Di., 19.06.2018

Tolle Aufführung Jagd nach dem Wunschring

Das Pindakaas-Saxophon-Quartett begleitete die Aufführung musikalisch.

Das Pindakaas-Saxophon-Quartett begleitete die Aufführung musikalisch. Foto: Rauner Nix

Laer - 

Die Mädchen und Jungen der Werner-Rolevinck-Grundschule erlebten jetzt ein spannendes Märchen-Musiktheater. Dabei handelte es sich dabei um eine Koproduktion des Pindakaas-Saxophon-Quartetts mit Musikern aus Münster und dem Ruhrgebiet sowie dem Theater „Scintilla“. Als Schauspieler mit viel Humor und Witz glänzten Frank Dukowski und Marcell Kaiser. Für die kleinen Zuschauer war es ein wahrer Genuss.

Von Rainer Nix

Gebannt schauten rund 270 Kinder der Werner-Rolevinck-Schule auf die Bühne. Er war schon ein lustiger Bursche, dieser quirlige Flaschengeist „Flitzmed“, wenn auch auf den ersten Blick ein klein wenig unheimlich. Ganz klassisch wohnte er wider Willen jahrelang in einer Flasche. Ausgerechnet der gelehrte, konservative und etwas steif wirkende Dirigent Franz von Stock öffnet sie. Er kann nicht fassen, dass Rauch herausquillt und sich zu diesem komischen Burschen formt. Nachdem sein hysterischer Anfall ausgeklungen ist, muss er sich wohl oder übel mit dem Orientalen auseinandersetzen.

Was die Mädchen und Jungen an diesem Morgen erleben durften, war ein spannendes Märchen-Musiktheater. Es handelt sich um eine Koproduktion des Pindakaas-Saxophon-Quartetts mit Musikern aus Münster und dem Ruhrgebiet sowie dem Theater „Scintilla“. Als Schauspieler mit viel Humor und Witz glänzten Frank Dukowski und Marcell Kaiser.

„Die Geschichte stammt aus der Feder von Thomas Philipzen, den viele als Kabarett-Multitalent des Storno-Trios Funke-Philipzen-Rüer kennen“, erläuterte Pindakaas-Projektleiter Matthias Schröder. Vier Saxofonisten und zwei Schauspieler standen auf der Bühne.

„Wir bringen Kultur direkt in die Schulen“, so Schröder. Möglich ist das durch Sponsoring, unter anderem durch das NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport. „Die Auftritte in dieser Region werden durch die Kulturstiftung der Kreissparkasse Steinfurt gefördert“, erläuterte der Projektleiter. „Ganz wichtig für uns, denn eine Produktion mit insgesamt sechs Künstlern kostet viel Geld“, fügte er hinzu. Zudem hat der Förderverein der Grundschule einen Teil der Kosten getragen.

„Alla Turca oder der Dirigent und sein Flaschengeist“ ist die Geschichte überschrieben. Einen kleinen Haken hat die Sache mit dem „Dschinn“ allerdings: Das orientalische Wesen kann keine Wünsche erfüllen, was doch das eigentlich das Mindeste wäre. Schuld hat Räuberkönig Klaumoud, der dem gutmütigen Geist irgendwo im Orient seinen „Wunschring“ entwendete. Nicht so ganz freiwillig folgt der Dirigent dem malerischen Fantasiegeschöpf auf einem Teppich, um den Ring zurückzuerobern.

Musik und Handlung sind sensibel aufeinander abgestimmt. Mit dem weltbekannten Anfangsmotiv der fünften Sinfonie Ludwig van Beethovens etwa versucht sich von Stock vor dem Flaschengeist aufzuplustern und ihm Angst zu machen. Zahlreiche klassische Melodien von Johannes Brahms über Wolfgang Amadeus Mozart bis zu Robert Schumann beleben das Spektakel, integriert ist aber auch Weltmusik von Chick Corea und Rabih Abou-Khalil.

Schulen, die noch Interesse haben, eine geförderte Auf­führung des Pindakaas-Saxophon-Quartetts und des Scintilla-Theaters zu bekommen, können sich unter Telefon 01 70/3 12 08 64 oder per E-Mail an Kontakt@Pindakaas melden.



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