Mo., 18.06.2018

Richtig teuer Weit über dem Bundesdurchschnitt

Dr. Fritz Jaeckel, Hautgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen weist auf die negativen Konsequenzen der steigenden Hebesätze hin.

Dr. Fritz Jaeckel, Hautgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen weist auf die negativen Konsequenzen der steigenden Hebesätze hin. Foto: IHK Nord Westfalen

Laer - 

Unternehmen in Laer und Tecklenburg müssen in diesem Jahr bei gleichem Gewinn wie im Vorjahr spürbar mehr Gewerbesteuer zahlen als 2017. Die beiden Kommunen sind die einzigen von insgesamt 78 im IHK-Bezirk Nord Westfalen, die ihre Hebesätze für die Gewerbesteuer erhöht haben. Das hat eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen bei den Städten und Gemeinden im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region ergeben

Unternehmen in Laer und Tecklenburg müssen in diesem Jahr bei gleichem Gewinn wie im Vorjahr spürbar mehr Gewerbesteuer zahlen als 2017. Die beiden Kommunen sind die einzigen von insgesamt 78 im IHK-Bezirk Nord Westfalen, die ihre Hebesätze für die Gewerbesteuer erhöht haben. Das hat eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen bei den Städten und Gemeinden im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region ergeben.

In Laer ist der Gewerbesteuerhebesatz von 453 auf 523 Punkte gestiegen. Das ist der zweithöchste Hebesatz im gesamten IHK-Bezirk, hinter Marl mit 530. Nach IHK-Berechnungen muss eine Kapitalgesellschaft (zum Beispiel eine GmbH) mit einem Gewinn von 100 000 Euro in Laer jetzt rund 18 300 Euro an Gewerbesteuer zahlen. 2017 waren es noch rund 15 850 Euro. Das entspricht laut IHK einer Steuererhöhung von 15 Prozent.

In Tecklenburg ist der Hebesatz um 20 Punkte auf 485 angehoben worden. Beide Gemeinden haben Finanzierungsprobleme und befinden sich deshalb in der sogenannten Haushaltssicherung.

IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel hat durchaus „ein gewisses Verständnis“ für Kommunen, die sich in der Haushaltssicherung befinden. Das sei eine schwierige Situation, in der die Gemeinden „häufig gezwungen sind, die kommunalen Steuern zu erhöhen“, sagt Jaeckel, unterstreicht jedoch die Konsequenzen: „Mit steigendem Gewerbesteuerhebesatz sinkt die Attraktivität als Unternehmensstandort“, was grundlegende Auswirkungen auf zukünftige Einnahmen aus der Gewerbesteuer haben könne.

„Die Entwicklung sollte so nicht weitergehen“, erläutert Jaeckel, „daraus kann eine sich selbst verstärkende Abwärtsspirale entstehen“. macht der Hauptgeschäftsführer klar.



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