So., 22.04.2018

Jahreshauptversammlung der Genossen befasst sich mit zahlreichen Themen Auch Farmer Automatic Thema

Die Nachricht, dass die Firma Farmer Automatic die Produktion in Laer zum 31. Oktober 2018 einstellen will, bewegt nicht nur die betroffenen Arbeitnehmer, sondern auch die Kommunalpolitiker.

Die Nachricht, dass die Firma Farmer Automatic die Produktion in Laer zum 31. Oktober 2018 einstellen will, bewegt nicht nur die betroffenen Arbeitnehmer, sondern auch die Kommunalpolitiker. Foto: abi

Laer - 

Während der Mitgliederversammlung beschäftigten sich die Sozialdemokraten mit zahlreichen kommunalpolitischen Themen – von der Übermittags-Betreuung über die Firma Farmer Automatic bis hin zu neuen Wohnbaugrundstücken.

Die Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Laer und Holthausen hatte eine reichhaltige Tagesordnung. Besorgt zeigten sich die Genossen über die Meldung, dass die Firma Farmer Automatic ihren Betrieb in Laer im Herbst aufgeben will und damit über 70 Arbeitsplätze verloren gehen können.

Erfreulich allerdings sei die neuerliche Entwicklung, dass die Firma Wecon, die gerade in Altenberge ein weiteres Werk baut, anbietet, sowohl Auszubildende als auch Facharbeiter, die interessiert sind und die den Anforderungen und den Rahmenbedingungen des neuen Betriebes entsprechen, dort einen neuen Arbeitsplatz finden können. Rikels hofft einer Pressemitteilung der SPD zufolge, dass auch für das Gebäude im Gewerbegebiet recht bald eine zukunftsfähige Lösung gefunden wird.

Marcel Schübner, sachkundiger Bürger, berichtete aus dem Ausschuss für Jugend, Sport, Schule und Bildung über die Erweiterung des Schulgebäudes für die Offene Ganztagsgrundschule, die erst im 2019 umgesetzt werden soll. Unverständnis kam dabei in der Versammlung auf, weil die Politik bereits Ende 2017 einen entsprechenden Beschluss gefasst hatte und schon jetzt abzusehen ist, dass sich zum neuen Schuljahr 2018/2019 mehr als 100 Kinder für eine Betreuung anmelden werden.

„Hier ist höchste Eile geboten, weil es sonst zu Engpässen in der Versorgung der Kinder auch über Mittag kommen wird“, befürchten die Sozialdemokraten, die in ihrer Pressemitteilung eine schnellstmögliche Umsetzung fordern.

Gerrit Thiemann erläuterte die Entwicklung bei den Klimaschutzmaßnahmen. So sollen in den nächsten drei Jahren die Anschaffung eines Elektro-Autos, die Umstellung der Beleuchtung in den gemeindlichen Gebäuden auf LED und die Sanierung der Heizungsanlagen im Zusammenhang mit der Installation von Gebäudeleittechnik durchgeführt werden.

Eine erfreuliche Sache, so Thiemann, weil im Rahmen der Klimaschutzfördermaßnahme die Gemeinde zu den Gesamtkosten von rund 800 000 Euro nur einen Eigenanteil von 80 000 Euro aufbringen muss, den sie aber in den nächsten Jahren durch Einsparung von Energie wieder schnell erwirtschaften wird.

Ein weiteres Thema war die Entwicklung der Wohnbebauung. „Nach Erwerb der Flächen im Freisenbrock für ein neues Wohnbaugebiet gilt es nun, die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, um möglichst schnell in eine Vermarktung zu kommen“, erklären die Genossen.

Martin Püllen, auch sachkundiger Bürger der SPD, berichtete über den Beschluss des Ausschusses für Bauen und Planen, wonach das gesamte Gebiet in zwei Abschnitten geplant und mit einem ersten Abschnitt neben der Hofstelle Lengers begonnen werden soll. In diesem Bereich soll der neue Kindergarten gebaut werden, so dass nur noch maximal 20 Wohnbaugrundstücke zur Veräußerung angeboten werden können.

Da sich mittlerweile 60 Interessenten bei der Verwaltung für einen Kauf gemeldet haben, hält es die SPD für dringend erforderlich, das Planungsverfahren über die gesamte Fläche durchzuführen, um möglichst allen sofort einen Bauplatz anbieten zu können.



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