gewesen sind. . .

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