Bunt und international
Gleich zwei gelungene Projekte

Laer -

Bunt ist das neue Altartuch in der Matthäuskirche, in dem alle liturgischen Farben der Evangelischen Kirche vorkommen und welches das ganze Jahr hängen bleiben kann. Das erklärte die Ahauser Künstlerin Claudia Brunke-Gregory, die das Werk geschaffen hat, während der öffentlichen Vorstellung im Gottesdienst. Dabei präsentierte Franziska Lengers auch das Kochbuch, das Produkt eines internationalen Kochkursus ist.

Dienstag, 11.12.2018, 07:46 Uhr aktualisiert: 11.12.2018, 15:58 Uhr
Künstlerin Claudia Brunke-Gregory stellte das von ihr gefertigte neue Parament vor. Franziska Lengers (kleines Bild) präsentierte das Kochbuch „Über den Tellerrand“.
Künstlerin Claudia Brunke-Gregory stellte das von ihr gefertigte neue Parament vor. Franziska Lengers (kleines Bild) präsentierte das Kochbuch „Über den Tellerrand“.

Gleich drei Anlässe machten den Gottesdienst in der Matthäuskirche am Zweiten Advent zu etwas Besonderem: die Einweihung des neuen Paraments (Altarbehanges), die Vorstellung des Kochbuches „Über den Tellerrand“ und last but not least eine Taufe. Dazu begrüßten Pfarrerin Dagmar Spelsberg-Sühling und Prädikantin Dr. Esther Sühling die Gläubigen.

Das neue Parament stammt von der Ahauser Künstlerin Claudia Brunke-Gregory. Im Vorfeld, so Sühling, habe es zahlreiche Diskussionen über die Gestaltung des Altartuchs gegeben. „Es ist wirklich sehr schön“, stellte die Prädikantin fest. Besonders zu Weihnachten dürften sich die Menschen freuen. „Die Welt ist bunt geworden, dass sehen wir auch auf dem neuen Parament“, meinte Sühling.

„Gewünscht wurde ein Altarbehang, in dem alle liturgischen Farben der Evangelischen Kirche vorkommen und was das ganze Jahr über hängen bleiben kann“ erläuterte die Künstlerin. Die Wahl fiel schließlich auf die Gestaltung einer Weltkugel, die in den Farben grün und violett, rot und weiß erstrahlt. „In der Evangelischen Kirche gibt es in Nordamerika und Skandinavien auch blau als Farbe der Adventszeit“, erläuterte Claudia Brunke-Gregory. Allgemein könne Blau auch für Wasser stehen, das wiederum den Heiligen Geist symbolisiere. Über allem schwebe verbindend eine Christusfigur.

Insgesamt war der Künstlerin passend zu dem lichtdurchfluteten Raum der Matthäuskirche ein heller, freundlicher und damit positiver Ausdruck wichtig.

Sozialarbeiterin Franziska Lengers ist Initiatorin des Projektes „Über den Tellerrand“, das interkulturelles Kochen in den Mittelpunkt stellte (wir berichteten). Dieses mündete in ein Kochbuch, das sie während der Messe und bei einem anschließenden Empfang vorstellte.

Erwähnenswert ist die Idee, aus der das Projekt entstand. Lengers las über die „Konflict-Kitchen“, eine Art Pommesbude in Pittsburgh/USA. Dort bereitet man Speisen aus Ländern zu, mit denen Amerika in Konflikt steht und gibt auch Informationen dazu heraus. Die Sozialarbeiterin griff den interkulturellen Aspekt heraus und initiierte das Koch-Projekt, bei dem sich jeweils bis zu 15 Personen verschiedener Nationalitäten trafen, im Ewaldidorf. Neunmal wurden gemeinsam Zutaten gemischt und Rezepte ausgetauscht.

„Die Kommunikation war lebhaft, Flüchtlinge berichteten über ihr Herkunftsland, was ihnen wichtig ist und wo sie heute in Laer wohnen“, berichtete Lengers. Bedeutsam sei, miteinander zu reden und zu handeln. Das Kochbuch enthält Rezepte aus Syrien, Iran, Irak, Kirgisistan, den Niederlanden und anderen Nationen. „Das Projekt ist nun offiziell beendet, ich hoffe aber, wir können es im nächsten Jahr fortführen“, so Lengers abschließend.

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