Mo., 11.06.2018

Kinder- und Jugendkonferenz Der Nachwuchs will mitreden

Diplom-Sozialpädagogin Sonja Mester (2.v.l.) und die Studentinnen freuten sich über den guten Rücklauf der Fragebögen.

Diplom-Sozialpädagogin Sonja Mester (2.v.l.) und die Studentinnen freuten sich über den guten Rücklauf der Fragebögen. Foto: Annegret Rose

Laer - 

„Was wünschen sich Kinder und Jugendliche von ihrer Heimatgemeinde Laer.“

Von Annegret Rose

Kinder sollen und wollen Mitsprache in ihrer Gemeinde. Das ist längst bei der Politik und Verwaltung angekommen. Allerdings erfolgt als Reaktion oft der bekannte Einwand der Bezahlbarkeit von Wünschen. Doch am Sonntag ging es in Laer erst einmal darum, Vorstellungen so konkret wie möglich zu formulieren. Deshalb hatte Bürgermeister Peter Maier auch keine Chance, Bedenken zu äußern. Vielmehr freute er sich über den Eifer der jugendlichen Besucher im Alter von sechs bis 14 Jahren, die der Einladung der Gemeinde und des Kreises Steinfurt zur Kinder- und Jugendkonferenz in die Werner-Rolevinck-Schule gefolgt waren.

Vorausgegangen war eine Fragebogenaktion des Kreises Steinfurt, die sich an 700 Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 21 Jahre gerichtet hatte (wir berichteten). „Der Rücklauf war ermutigend, es sind 200 Fragebögen zurückgekommen, die breit gefächert in den Altersgruppen liegen,“ bestätigte Sonja Mester, Diplom Sozialpädagogin vom Jugendamt des Kreises Steinfurt.

Das Projekt „Jugendgerechte Kommune“ soll durch den Fragebogen ermitteln, wie es um die Zufriedenheit des Nachwuchses in der Gemeinde steht. Hinterfragt werden sollte auch die Mobilität von Jugendlichen.

Wie viel Attraktivität kann eine Gemeinde bieten, damit die jungen Menschen nach der Ausbildung wieder in ihrer Region heimisch werden? Dazu ist eine breite Beteiligung der Jugendlichen in Parlamenten, speziellen Jugendsprechstunden und weiteren Gremien in Kommunen nötig, damit die Umsetzung von Plänen gelingt.

Gegen Ende dieses Jahres, so berichtete Mester, laufe dieses Projekt aus, allerdings wollen die Laerer weiter an dem Thema „Jugendgerechte Kommune“ arbeiten.

Ein Team von vier Studentinnen der Universität Osnabrück unterstützt Sonja Mester bei der Arbeit. Das Quartett war auch am Sonntag vor Ort. Mit ausgesuchten Fragen, wie „Stell Dir vor, Du bist Bürgermeister. . .“ sollten die Teilnehmer Wünsche äußern, die Laer für diese Altersgruppe interessanter machen.

Eine Aussage zeigte beispielsweise, wie wichtig das Gefühl der Gemeinsamkeit für den Nachwuchs ist. „In Laer soll es einen großen, zentralen Spielplatz am Bach mit interessanten Angeboten geben“, lautete eine weitere Wunschvorstellung. Zudem baten die jungen Besucher um Möglichkeiten, per Bus zu den Schwimmbädern nach Steinfurt zu gelangen.

Als jetzige Lieblingsplätze zeigten die Teilnehmer hauptsächlich ihre Fotos von Plätzen auf dem Schulhof der Grundschule.

In der Diskussion konnten die Kinder und Jugendlichen auch Dinge benennen, die ihnen am Ewaldidorf nicht so gut gefallen. Alle Antworten zu den gestellten Fragen wurden gesammelt. Sie werden, wie die Fragebögen noch ausgewertet und dann der Gemeinde präsentiert.

Zuletzt nahm der Bürgermeister noch die Rolle der Glücksfee ein und zog Lose. Die Gewinner werden benachrichtigt.

Alle Kinder und Jugendlichen, die an diesem Sonntagnachmittag mitgearbeitet hatten, bekamen als Dankeschön einen Eis-Gutschein und einen Rucksack. Mitgestalten lohnt sich.



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