Fr., 17.08.2018

Aktion der Landwirtschaftlichen Ortsverbände Blühstreifen helfen Insekten

Der LOV-Vorstand mit den Aktiven der Blühstreifen-Aktion freut sich über das trotz Trockenheit gelungene Projekt.

Der LOV-Vorstand mit den Aktiven der Blühstreifen-Aktion freut sich über das trotz Trockenheit gelungene Projekt. Foto: NIx

LaeR/HOlthausen - 

Die Landwirtschaftlichen Ortsverbände (LOV) Laer und Holthausen haben in diesem Jahr erstmalig ein Zeichen gegen das Insektensterben gesetzt. Sie boten den Bauern in beiden Ortsteilen an, einen „Blühstreifen“ um ihre Maisfelder zu ziehen. Alle waren von diesem Vorschlag angetan und machten mit. Die Beteiligten mussten nur die Fläche zur Verfügung stellen, alles andere erledigten Florian Wallkötter, Jost Hinnemann, Thomas und Hartwig Weßels, Fabian Schürmann und Jannik Schulze Pröbsting. Sie besorgten Saatgut, Schlepper sowie Sämaschine und legten los. Insgesamt fünf Hektar wurden ausgesät.

Von Rainer Nix

Das Thema „Insektensterben“ ist in aller Munde. Berechtigterweise, denn ohne Bienen und Co. stünde es schlecht um die Landwirtschaft und damit um die Nahrungsmittelerzeugung. Die Landwirtschaftlichen Ortsverbände (LOV) Laer und Holthausen haben in diesem Jahr erstmalig ein Zeichen gesetzt. Sie boten den Bauern in beiden Ortsteilen an, einen „Blühstreifen“ um ihre Maisfelder zu ziehen. Alle waren von diesem Vorschlag angetan und machten mit.

Selbst mussten die Landwirte nur die Fläche zur Verfügung stellen, alles andere erledigten Florian Wallkötter, Jost Hinnemann, Thomas und Hartwig Weßels, Fabian Schürmann und Jannik Schulze Pröbsting. Sie besorgten Saatgut, Schlepper sowie Sämaschine und legten los. Insgesamt fünf Hektar wurden ausgesät.

Der gesamte LOV-Vorstand dankte den Aktiven jetzt vor seiner Versammlung in der Altdeutschen Schänke Smeddinck ausdrücklich für ihren Einsatz. Finanziell unterstützte der Verband die Aktion.

„Uns Landwirten wird ja oft vorgeworfen, dass wir unter anderem durch die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln eine Mitverantwortung für das Insektensterben tragen“, sagt Norbert Lengers, Vorsitzender des LOV Laer. „Mit der Aussaat der Blühstreifen setzen wir ein Zeichen dafür, dass uns die Problematik sehr wohl bewusst ist und wir auch gewillt sind, etwas zu tun“, betont er. Die Bevölkerung solle darüber hinaus motiviert werden, selbst Lebensraum und Nahrung für Insekten zu schaffen.

Wer in den letzten Wochen an Laers und Holthausens Maisfeldern entlangfuhr, den begrüßten Sonnenblumen und andere bunt blühende Pflanzen, was auch optisch reizvoll war.

Die lange Trockenheit bedeutete allerdings ein Handicap, viele der „Blüher“ waren nur noch im Juli zu sehen. Bis heute schafften es lediglich die Sonnenblumen, ohne ausreichend Wasser von oben zu überleben. Doch das Wetter lässt sich nun einmal nicht steuern.

„Ich denke, wir werden die Aktion im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder anbieten“, kündigt Norbert Lengers an. Daniel Stegemann, LOV Vorsitzender in Holthausen, pflichtet dem bei. Vielleicht haben die landwirtschaftlichen Ortsvereine und die teilnehmenden Bauern in 2019 ja mehr Glück mit dem Wetter, so dass der Blumenmix dann noch besser zur Geltung kommt.



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