Vivat, Vivat Hildegard Voß Segbert
Wiedersehen mit Weggefährten

Laer -

Ihren 90. Geburtstag konnte am Dienstag Laers Altbürgermeisterin Hildegard Voß-Segbert feiern. Zahlreiche Weggefährten gratulierten der Jubilarin, die beim Empfang der Gäste ganz in ihrem Element war. Sie sei die „älteste Präsidentin in Westfalen“, eröffnet ihr einer der langjährigen Weggefährten aus der Landwirtschaft, der sie sich ihr ganzes Leben lang verbunden gefühlt hat, der Seniorin. „Ein Titel ohne Mittel“, erwidert die Gastgeberin scherzend.

Dienstag, 09.10.2018, 19:00 Uhr
Im Beisein ihrer Tochter Mechthild Wiesmann (2.v.r.vorne) hat Altbürgermeisterin Hildegard Voß Segbert (3.v.r.vorne) zu ihrem 90. Geburtstag am Dienstag zahlreiche Besucher empfangen. Zu den Gästen gehörten unter anderem auch der ehemalige Laerer Gemeindedirektor Dieter Kolvitz (r.) und Bürgermeister Peter Maier (3.v.l.vorne) mit seinen Stellvertretern, Margarete Müller (r.vorne) und Gerrit Thiemann (l.). Foto: Sabine Niestert
Im Beisein ihrer Tochter Mechthild Wiesmann (2.v.r.vorne) hat Altbürgermeisterin Hildegard Voß Segbert (3.v.r.vorne) zu ihrem 90. Geburtstag am Dienstag zahlreiche Besucher empfangen. Zu den Gästen gehörten unter anderem auch der ehemalige Laerer Gemeindedirektor Dieter Kolvitz (r.) und Bürgermeister Peter Maier (3.v.l.vorne) mit seinen Stellvertretern, Margarete Müller (r.vorne) und Gerrit Thiemann (l.). Foto: Sabine Niestert

Als im Sternzeichen der Waage Geborene strebt sie nach Gerechtigkeit und liebt das Schöne. „Flatterhaft und oberflächlich ist sie wirklich nicht“, schmunzelt ihre Tochter Mechthild Wiesmann, dass sie diese Eigenschaften, die ebenfalls „Oktober-Kindern“ anhaften sollen, an ihrer Mutter Hildegard Voß-Segbert nicht erkennen kann. Ganz im Gegenteil, die Altbürgermeisterin von Laer ist beständig und stets verlässlich. Das bestätigen auch ihre Weggefährten, die an diesem Dienstagvormittag zahlreich an den Borgweg 4 gekommen sind, um „Hilde“, wie sie von vielen liebevoll genannt wird, zu ihrem 90. Geburtstag zu gratulieren.

Die Jubilarin hat zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen und ist bei der Begrüßung der Besucher ganz in ihrem Element. So versteht sie es, zu unterhalten und die Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Ob die Frauen aus der Nachbarschaft, die Vertreter des Landvolks, der Landsenioren oder der politischen Gemeinde, die Gastgeberin findet für jeden ein passendes Wort.

Sie sei die „älteste Präsidentin in Westfalen“, eröffnet ihr einer der langjährigen Weggefährten aus der Landwirtschaft, der sie sich ihr ganzes Leben lang verbunden gefühlt hat. „Ein Titel ohne Mittel“, erwidert die Gastgeberin scherzend.

„Herbstkälber gelten als besonders robust und zäh, denn sie haben den ganzen Sommer Zeit, um gut zu gedeihen“, erzählt die Bäuerin, die jahrelang Kühe gemolken hat. Ob das auch für Menschen gilt, die im Oktober geboren sind? Jedenfalls merkt man der gebürtigen Saerbeckerin ihre neun Jahrzehnte kaum an? Oder ist es ihr vielfältiges Engagement, dass sie auch im Geiste jung und beweglich gehalten hat?

Keine Frage, die Seniorin strahlt Lebensfreude aus und hängt sehr an ihrer Familie, zu der vier Enkel und ein Urenkel gehören. Zwei der insgesamt elf Geschwister, von denen „Hilde“ das neunte Kind war, leben noch.

Neben dem Privaten hat die ehemalige Vorsitzende des Landfrauenverbandes Laer/Holthausen und des Kreislandfrauenverbandes Steinfurt/Tecklenburger Land auch noch ein öffentliches Leben. Dass ist natürlich nicht mehr so stark mit Terminen gespickt wie zu ihrer aktiven Zeit als Bürgermeisterin. Doch wenn in Laer Jubiläen anstehen, wie beispielsweise vor kurzem das Freundschaftstreffen zum 15-jährigen Bestehen mit der Partnergemeinde Guénange, ist sie dabei.

Zudem trifft sich die frühere Kommunalpolitikerin und Christdemokratin noch regelmäßig mit den ehemaligen Kreisvorsitzenden des Landfrauenvereins. Die Runde, mit der sie eine lange Wegstrecke gegangen ist, nennt sich „Club 100 minus“, verrät Voß-Segbert. Nicht zu vergessen die Landsenioren und der Austausch mit den Altbürgermeistern des Kreises Steinfurt.

Dass zu ihrem Ehrentag sogar der ehemalige Laerer Gemeindedirektor Dieter Kolvitz persönlich gratuliert, freut die Jubilarin besonders. Als zweiten Überraschungsgast, den ihr die Gemeindeverwaltung schon im Vorfeld angekündigt hat, herzt die Jubilarin ihren Parteikollegen Norbert Surmund. „Das ist ja schon Edelrost, der fast ins Goldene geht“, spielt sie auf sein langjähriges politisches Engagement an. „Die alte Mannschaft", freut sich das Geburtstagskind, dass sogar der frühere Allgemeine Bürgermeister, Reinhard Prosotowitz, gratuliert. „Die Doppelspitze war besser“, befindet Voß-Segbert, sich an die „guten alten Zeiten“ erinnernd. Die Entscheidung, diese abzuschaffen, sei nicht gut gewesen, meint sie.

Glückwünsche im Namen der Gemeinde und des Rates sprechen an diesem Tag auch Bürgermeister Peter Maier sowie seine Stellvertreter Margarete Müller und Gerrit Thiemann aus.

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