Do., 29.03.2018

Übung fordert die Helfer Extreme Lage fordert die Helfer

Nach einer Kollision ist dieses Fahrzeug metertief hinab auf die „RadBahn“ gestürzt. Mit dieser Situationsbeschreibung sehen sich die Helfer einer Übung konfrontiert.

Nach einer Kollision ist dieses Fahrzeug metertief hinab auf die „RadBahn“ gestürzt. Mit dieser Situationsbeschreibung sehen sich die Helfer einer Übung konfrontiert. Foto: Jens Keblat

Laer - 

Eine besondere Großübung forderte die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Laer und die Helfer des Roten Kreuzes an der „RadBahn“ im Bereich der Altenburg. Dort, so lautete das Szenario, waren zwei Autos kollidiert. Während der eine Wagen gegen einen Baum geschleudert wurde, stürzte der andere metertief auf die „RadBahn“. Die Bergung und Rettung der Unglücksopfer gestaltete sich äußerst schwierig.

Von Jens Kebalt

Spektakuläre Szenen an der „RadBahn“-Strecke: Die Freiwillige Feuerwehr Laer und das Deutsche Rote Kreuz sind zu einer gemeinsamen Gesamtübung ausgerückt. Dabei müssen sich die Einsatzkräfte an verschiedenen Stellen beweisen.

Ein Verkehrsunfall im Bereich Altenburg an der „RadBahn“-Strecke: zwei Autos sind aus ungeklärter Ursache kollidiert, eines wurde infolgedessen gegen einen Baum geschleudert, das andere metertief hinab auf die „RadBahn“-Strecke. Insgesamt drei Personen werden dabei schwer verletzt, teilweise eingeklemmt – viel Arbeit für die Freiwillige Feuerwehr und die Sanitäter vom Deutschen Roten Kreuz.

Es ist eine von vielen Übungen. Wehrleute aus Laer und Holthausen, einmal im Monat trainieren sie gemeinsam, doch dieser Einsatz ist etwas ganz Besondere: „Dieses Szenario ist schon einzigartig für uns“, sagt der stellvertretende Wehrführer Daniel Borgmann. Gemeinsam mit seinen Kameraden Daniel Lengers und Martin Röttgermann hat er sich die komplexe Übungslage ausgedacht, vieles vorbereitet und geplant.

„Wir sind besonders dankbar dafür, dass uns immer wieder schrottreife Autos für unsere Übungen überlassen werden und dass wir hier draußen üben können“, sagt Borgmann. Insgesamt 32 Wehrleute und mehrere Erstversorger-Teams des DRK sind an diesem Abend an den beiden fiktiv verunfallten Autos voll ausgelastet und involviert.

Unter der Einsatzleitung von Dirk Puschmann meistern sie die Herausforderung auch bei nasskaltem Regenwetter gemeinsam. „Wir wollten schon seit längerem wieder zusammen mit dem DRK üben“, so Borgman weiter, der die Zusammenarbeit lobt.

Die Herausforderungen an diesem Abend: der viele Meter tief hinab gestürzte Wagen hängt in der Luft, eine patientenschonende Rettung wird so zum zeitweisen Drahtseilakt. Währenddessen ist die Situation in dem anderen Wagen nochmals komplexer: die Person am Steuer, dargestellt durch eine von zwei an diesem Abend eingesetzte Notfalldarstellerin des DRK-Ortsvereins Emsdetten, hat eine Pfählungsverletzung erlitten, konkret: eine massive Eisenstange hat sich durch ihren Oberkörper und ihren Autositz gebohrt. Längere Zeit vergeht, bis die Wehrleute große Teile der Karosserie des Wagens abgetrennt und die verletzte Person aus ihrer mehr als misslichen Lage befreit haben. Bis dahin gilt es, die Nerven zu bewahren. Doch am Ende gelingt der schwierige Übungseinsatz – alle Personen gerettet.



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