Nachhaltige Lösung gewünscht
 Rathausteich muss saniert werden

Laer -

Dass sich etwas tun muss, um die Wasserqualität des Rathausteiches zu verbessern und dann dauerhaft zu halten, darüber waren sich Verwaltung und Politiker am Mittwochabend einig.

Donnerstag, 14.09.2017, 17:40 Uhr aktualisiert: 19.09.2017, 10:40 Uhr
Dipl.-Ing. Hans-Georg Flick stellte im Ausschuss zwei Sanierungsmöglichkeiten für den Rathausteich vor. Der Politiker bevorzugt ein Belüftungsverfahren, dass kostengünstiger und nachhaltiger ist, so der Fachmann.
Dipl.-Ing. Hans-Georg Flick stellte im Ausschuss zwei Sanierungsmöglichkeiten für den Rathausteich vor. Der Politiker bevorzugt ein Belüftungsverfahren, dass kostengünstiger und nachhaltiger ist, so der Fachmann. Foto: Anke Sundermeier

Eine zunehmende Algenblüte und auch eine unzureichende Wasserdurchfluss-Geschwindigkeit verschlechterte zuletzt die Wasserqualität und machte den Fischen das Leben schwer. Im Ausschuss stellte nun Dipl.-Ing. Hans-Georg Flick zwei Sanierungsmöglichkeiten vor. „Der Rathausteich liegt im Hauptschluss des Ewaldibaches, der den Dorfteich speist und in nördlicher Richtung abfließt. Somit landet auch alles, was der Bach mitbringt, im Dorfteich“, so Flick. All das sedimentiere dann im Teich und lagere sich dort ab. Mit der Konsequenz einer fast geschlossenen Decke aus Organik.

Aufgrund der schlechten Sauerstoffzufuhr haben die Wasserproben gezeigt, dass bei einer Auskofferung des Teiches rund 1000 Kubikmeter abgetragen werden müssten. Hinzu komme, dass der Bodenaushub aufgrund der Sulfat und Schwefelkonzentration so belastet sei, dass er nur auf einer Sonderdeponie entsorgt werden könne. Diese Entschlammungsmaßnahme beliefe sich bei der mechanischen Sanierung auf rund 140 000 Euro. Die höchsten Kosten stellen dabei der Aushub mit 45 000 Euro und die Entsorgung mit 36 000 Euro dar.

Kostengünstiger sei die biologische Sanierung mit rund 60 000 Euro. Hier werde ein Belüftungssystem  (15 000 Euro) im Teich installiert. Parallel mit dieser sogenannten linearen Teich-Belüftung müsse unterstützend und zur schnellen Veränderung des sauerstoffarmen Bereiches einmalig sauerstoffangereichertes Wasser in die tiefen Sedimentschichten injiziert werden. Das erfordere einmalige Aufwendungen in Höhe von etwa 19 000 Euro. „Mit dieser Variante kann eine dauerhaft gute Wasserqualität erreicht werden“, so der Fachmann. Bei dieser Methode sinkt ein Schlauchsystem in den Schlamm ein. Mittels eines Kompressors werde ab Mai bis in den Herbst eine Teichbelüftung sichergestellt, was eine dauerhaft gute Wasserqualität nach sich ziehe.

Der Ausschuss beschloss das Thema biologische Sanierung in der nächsten Sitzung abschließend zu beraten, wenn das Ingenieurbüro Informationen zur Abbaumenge, möglichen personeller Eigenleistungen, Folgekosten und der Notwendigkeit der Sauerstoffimpfung vorlegt. Die Ergebnisse sollen in die Haushaltsberatungen für 2018 einfließen.

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