Fr., 01.06.2018

Großübung der Freiwilligen Feuerwehr Laer Kellerbrand fordert die Helfer

Mit tragbaren Leitern retten die Feuerwehrleute zwei Personen über den Balkon. Dabei müssen die Helfer auf die Drehleiter aus Borghorst verzichten.

Mit tragbaren Leitern retten die Feuerwehrleute zwei Personen über den Balkon. Dabei müssen die Helfer auf die Drehleiter aus Borghorst verzichten. Foto: Jens Keblat

Laer - 

40 Frauen und Männer der Löschzüge Laer und Holthausen haben im Freisenbrock geübt. Weil es im Ewaldidorf zahlreiche Mehrfamilienhäuser gibt, müsen die Helfer für solche Brandeinsätze gut gerüstet sein. Da muss jeder Handgriff sitzen. Organisiert und inszeniert hatten die beiden Feuerwehrmänner Marco Spatschil und Daniel Lengers diese Übung.

Von Jens Kebalt

Ein Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus, Menschenleben in Gefahr – Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr: Rund 40 Frauen und Männer der Löschzüge Laer und Holthausen rückten jetzt zu einer Übung am Freisenbrock aus.

Von der Küche, über beschädigte Kabel bis hin zum Keller: In einem Mehrfamilienhaus gibt es zahlreiche Brandquellen, die für seine Bewohner schnell gefährlich werden können. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Helfer im Ernstfall wissen, worauf es ankommt, wenn das Treppenhaus bereits verraucht ist und der zweite Rettungsweg noch geschaffen werden muss. Da muss jeder Handgriff sitzen.

Organisiert und inszeniert hatten die beiden Feuerwehrmänner Marco Spatschil und Daniel Lengers diese Übung. Die angenommene Lage: Zwischen den Waschmaschinen und Trocknern im Keller ist es zu einem Brand gekommen. Die Rauchentwicklung ist enorm und vor allem gefährlich für Leib und Leben. Der dichte, giftige Rauch zieht durch den Keller rasch bis ins Treppenhaus und erreicht bereits nach wenigen Minuten die oberen Geschosse.

Erst als ein Rauchmelder Alarm schlägt, wird die Meldekette für die Wehrleute in Gang gesetzt. Zwar sind die Helfer schnell vor Ort, doch durch das Treppenhaus schafft es nun niemand mehr ohne Atemschutz. Zwei Menschen können die Wehrleute noch so aus dem Rauch retten.

Eine bewusstlose Person wird mit Hilfe einer sogenannten Brandfluchthaube aus dem Haus herausgeführt. Weitere zwei Personen müssen mit tragbaren Leitern über die Balkone an verschiedenen Hausseiten gerettet werden.

Eigentlich hatten die Kameraden aus Laer dafür auf die Unterstützung der Drehleiter aus Steinfurt-Borghorst gehofft und sie auch tatsächlich für dieses Übungsszenario angefordert. Doch weil kurzfristig Personal ausgefallen ist, entfällt die nachbarschaftliche Hilfe kurzerhand und so haben die rund 40 Frauen und Männer um Einsatzleiter Conrad Gerdes schnell alle Hände voll zu tun.

„Insgesamt waren wir mit dem Ergebnis zufrieden“, sagt Daniel Lengers in einer späteren Nachbetrachtung. Bei den Bewohnern habe diese Übung einen wohl bleibenden Eindruck hinterlassen. Lengers: „Vielen Dank an die super Bewohner vom Freisenbrock 18 und den Hauseigentümer. Ohne sie wäre diese Übung nicht möglich gewesen.“ Es sind nur ein paar Kleinigkeiten, aus denen man jetzt gelernt habe und die man in einem realen Fall anders machen würde, sagt Lengers, wie etwa die Aufstellung der verschiedenen Einsatzfahrzeuge.

Doch für den Ernstfall, den sich so niemand wünscht, sind jetzt alle gut gerüstet.



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