Mi., 23.05.2018

Konflikte auf der RadBahn Unliebsame Begegnungen

Rainer Krautwurst und Angelika Kopfinger spazieren mit ihren Hunden Tom und Maß gerne über die „RadBahn“. Sie klagen über unangenehme Begegnungen mit einigen Radfahrern und wünschen sich mehr Rücksichtnahme von allen Nutzern.

Rainer Krautwurst und Angelika Kopfinger spazieren mit ihren Hunden Tom und Maß gerne über die „RadBahn“. Sie klagen über unangenehme Begegnungen mit einigen Radfahrern und wünschen sich mehr Rücksichtnahme von allen Nutzern. Foto: Detlef Held

Laer/Horstmar - 

Spaziergänger und Pedaltreter geraten auf der RadBahn schon mal aneinander. Von unliebsamen Begegnungen mit Radfahrern berichten die Eheleute Rainer Krautwurst und Angelika Kopfinger aus Laer, die gerne mit ihren Hunden Tom und Max dort unterwegs sind. Sie klagen über Beschimpfungen und fordern mehr Rücksichtnahme aller, die auf dem Radweg unterwegs sind.

Von Detlef Held

„Ist die RadBahn für Fußgänger verboten?“ Das fragen sich seit geraumer Zeit die Eheleute Rainer Krautwurst und Angelika Kopfinger aus dem Ewaldidorf. Beide nutzen fast täglich die Strecke in Laer zum Spaziergang mit ihren beiden Sennerhunden Tom und Max. „Die leinen wir natürlich an, schon weil es für die Tiere, aber auch für die Radfahrer sonst durchaus gefährlich ist“, betonen die Tierfreunde. Doch das hindere so manchen Radler nicht daran, sie zu beschimpfen und manchmal sogar zu bedrohen, klagt das Paar.

„Hier habt ihr Blödmänner nichts zu suchen“, schildert Rainer Krautwurst nur eine der zahlreichen Anfeindungen, mit denen seine Frau und er leben müssen. Doch in der vergangenen Woche blieb es nicht nur bei verbalen Beschimpfungen. Wie die Hundebesitzer berichten, näherte sich ein älteres Ehepaar mit E-Bikes, ohne sich durch Klingelzeichen bemerkbar zu machen.

Krautwurst sprach die beiden an. Der Mann stoppte, drehte sich mit dem Fahrrad um und fuhr einen der Hunde an. Zudem zeigte er den Fußgängern den Stinkefinger und radelte dann schimpfend davon, so die Spaziergänger.

„Da ist mir die Hutschnur geplatzt und ich wollte schon eine Anzeige erstatten. Aber das hat wohl wenig Sinn, denn ich wusste ja nicht, wo der Radler herkommt“, erklärt Krautwurst.

Über Beschimpfungen der übelsten Art klagt auch seine Ehefrau, die – wie sie im Gespräch mit dieser Zeitung betont – niemanden im Weg war, dicht am Rand spazierte und die Hunde eng an der Leine führte. „Das mache ich schon aus Selbstschutz, denn wenn die Pedelec- oder sogar die Radrennfahrer vorbeiflitzen, kann einem ja angst und bange werden“, verdeutlicht Angelika Kopfinger die Problematik.

Dieses Verhalten sei auf jeden Fall nicht zu entschuldigen, sagen die Eheleute, die sich nicht vertreiben lassen wollen. „Die RadBahn ist doch wirklich groß und breit genug. Wenn alle ein bisschen Rücksicht auf andere nehmen, kann man doch jedes Problem vermeiden“, appelliert Krautwurst an alle Nutzer der Strecke, egal, ob Radler oder Fußgänger.



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