Fr., 14.09.2018

Thema im Schulausschuss „Hildesheimer Bevölkerungsmodell“ soll mehr Klarheit bringen

Laer - 

Als neues Planungsinstrument zur Ermittlung von Bedürfnissen in der Kindertagesbetreuung stellte Claudia Lüke vom Jugendamt des Kreises Steinfurt das „Hildesheimer Bevölkerungsmodell“ während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport, Schule und Bildung vor. Seit 20 Jahren wird dieses für kommunale Planungen eingesetzt.

Von Rainer Nix

Als neues Planungsinstrument zur Ermittlung von Bedürfnissen in der Kindertagesbetreuung stellte Claudia Lüke vom Jugendamt des Kreises Steinfurt das „Hildesheimer Bevölkerungsmodell“ während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport, Schule und Bildung vor. Seit 20 Jahren wird dieses für kommunale Planungen eingesetzt. Bislang erfolgte die Berechnung auf Grundlage der durchschnittlichen Geburtenzahlen vorheriger Jahre einschließlich der Wanderungsgewinne/-Verluste. Problem war die Prognose künftiger Geburtenzahlen und Wanderungsbewegungen. Das neu eingesetzte Modell soll langfristige, kleinräumige Prognosen auf der Grundlage der örtlichen Dateien jedes einzelnen Gebietes der Kommune ermöglichen. Die Prognose der Geburtenzahlen geschieht auf Grundlage der unterschiedlichen, altersspezifischen Geburtenhäufigkeiten der einzelnen Mütter-Jahrgänge.

Jährlich werden die Werte auf Basis der Bevölkerungszahlen zum 31. Dezember aktualisiert. „So“, sagt Lüke, „ist eine frühzeitigere Planung durch Jugendamt, Kommune und Träger möglich.“ Für den Bedarf an Kindertagesstätten (Kita) und Kindertagespflege (KTP) im Kindergartenjahr 2019/2020 ergeben sich für Laer folgende Zahlen: Es werden voraussichtlich für Null- bis Dreijährige 95 Kitaplätze benötigt, des Weiteren 16 KTP sowie 111 Kita & KTP-Plätze. In der KTP stehen zurzeit sechs Tagespflegepersonen mit insgesamt 35 Plätzen zur Verfügung.

Im Zeitraum von 1. August 2005 bis 30. September 2013 wurden 588 Kinder geboren. Für das Betreuungsangebot im Kitajahr 2019/2020 bedeutet das für Laer die Notwendigkeit von 1,5 weiteren Gruppen. Auf Grund des Neubaugebietes werden in den Folgejahren vermutlich zusätzliche Gruppen benötigt, lautete die Prognose im Fachgremium unter Leitung von Margarete Müller.



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