Mi., 02.01.2019

65-jähriges Bestehen Begegnung mit Jesus Christus

Der Posaunenchor unter Leitung von Lothar Rietschel gestaltete den Gottesdienst musikalisch und liturgisch. Der Vorsitzende ehrte in dessen Verlauf Rolf Linke, Manfred Blömker und Michael Kamolz (kleines Bild v.l.) für ihre 25-jährige Treue.

Der Posaunenchor unter Leitung von Lothar Rietschel gestaltete den Gottesdienst musikalisch und liturgisch. Der Vorsitzende ehrte in dessen Verlauf Rolf Linke, Manfred Blömker und Michael Kamolz (kleines Bild v.l.) für ihre 25-jährige Treue. Foto: Rainer Nix

Horstmar-Leer/Laer/Borghorst - 

Seinen 65. Geburtstag hat der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Borghorst-Horstmar mit einem besonderen Gottesdienst in der Pfarrkirche Ss. Cosmas und Damian in Leer gefeiert. In dessen Verlauf ehrte Vorsitzender Lothar Rietschel die Jubilare Manfred Blömker, Michael Kamolz und Rolf Linke für ihre 25-jährige Treue zur Musikervereinigung.

Von Rainer Nix

„Wie soll ich Dich empfangen und wie begegne ich Dir?“ – so lauten im Original die ersten beiden Zeilen des gleichnamigen Liedes von Paul Gerhardt (1607-1676). Es ist eine individuelle Ansprache an den kommenden Christus. Dieses Lied diente in einem besonderen Gottesdienst in der katholischen Kirche Ss. Cosmas und Damian in Leer als Anstoß vielfältiger Reflexionen zu diesem Thema.

Was wäre, wenn Jesus plötzlich an die Tür klopfte und man ihm gegenübertreten müsste? Wie würde man sich verhalten? Der evangelische Posaunenchor Borghorst-Horstmar-Laer gestaltete anlässlich seines 65-jährigen Bestehens den Gottesdienst nicht nur musikalisch sondern auch liturgisch. Dazu waren sowohl die evangelischen Gemeindeglieder als auch die katholischen Christen willkommen.

Vorsitzender Lothar Rietschel und Prädikant Alexander Becker ehrten während des Gottesdienstes Manfred Blömker, Michael Kamolz und Rolf Linke für ihre 25-jährige Mitgliedschaft zu dieser Musikergemeinschaft. „Vielen Dank für Eure langjährige Treue“, richtete der Vorsitzende das Wort an die Jubilare und überreichte ihnen Präsente sowie eine Anstecknadel.

Die erste Strophe des Gerhardt‘schen Liedes wurde in zwölf verschiedenen Melodien aus dem evangelischen Gesangbuch gesungen. Darunter waren „Die Nacht ist vorgedrungen“, „Befiehl du deine Wege“, „O Haupt voll Blut und Wunden“ sowie „Ich bleib mit deiner Gnade“. So verband der Posaunenchor wirkungsvoll Text und Musik dieser Liedpredigt, in der hauptsächlich der Vorsitzende die verbindenden Worte sprach.

Die Melodien unterschieden sich inhaltlich und atmosphärisch. Sie symbolisierten die Art und Weise, mit welcher inneren Haltung der Besuchte Jesus gegenübertreten könnte. Sollte es feierlich, verherrlichend, kindlich-naiv, selbstbewusst oder gar demütig sein? Die Entscheidung fiel den Gottesdienst-Besuchern unendlich schwer.

Zum Schluss stellten sich alle vor, wie es wäre, wenn Jesus zum Abendmahl einlädt. Da herrschten plötzlich keine Zweifel mehr, in welcher Weise er seine Gäste begrüßen würde: mit offenen Armen, freundlich, großmütig und verzeihend.

Mit dem geistlichen Lied „Laudate omnes gentes“ („Lobsingt ihr Völker alle“ endete dieser nachdenklich stimmende Gottesdienst mit abschließend besten Wünschen für das neue Jahr.



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6292447?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686834%2F