Knappe Mehrheit dagegen
Knappe Mehrheit lehnt „Drausy“ ab

Laer -

Weil die biologische Sanierung des Rathausteiches teurer ist, als ursprünglich geplant, musste sich der Ausschuss für Umwelt, Verkehr, Klima- und Landschaftsschutz während seiner jüngsten Sitzung erneut mit der Thematik befassen. So galt es für das Fachgremium unter dem Vorsitz von Elke Schuchtmann-Fehmer, über eine außerplanmäßige Auszahlung im Haushaltsjahr 2019 für die biologische Sanierung des Gewässers zu entscheiden.

Mittwoch, 13.03.2019, 20:00 Uhr
Nachdem die Bäume am Laerer Rathausteich zurückgeschnitten worden sind, ist der Blick auf das historische Rathaus und den Alten Speicher wieder frei.
Nachdem die Bäume am Laerer Rathausteich zurückgeschnitten worden sind, ist der Blick auf das historische Rathaus und den Alten Speicher wieder frei.

Der Haupt- und Finanzausschuss hatte während seiner Sitzung im November die Zahlung der Mehrkosten in Höhe von 14 000 Euro abgelehnt. So hielt die Mehrheit der Ausschussmitglieder die plötzlich auftauchenden Zusatzkosten für unverhältnismäßig hoch.

Schon damals hatte die CDU-Fraktion bezweifelt, dass die Arbeiten mit dem System „Drausy“, die zunächst mit 30 000 Euro veranschlagt und dann auf 44 000 Euro gestiegen waren, überhaupt den gewünschten Erfolg bringen. „Wir wissen doch gar nicht, ob das mit Sicherheit funktioniert“, begründete Robert Vowinkel erneut die Bedenken der Christdemokraten, die das Ausbaggern für sicherer hielten.

„Wenn das klappt, hätten wir 30 bis 40 Jahre Ruhe“, meinte der Bauausschuss-Vorsitzende. Für diese Variante sprach sich auch Ralf Kösters, Sachkundiger Bürger der FDP aus.

An ihrer bisherigen Position hielten die SPD und die Grünen fest. Sie plädierten dafür, den Prozess fortzuführen. Wie SPD-Mann Gerrit Thiemann erklärte, käme das „Drausy“-System in Spelle bereits zur Anwendung und dort sei man sehr zufrieden damit. „Es funktioniert hervorragend“, bestätigte Bürgermeister Peter Maier, der sich ebenfalls in Spelle erkundigt hatte. Durch die permanente Belüftung könne der Teich nicht umkippen und die Freiwillige Feuerwehr müsse ihn nicht mehr regelmäßig belüften, warb er für die biologische Sanierung des Rathausteiches.

„Wir sollten es versuchen“, appellierte die Ausschuss-Vorsitzende Elke Schuchtmann-Fehmer an das Fachgremium, dem Gemeinderat die außerplanmäßige Auszahlung für die investive biologische Sanierung des Rathausteiches in Höhe von rund 44 000 Euro zu empfehlen. Das lehnte die Ausschussmehrheit mit sechs zu vier Stimmen jedoch ab.

Wie Stefan Wesker, der für den Fachbereich 3, der Infrastruktur und Bauen umfasst, erklärte, ist der Einmündungsbereich des Rathausteiches (dort, wo das Wasser zuläuft) vor 20 Jahren bereits ausgebaggert worden und dann noch einmal im Rahmen der Regionale-Maßnahmen.

Da die Einleitungsstellen im Laufe der Zeit abgebaut worden seien, gäbe es nur noch wenig Bewegung in dem Gewässer. Ein reines Ausbaggern bringe noch keinen Sauerstoff, gab der Diplom-Ingenieur dem Gremium zu bedenken.

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