Fr., 12.10.2018

Ein neues Gesicht Verstärkung für das Seelsorgeteam

Pater Jinto Antony verstärkt bis Januar 2019 das Seelsorgeteam der Kirchengemeinde Hll. Brüder Ewaldi Laer-Holthausen-Beerlage. Der junge Mann stammt aus Indien.

Pater Jinto Antony verstärkt bis Januar 2019 das Seelsorgeteam der Kirchengemeinde Hll. Brüder Ewaldi Laer-Holthausen-Beerlage. Der junge Mann stammt aus Indien. Foto: hl

Laer - 

Verstärkung hat das Seelsorgeteam der Kirchengemeinde Hll. Brüder Ewaldi Laer-Holthausen-Beerlage durch Pater Jinto Antony bekommen. Der junge Mann stammt aus Indien und absolviert ein Praktikum bei Pastor Andreas Ullrich, der sich über die Unterstützung für das Seelsorgeteam freut. Bis Januar 2019 wird der Ordenspriester vor Ort bleiben.

Von Heinrich Lindenbaum

Pater Jinto Antony freut sich, bei Pastor Andreas Ullrich in der Kirchengemeinde Hll. Brüder Ewaldi Laer-Holthausen-Beerlage sein Praktikum machen zu dürfen. „Ich möchte gerne viele Menschen kennenlernen und mit ihnen ins Gespräch kommen“, erklärt der Inder, der auf eine schöne und lehrreiche Zeit in der Pfarrgemeinde in Deutschland hofft. Als Praktikant unterstützt er das Seelsorgeteam bis Januar 2019. Der junge Mann gehört dem Priesterorden „Heralds of Good News“ an.

Pater Jinto stammt aus Kerala, einem Bundesstatt an der Malabarküste im Südwesten Indiens mit zirka 33,4 Millionen Einwohnern. Mit über sechs Millionen Christen beherbergt Kerala die größte christliche Population aller indischen Bundesstaaten.

Vor 20 Jahren gab es in Indien den Trend vieler junger Menschen, Priester zu werden. „Ich hatte schon als Kind immer den Wunsch, Priester zu werden. Zur Kirche bin ich immer von meiner Großmutter mitgenommen worden. Den zwei Kilometer langen Weg legten wir zu Fuß zurück. Der Priester meiner Heimatgemeinde war mir Vorbild im Hinblick auf seine Freundlichkeit, Frömmigkeit und Hilfsbereitschaft gegenüber den Mitmenschen“, schildert Pater Jinto seine ersten Erfahrungen mit der Kirche.

Nach seinem Abitur im Jahr 2003 ist er in das Priesterseminar nach Andhra Predesh gegangen und hat sich dort elf Jahre auf den Priesterberuf vorbereitet. Geweiht wurde der junge Mann dann 2014.

Im vergangenen Jahr begann er bereits vor Ort mit dem Deutschunterricht und hat jetzt seit seiner Ankunft vor vier Monaten in Deutschland im Borromäum in Münster auch wieder einen Sprachkursus belegt.

„Immer pünktlich zu sein, fällt mir noch ein bisschen schwer. An die Essgewohnheiten habe ich mich schon gewöhnt. Ich bin auch in Deutschland, um hier Land, Leute und auch die Kultur kennenzulernen. Ich fühle mich hier in der Gemeinde gut aufgenommen und fühle mich sehr wohl“, erklärt der Besucher. Mit der Gemeinde Gottesdienst zu feiern, sei etwas besonderes für ihn, so der Ordenspriester, der auch bei der Spendung der verschiedenen Sakramente in der Kirchengemeinde dabei sein und lernen will.

„Heimweh habe ich bisher noch nicht gehabt. Aber ich freue mich dennoch, wenn ich mit meinen Eltern oder meinen zwei Brüdern zu Hause sprechen kann“, erklärt der Pater froh darüber zu sein, dass der Kontakt zu seiner Familie immer möglich ist.



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