Ergiebiger Austausch
Auf den Spuren der ersten Siedler von Marseille

Laer -

Unterhaltsam und informativ war der Weinabend des Freundeskreises Guènange, zu dem Vorsitzender Bernhard Potthoff zahlreiche Gäste im Haus Rollier begrüßen konnte. Positiv fiel seine Bilanz über die bisherigen Aktivitäten, wie beispielsweise der Kursus „Französisch Kochen“ und die Vorbereitungen des Partnerschaftstreffens aus, das vom 14. bis zum 16. September anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Freundschaft geplant ist.

Freitag, 16.03.2018, 07:00 Uhr
Annette Hagemann (r.) und Archäologin Ute Luise Dietz (2.v.r.) sprachen über die Höhlenkunst in Frankreich und zum Thema „Auf den Spuren der ersten Siedler von Marseille“.
Annette Hagemann (r.) und Archäologin Ute Luise Dietz (2.v.r.) sprachen über die Höhlenkunst in Frankreich und zum Thema „Auf den Spuren der ersten Siedler von Marseille“.

Aus Frankreich werden 45 Gäste und aus Badersleben 50 Besucher zu diesem Wochenende erwartet. Für sie werden noch 25 Betten in Privatquartieren gesucht. Eine Elsässer Trachtengruppe aus Guénange wird Tänze präsentieren und aus Badersleben werden eine Modenschau und ein Frauenchor das Programm des Wochenendes bereichern, hieß es in der Runde.

Ein besonderer Willkommensgruß galt an diesem Abend der Archäologin Ute Luise Dietz, die zur beeindruckenden Höhlenkunst in Frankreich, und Annette Hagemann, die anknüpfend an den vorherigen Weinabend „Auf den Spuren der ersten Siedler von Marseille“ berichteten.

Bedeutend ist die Cosquer-Grotte, 37 Meter unter dem Meeresspiegel, südöstlich von Marseille gelegen. Sie wurde 1985 entdeckt bei einem Tauchgang durch Henri Cosquer. Der Eingang der Höhle lag zur Zeit der Nutzung 80 Meter über dem Wasserspiegel. Der Meeresspiegel stieg durch das Abtauen der Polklappen stark an. Nach mehreren Tauchgängen wurden die Höhenmalereien und -zeichnungen der Steinzeitmenschen in den nicht gefluteten höher liegenden Teilen der Höhle entdeckt, die 19 000 bis 27 000 Jahre alt sind. Sie zeigen Fische, Pferde, Riesenalgen und andere Meeresvögel und besitzen bereits eine beeindruckend hohe künstlerische Qualität, führte Ute Luise Dietz aus. Die Neandertaler hätten wohl die mit Abstand älteste bekannte Höhlenkunst geschaffen. Sie stammten vermutlich aus den Anfängen der Steinzeit, als weite Teile Europas noch mit Gletschern überzogen waren, so die Archäologin.

Eine Legende besagt, dass Marseille 600 vor Christus von der Liebe gegründet worden ist, als die Ligurin Gyptis und der Grieche Protis dort heirateten und Griechen und Kelten gemeinsam die Siedlung „Massalia“ gründeten. Auch später konnte Marseille seine Stellung als wichtigster Hafen im westlichen Mittelmeer behaupten. Mit dem Hinweis „Noch heute wird in Marseille gerne gesiedelt“, schloss Annette Hagemann mit einigen touristischen Bildern dieser an Geschichte reichhaltigen Hafenstadt ihren interessanten Bericht.

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