Di., 12.06.2018

Schwäne haben Nachwuchs Schwäne sind sehr sensibel

Die Jungschwäne auf dem Rathausteich wachsen und gedeihen gut.

Die Jungschwäne auf dem Rathausteich wachsen und gedeihen gut. Foto: Rainer Nix

Laer - 

Mit Laerry ist nicht gut Kirschen essen. Der große Schwan wacht mit Argusaugen darüber, dass niemand den beiden Küken zu nahe kommt. viele interessieren sich für die Schwanfamilie auf dem Rathausteich

Von Rainer Nix

Die Idylle auf dem Rathausteich ist zurzeit perfekt. Höckerschwan „Laerry“ ist stolzer Vater von zwei „Gösseln“, wie die Küken beim Gänsevogel genannt werden. Die flauschigen grauen Vögelchen folgen ihren Eltern, wo immer diese auch hinschwimmen oder -gehen. Laerry wacht mit der Disziplin eines Soldaten darüber, dass keiner seinen Kindern zu nahe kommt. Falls doch, reagiert er mit Drohgebärden und Fauchen, ebenso wie seine gefiederte Partnerin. Die jedoch sieht das Ganze ein wenig entspannter.

Seit dem Jahr 2000 kümmern sich Annegret Schnieder und Bernhard Potthoff um die Schwäne des Teiches. Natürlich sind es heute nicht mehr dieselben wie vor 18 Jahren. Einen haben sie sogar schon einmal mit der Hand großgezogen. „Wir möchten den Spaziergängern nahelegen, gerade jetzt von den Jungschwänen und ihren Eltern Abstand zu halten und sie mit Respekt zu behandeln“, so Schnieder.

Die Schwäne sind sehr sensibel, wenn es um ihren Nachwuchs geht. Es ist auch keine gute Idee, sie mit Brot zu füttern. Haferflocken oder Hühnerfutter seien dagegen kein Problem.

Es ist immer ein besonderes Erlebnis, wenn die statt­lichen Vögel Eier ausbrüten und anschließend ihre Jungen hegen und pflegen. Bedauerlicherweise funktioniert es nicht jedes Mal. „2017 haben die beiden ihr Nest an einer Uferböschung zu sehr in Wassernähe gebaut“, erinnert sich Schnieder. Da rutschte die Brut ins Wasser.

In diesem Jahr klappte es, wenn auch nicht ganz ohne Hindernisse. Ende März, Anfang April war zu sehen, dass der Nestbau auf dem Programm stand. Leider war der Standort nicht wirklich klug gewählt, denn Laerry und seine Gefährtin entschieden sich für einen Platz direkt neben dem Parkplatz. Glück­licherweise konnten sie motiviert werden, sich das Ganze noch einmal zu überlegen. Jetzt befindet sich das Nest im Wasser, direkt an der Mauer des alten Rathausbereiches. Abends ist es immer das Domizil der Schwanenfamilie und von der Brücke des Teiches aus sind sie gut zu sehen.

„Mittlerweile ist es der Bevölkerung ganz wichtig, wie es ihren Schwänen geht“ weiß Schnieder. „Schwäne“, sagt sie, leben übrigens monogam. So bleibt nur noch, den beiden und ihrem Nachwuchs eine gute Zeit auf dem Rathausteich zu wünschen.



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