„Freisenbrock III“ rückt näher
Bauland ist in Laer Mangelware

Laer -

Das neue Baugebiet „Freisenbrock III“ rückt näher. Die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses stimmten für den vorgestellten Entwurf. Der sieht 33 Grundstücke zwischen 440 und 650 Quadratmetern Größe vor. Das Gebiet liegt zwischen den Bereichen „Wallheckenweg“ und der „Hofstelle Lengers“. Aktuell stehen 40 Bauwillige auf der Interessentenliste der Gemeinde.

Dienstag, 13.11.2018, 16:40 Uhr aktualisiert: 15.11.2018, 07:46 Uhr
 
  Foto: IG Bauen-Agrar-Umwelt

Die gute Nachricht: Laer ist ein attraktiver Wohnort und zahlreiche Menschen möchten hier ihr neues Zuhause bauen. Die schlechte Nachricht: Es gibt nicht genügend Baugrundstücke für alle Interessenten. Um den Bedarf zu decken, sollen so schnell wie möglich neue Wohnbaugebiete ausgewiesen werden.

Einstimmig votierte der Ausschuss für Bau und Planung während seiner jüngsten Sitzung für den Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 52 „Freisenbrock III“. Der sieht 33 neue Wohnbaugrundstücke zwischen 440 und 650 Quadratmetern Größe vor.

Das Gebiet „Freisenbrock III“ liegt im Süden der Gemeinde, zwischen den bebauten Bereichen „Wall­heckenweg“ und „Hofstelle Lengers“.

Bereits im September hatte das beauftragte Planungsbüro Hahm aus Osnabrück zwei Planungsvarianten für das zwei Hektar umfassende Gebiet vorgestellt. Änderungsvorschläge der Ratsfraktionen wurden dann in den abschließenden Entwurf eingearbeitet.

„Freisenbrock III“ soll als „Allgemeines Wohngebiet“ ausgewiesen werden, in Anlehnung an die Struktur der umgebenden Baugebiete. Erlaubt wäre demnach der Bau von Einzel- und Doppelhäusern. Um den einheitlichen Charakter zu erhalten, erfolgt eine Begrenzung auf eine Wohneinheit pro Wohngebäude. Einzige Ausnahme: im Eingangsbereich des Wohngebietes an der Straße Freisenbrock soll die Bebauung mit Mehrfamilienhäusern zulässig sein. Vorgesehen sind zwei Häuser mit je sechs Wohneinheiten.

Für die Einfamilien- und Doppelhäuser sieht der Entwurf eine 1,5-geschossige Bebauung vor. Satteldächer werden festgeschrieben, laut Planungsbüro in Anlehnung an den „klassischen, münsterländischen Baustil“. Die zulässige Grundflächenzahl beträgt 0,4, die Geschossflächenzahl 0,8. Die Baugrenzen sollen großzügig festgelegt werden, so dass Bauherren über die Lage des Hauses weitgehend selbst entscheiden können, was zum Beispiel die Nutzung von Solarenergie erleichtert. Um das Parken auf der Erschießungsstraße zu vermeiden, sind je Wohneinheit zwei Stellplätze für Pkw einkalkuliert.

Elke Schuchtmann-Fehmer (Grüne) schlug vor, die Anzahl der Wohnungen in den Mehrfamilienhäusern nicht von vorneherein zu begrenzen: „Wir sollten auch Wohnungen für Singles ermöglichen. Es gibt junge Leute, die eine kleine Wohnung suchen, aber die gibt es in Laer kaum.“ Außerdem kritisierte sie die Einschränkung der Dachneigung: „Warum lassen wir keine Pult- oder Flachdächer zu? Satteldächer sind unmodern und von vielen Bauherren nicht mehr gewünscht.“

Aktuell klaffen bei Bauland Angebot und Nachfrage weit auseinander. Die Gemeinde verzeichnet 40 Bauwillige auf der Interessentenliste, hat aber nur noch einige wenige Grundstücke zur Verfügung. Der Bebauungsplan Freisenbrock III, über den der Rat am 12. Dezember abschließend entscheidet, kann relativ kurzfristig Abhilfe schaffen. Mittelfristig wird der Bedarf an Wohnbauflächen aber sogar noch steigen. Der Regionalplan Münsterland prognostiziert für Laer zwischen 2025 und 2030 ein Bevölkerungswachstum von 3,5 bis 4,7 Prozent.

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