Di., 24.04.2018

Zukunftsprojekte „Wohnen darf nicht teurer werden“

Im Gespräch mit Lokalpolitikern in Laer: CDU-Bundestagsabgeordneter Marc Henrichmann (Mitte) traf sich mit Robert Vowinkel, Margarete Müller, Bürgermeister Peter Maier und Dr. Reinhardt Nippert (v.l.).

Im Gespräch mit Lokalpolitikern in Laer: CDU-Bundestagsabgeordneter Marc Henrichmann (Mitte) traf sich mit Robert Vowinkel, Margarete Müller, Bürgermeister Peter Maier und Dr. Reinhardt Nippert (v.l.).

Laer - 

Von Innerer Sicherheit über die Förderung des Glasfaserausbaus bis hin zur Ärzteversorgung und zur Verkehrspolitik reichten die Themen beim Antrittsbesuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann bei Laers Bürgermeister Peter Maier. Mit dabei im Rathaus waren auch die CDU-Fraktionsvorsitzende Margarete Müller, ihr Stellvertreter Robert Vowinkel und der UBG-Fraktionschef Dr. Reinhardt Nippert.

Weit überwiegend gelungen ist die Integration der Flüchtlinge in Laer. „Dazu trägt bei, dass die neuen Bürger mitten im Ort gemeinsam mit den Alteingesessenen wohnen“, stellte Margarete Müller fest. Parallelgesellschaften gebe es nicht, Konflikte lösten Verwaltung, die vielen ehrenamtlichen Helfer und die Flüchtlinge gemeinsam.

„Die Herausforderung ist dennoch weiterhin riesig“, erklärte Henrichmann. Der CDU-Politiker könne den geplanten „AnKER“-Zentren žeiniges abgewinnen“, wie er sagte. Dort sollen nach den Plänen der großen Koalition die Flüchtlinge ankommen, dort werde auch geprüft, ob sie in ihre Heimatländer zurückkehren müssen oder auf die Städte und Gemeinden verteilt werden. Diese müssten dann nur noch Menschen mit Bleibeperspektive aufnehmen, was sie deutlich entlaste

Der Aspekt der Entlastung war dem Bundestagsabgeordneten besonders wichtig: „Wir brauchen leistungsfähige Kommunen“, unterstrich der Christdemokrat. Deshalb müsse die Grundsteuer, die nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vor einer Reform steht, auch weiterhin eine auskömmliche Finanzquelle der Städte und Gemeinden bleiben. Genauso klar ist für das Mitglied des Innenausschusses aber auch: „Wohnen darf nicht teurer werden“.

Voran schreitet in Laer der Glasfaserausbau, für die der Ort 4,2 Millionen Euro Bundesmittel erhalten hat. Allerdings fielen Haushalte, die bereits mit einer Übertragungsrate von 30 MBit versorgt werden, aus der Förderung heraus, erklärte der Bürgermeister. Mit Vectoring lassen sich solche Werte erreichen, doch diese Technik ist aus Sicht von Henrichmann veraltet: „Die MBit-Vorgaben sollten aufgehoben werden, denn nur Glasfaser ist der Zukunftsstandard“. Den fördert der Bund in dieser Legislaturperiode mit zehn Milliarden Euro.

Eine günstige Lösung schwebt den Politikern in Laer für den Schwerlastverkehr im Ortskern vor. Zwischen Darfeld und der Umgehungsstraße in Horstmar gebe es bereits eine geeignete Alternativstrecke. „Die sollte deutlicher ausgeschildert werden“, wünschte sich Margarete Müller.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5683508?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686834%2F