Mi., 18.04.2018

Umstrukturierung „Das tut schon weh“

Ein trostloses Bild: Schon bald werden die Produktionshallen der Farmer Automatic in Laer verwaist sein.

Ein trostloses Bild: Schon bald werden die Produktionshallen der Farmer Automatic in Laer verwaist sein.

Laer - 

Die Konzernleitung begründet die Einstellung der Produktion am Standort von Farmer Automatic (früher Kühlmann) in Laer mit dem Argument „bestehende Geschäfte optimieren“ zu wollen. „Diese Maßnahme unterstützt die Wachstums- und Marktstrategie von AGCO“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens wörtlich. In Zukunft erfolge die Beschaffung des Produktes hauptsächlich im Werk in Bremen und Alabama in den USA, kündigt AGCO an.

Von Sabine Niestert

„Das tut schon weh“, meint ein ehemaliger und langjähriger Mitarbeiter aus dem benachbarten Horstmar, der bereits in Rente ist, zur Hiobsbotschaft, dass die Firma Farmer Automatic (ehemals Kühlmann) die Produktion von Volieren und Haltungssystemen für kommerzielle Eierproduzenten in Laer zum 31. Oktober einstellen wird (wir berichteten).

Inzwischen liegt der Redaktion auch ein Schreiben der Unternehmungsleitung vor, in dem diese betätigt, dass die Produktion vor Ort geschlossen wird.

„Rund 60 Mitarbeiter sind von dieser Maßnahme betroffen“, heißt es in der Pressemitteilung der AGCO Corporation (NYSE: AGCO), die die Farmer Automatic von The Clark Companies im April 2015 übernommen hat.

„Wir versuchen unserer sozialen Verantwortung gerecht zu werden und haben eine Organisation beauftragt, die Mitarbeiter bei der Vermittlung neuer Arbeitsplätze zu unterstützen“, kündigen die beiden Geschäftsführer, Dr. Dieter Zenker, und Christian Dyckerhoff, im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten an. Wie diese Hilfe auf „freiwilliger Basis“ konkret aussieht, können sie allerdings noch nicht sagen.

Die Konzernleitung begründet die „Reorganisation“ von Farmer Automatic mit dem Argument, das „bestehende Geschäft optimieren“ zu wollen. „Diese Maßnahme unterstützt die Wachstums- und Marktstrategie von AGCO“, heißt es in der Pressemitteilung wörtlich.

In Zukunft erfolge die Beschaffung des Produktes hauptsächlich im Werk in Bremen und Alabama in den USA, kündigt AGCO an.

„Produktentwicklung, Projektmanagement sowie Vertriebsinnen- und -außendienst bleiben weiterhin am Standort in Deutschland bestehen“, heißt es in dem Pressetext weiter. Das Team würde von einem kleinen Verwaltungsteam unterstützt.

„Nach heutiger Planung bleiben 20 Mitarbeiter vor Ort“, erklärt Dieter Zenker auf Nachfrage dieser Zeitung.

Die geplante „Reorganisation soll bis Ende November 2018 abgeschlossen sein. „Die Kunden und Händler von Farmer Automatic werden auch in Zukunft durch das Vertriebs- und Projektmanagement in Deutschland unterstützt werden“, erklärt die Unternehmensleitung abschließend in ihrem Schreiben.

„Und was wird nach der Abwicklung aus den Produktionshallen in Laer?“ Die Geschäftsführer zucken mit den Schultern.



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