Gleich fünf mal in den 18. Stock
Mit 22 Kilogramm 360 Stufen hoch

Laer -

Patrick Belting hat beim 5. LVM-Skyrun“ in Münster mit insgesamt 300 Teilnehmern einen beachtlichen 17 Platz erzielt. Der Laerer Feuerwehrmann ging mit seinen vier Kameraden Egon Vowinkel, Gerrit Vowinkel, Daniel Lengers und Marco Spatschil an den Start. Gleich fünf mal stürmte der junge Mann die 360 Stufen hoch in den 18 Stock. Trainiert hatte das Quartett an der Delbergbrücke.

Mittwoch, 17.10.2018, 17:37 Uhr aktualisiert: 18.10.2018, 16:42 Uhr
Vor dem LVM-Turm in Münster (v.l).: Daniel Lengers, Marco Spatschil, Patrick Belting, Gerrit Vowinkel und Egon Vowinkel. Die Laerer Feuerwehrmänner nahmen erstmals am „5. LVM-Skyrun“ teil.
Vor dem LVM-Turm in Münster (v.l).: Daniel Lengers, Marco Spatschil, Patrick Belting, Gerrit Vowinkel und Egon Vowinkel. Die Laerer Feuerwehrmänner nahmen erstmals am „5. LVM-Skyrun“ teil.

Feuerwehrleute sind wahre Tausendsassas, im Ernstfall müssen sie jeder Situation gewachsen sein. Egon Vowinkel, Gerrit Vowinkel, Patrick Belting, Daniel Lengers und Marco Spatschil von der Freiwilligen Feuerwehr Laer stellten sich am Sonntag einer ganz besonderen Herausforderung. Sie gingen beim „5. LVM-Skyrun“ in Münster an den Start.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Belting erreichte im Feld der 300 Teilnehmer einen beachtlichen 17. Platz. Damit war er auch der Beste unter den Laerer Kameraden. Innerhalb von zwei Minuten und 42 Sekunden schaffte er es, die 18 Stockwerke und 360 Treppenstufen des Münsteraner LVM-Turmes zu bezwingen. Der schnellste aus dem Teilnehmerfeld brauchte eine Minute und 20 Sekunden.

Das Prinzip des „Skyruns“, der übrigens international praktiziert wird, ist simpel. Es geht darum, in Hochhäusern möglichst schnell die Treppen von Erdgeschoss zu Erdgeschoss bis zur Spitze hochzulaufen. Frauen und Männer, ob Sportler oder Feuerwehrleute, alle dürfen sich in diesem Wettbewerb messen. „Dabeisein ist alles“ lautet das Motto.

Wie alles begann: „Einer von uns berichtete, er wolle am Skyrun teilnehmen. Wir glaubten es zuerst nicht, sagten aber, wenn er sich anmelde, würden wir es alle tun.“ So geschah es dann auch.

Vor sportlichem Erfolg steht erst einmal Training. Das absolvierten die Brandschützer an der „Delberg-Brücke“ an der „RadBahn“ in der Altenburg. „Wir trainierten insgesamt dreimal“, berichtet Egon Vowinkel. Zunächst in Sportkleidung, dann in voller Montur. In Münster mussten nämlich alle in Einsatzkleidung antreten – mit Helm, Feuerwehrhose und -jacke, mit Handschuhen und dazu noch dem Atemschutzgerät auf dem Rücken. Das waren insgesamt 22 Kilogramm an Ausrüstung.

Die meisten der Laerer bewältigten die Treppe des Turmes dreimal. Es galt nämlich, nicht nach dem „K.O-System“ als Erster oben anzukommen, es wurde mehrmals gelaufen und der schnellste Durchgang kam in die Wertung. Belting stürmte die Treppenstufen gleich fünfmal hoch und schaffte es damit bis ins Achtelfinale.

„Das schwierigste war natürlich, dass durch die Ausrüstung gesteigerte Gewicht bis in die Turmspitze zu tragen“, sagt Egon Vowinkel. Darüber hinaus geriet der Hitzestau zum Problem, denn die Jacken sind ziemlich dick. Nach dem zwölften Stockwerk wurde es merklich wärmer.

Während die Teilnehmer am Fuße des Turms mit 20 Grad Celsius starteten, waren es ganz oben bereits 26. „Das Schwitzen in den Klamotten macht zusätzlich zu schaffen, dann wird irgendwann mit der Luft schon eng“, so Vowinkel. Doch die Laerer waren solchen Strapazen als echte Feuerwehrleute natürlich gewachsen.

„Wir wollen beim nächsten Mal wieder mitmachen, dann trainieren wir allerdings noch ein bisschen intensiver“, kündigt Daniel Lengers an.

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