Verkehrsgeschehen untersucht
„Die Zahlen sind relativ moderat“

Laer -

„Die erzeugten Verkehre können verträglich über das vorhandene Wegenetz abgewickelt werden“, lautet ein Fazit einer Verkehrsuntersuchung, die das Planungsbüro Hahm aus Osnabrück im Auftrag der Gemeinde Laer durchgeführt hat. Deren Ergebnisse stellte dessen Mitarbeiter Thorsten Brandt im Verkehrsausschuss vor. Dabei wurde auch berücksichtigt, wie sich die Wohngebietserweiterungen im Freisenbrock und im Welzen auswirken.

Donnerstag, 14.03.2019, 18:00 Uhr
Die Verkehrsbelastungen in der Hohen Straße seien noch verträglich, so ein Fazit der Untersuchung des Planungsbüro Hahm aus Osnabrück. Das würde vermutlich anders empfunden, weil die Verkehrsführung an dieser Stelle nicht idael sei.
Die Verkehrsbelastungen in der Hohen Straße seien noch verträglich, so ein Fazit der Untersuchung des Planungsbüro Hahm aus Osnabrück. Das würde vermutlich anders empfunden, weil die Verkehrsführung an dieser Stelle nicht ideal sei.

„Wie wirken sich die geplanten Wohngebietserweiterungen Freisenbrock III und IV sowie die bereits umgesetzten Maßnahmen im Welzen aus?“ Mit diesen Fragen hat sich das Planungsbüro Hahm (pbh) aus Osnabrück im Auftrag der Gemeinde Laer befasst und eine Verkehrsuntersuchung vorgenommen. Deren Ergebnisse stellte Thorsten Brandt in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr, Klima- und Landschaftsschutz vor. Um es vorwegzunehmen: „Die erzeugten Verkehre können verträglich über das vorhandene Wegenetz abgewickelt werden“, lautete das Fazit des Referenten.

Wie der Experte dem Fachgremium erläuterte, handele es sich um ein Aktualisierung des bereits bestehenden Verkehrsmodells, das mit neuen Zahlen unterlegt würde. Seine Verkehrserhebungen hatte das Osnabrücker Unternehmen am 18. Oktober 2017 durchgeführt und dabei von 15 bis 19 Uhr an den drei Knotenpunkten Darfelder Straße/Am Heidenbaum, Hohe Straße/Bachstraße und Terup/Freisenbrock gemessen. Die dabei ermittelten Zahlen würden auf den täglichen Verkehr umgerechnet. „Es handelt sich um Durchschnittswerte“, erklärte der Referent, dass pbh nicht zu Spitzenzeiten gezählt habe.

„Die Zahlen sind relativ moderat“, bilanzierte der Fachmann, dass der Verkehr sogar um 25 Prozent abgenommen habe.

Als „ noch verträglich“ bezeichnete Brandt die Verkehrsbelastungen in der Hohen Straße mit zirka 3350 Kfz am Tag. So sei die Leistungsfähigkeit gegeben und meistens entständen nur kurze Wartezeiten in den Spitzenstunden. Dass dieses von Verkehrsteilnehmer anders empfunden würde, läge vermutlich an der nicht gerade idealen Verkehrsführung.

Die Verkehre der neuen Wohnbebauung orientierten sich eher in Richtung Terup als in Richtung „Hohe Straße“ oder „Am Heidenbaum“, so der Referent. Der Ausbau der Zufahrt Freisenbrock führe zu einer leichten Verkehrsverlagerung, lautete ein weiteres Fazit.

Dass der Ausbau des Freisenbrocks mehr Kfz-Fahrten erzeugt, machten die Zahlen deutlich. So entständen durch die Wohngebietserweiterungen Freisenbrock III und IV sowie die neue Kindertagesstätte zirka 914 neue Fahrten am Tag, prognostizierte das Planungsbüro. Dabei gehen die Planer davon aus, dass 90 Prozent der Kinder mit dem Auto zur Kita gebracht und nach Hause geholt werden. Hinzu kämen die zwei Fahrten der zwölf Erzieher, was insgesamt zu 224 Kfz-Bewegungen führe.

„Ein Kindergarten erzeugt genauso viel Verkehr wie ein ganzes Baugebiet“, brachte es Stefan Wesker vom Fachbereich 3, der Infrastruktur und Bauen umfasst, auf den Punkt. Diese Erfahrung habe die Gemeinde auch mit dem Kindergarten im Welzen gemacht, der zu einer höheren Verkehrsbelastung an der Bültstiege geführt habe.

„Ich kenne das Gegurke über den Hügel“, meinte Wesker zur Situation am Wallheckenweg. Die Schwellen dort verlangsamen den Verkehr auf der geraden Straße, die sonst vermutlich zum schnelleren Fahren verführen würde. „Es ist eine politische Entscheidung, wie wir später den Bebauungsplan gestalten“, so der Diplom-Ingenieur.

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