Zügiges Handeln gefordert
Hohe Nachfrage schafft Zeitdruck

Laer -

„Nur die gemeinsame Bebauungsplanung der Flächen ‚Freisenbrock III‘ und ‚Freisenbrock IV‘ ist für die Gemeinde wirtschaftlich optimal“, bekräftigte Bürgermeister Peter Maier im jüngsten Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Dorfentwicklung, Tourismus und Marketing. Deshalb werde er dem Rat die Aufstellung eines einzigen Bebauungsplanes für das gesamte Gelände vorschlagen.

Mittwoch, 21.03.2018, 19:00 Uhr aktualisiert: 23.03.2018, 16:27 Uhr

Bauplätze werden in Laer dringend gebraucht – das ist unstrittig. Strittig ist aber, in welcher Reihenfolge die Flächen erschlossen werden sollen und in welchem Zeitraum das möglich ist. „Nur die gemeinsame Bebauungsplanung der Flächen ‚Freisenbrock III‘ und ‚Freisenbrock IV‘ ist für die Gemeinde wirtschaftlich optimal“, bekräftigte Bürgermeister Peter Maier im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Dorfentwicklung, Tourismus und Marketing. Deshalb werde er dem Rat die Aufstellung eines einzigen Bebauungsplanes für das gesamte Gelände vorschlagen.

Erst kürzlich hatten die Mitglieder des Bauausschusses einstimmig dafür votiert, zunächst nur einen Bebauungsplan für das Gebiet „Freisenbrock III“ aufzustellen (wir berichteten). „Ich bin jetzt irritiert. Warum haben sie, Herr Maier, sich denn trotz Nachfrage nicht im zuständigen Fachausschuss geäußert?“, so Elke Schuchtmann-Fehmer (Grüne). Während der Sitzung des Bauausschusses hätte der Bürgermeister dadurch den Eindruck erweckt, dass er keine abweichende Meinung habe.

Laut Sachstandsbericht des Bürgermeisters liegt die Nachfrage nach Bauplätzen derzeit bereits bei etwa 60 Parzellen. Der Bereich Freisenbrock III biete aber nur etwa 20 Parzellen, abzüglich der Flächen für den Neubau des Kindergartens. Der deutlich größere Bereich sei Freisenbrock IV mit zirka 90 Parzellen. Um die aktuelle Nachfrage zu befriedigen, sei eine zügige Erschließung des gesamten Gebietes nötig.

„Die übliche Verfahrensdauer liegt bei sechs Monaten nach einem Ratsbeschluss“, definierte Maier den Zeitrahmen. Eine separate Aufstellung des Bebauungsplanes für den Bereich Freisenbrock IV führe aber zu einer Verzögerung. „Dadurch würden der Gemeinde mittelfristig hohe Einnahmen entgehen, befürchtet der Bürgermeister. Grundstücksinteressenten könnten in andere Kommunen abwandern. Außerdem könnten durch einen gemeinsamen Bebauungsplan hohe Planungskosten gespart werden.

Über die notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes sowie die Aufstellung der Bebauungspläne Freisenbrock II und IV soll in der nächsten Ratssitzung entschieden werden. Robert Vowinkel (CDU) regte an, die ursprünglich für den 25. April (Mittwoch) vorgesehene Sitzung vorzuziehen: „So sparen wir Zeit und können mit der Erschließung des Gebietes schneller beginnen.“

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