Mo., 04.06.2018

Jugendfeuerwehren rüsten sich Nachwuchs 24 Stunden gefordert

Mit Unterstützung aus Burgsteinfurt und Laer übten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Horstmar. Dabei galt es, verschiedene Aufgaben zu lösen.

Mit Unterstützung aus Burgsteinfurt und Laer übten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Horstmar. Dabei galt es, verschiedene Aufgaben zu lösen. Foto: fn

Horstmar-Leer - 

Im Rahmen eines Berufsfeuerwehrtages übten die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Horstmar und ihre jungen Kollegen aus Laer und Burgsteinfurt. Dabei wurde auch ein realer Einsatz gefahren. Die Burgmannstädter erlebten einen 24-Stunden-Marathon. So begann der Tag für sie mit einem Frühstück und endete erst am nächsten Morgen.

Von Franz Neugebauer

Kein Brand, sondern eine Übung forderte den Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr Horstmar am Samstag in Leer. Dabei fuhren Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht in Richtung Ostendorf-Lochhausen. Am Anwesen der Familie Rottmann probte die Jugendfeuerwehr für den Ernstfall. Unterstützung bekam diese aus Burgsteinfurt und Laer. Die Aktion fand im Rahmen des Berufsfeuerwehrtages statt. Dabei erlebten die jungen Kräfte in einem 24-Stunden-Marathon das Leben eines Berufsfeuerwehrmannes.

Der Tag begann für die Jugendfeuerwehr Horstmar mit einem gemeinsamen selbst hergerichteten Frühstück am Gerätehaus in Horstmar. Gerätekunde war anschließend angesagt. Anschließend musste ein realer Einsatz gefahren werden, der spannend inszeniert war. Auf dem Betriebshof der Firma Reventa ist eine Person unter einem Auflieger eingeklemmt, lautet die Beschreibung der Übungslage. Mit Luftkissen wurde der Auflieger angehoben. Dann wartete schon eine neue Aufgabe auf die Nachwuchskräfte.

„Personen sind auf dem Hof Rottmann in Lochhausen zu Schaden gekommen“, hieß es. Vor Ort fanden die jugendlichen Helfer sie nicht nur verletzte Personen an einem Frontlader, sondern auch noch offenes Feuer. Da ein Holzhaus brannte, bat die Horstmarer Jugendfeuerwehr die Nachbarwehren um Hilfe. Es dauerte nicht lange, da waren auch schon die Jugendfeuer Laer mit einem Tanklöschfahrzeug und die Jugendfeuerwehr Burgsteinfurt mit einem Löschfahrzeug vor Ort.

Die Wasserversorgung erwies sich als schwierig, denn es musste eine 360 Meter lange Schlauchverbindung hergestellt werden. Die Jugendlichen meisterten diese Aufgabe mit Bravour. „Es war schon schweißtreibend“, bekannte Lukas Kleimann Börger von der Jugendfeuerwehr Horstmar.

Wehrführer Frank Burrichter, der zusammen mit seinem Stellvertreter Tobias Berkenharn die Übung beobachtete, lobte den Nachwuchs. „Ich bin begeistert von der hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten und dem Einsatzwillen der Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren“. Sein besonderer Dank galt Hendrik Wüller und Dietmar Wahlers, die nicht nur diese Übung, sondern den gesamten „Berufsfeuerwehrtag“ vorbereitet hatten.

„Es hat Spaß gemacht, mal mit anderen Kameraden zusammen zu üben. Man lernt sich gegenseitig kennen und spürt die Begeisterung für die Feuerwehr“, bekannte Lisa Schäfer.

Für die Jugendfeuerwehr Horstmar war der „Berufsfeuerwehrtag“ allerdings noch lange nicht zu Ende, alle hatten sich auf eine Übernachtung im Feuerwehrgerätehaus eingestellt. Die abendliche Ruhe wurde jäh unterbrochen, als es hieß, es gelte eine vermisste Person im Wald zu suchen. So war denn die Nachtruhe relativ kurz, denn am Sonntagmorgen hieß es bereits um sieben Uhr wieder „Wecken“.



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