Goldener Meisterbrief für Norbert Homann aus Holthausen
Einmal Tischler, immer Tischler

Laer/Holthausen -

Ein Goldener Meisterbrief ist schon was Besonderes, auf das man Stolz sein kann, stellte am Freitagmorgen Markus Köster, der stellvertretende Obermeister der Tischlerinnung im Kreis Steinfurt, bei der Übergabe der Urkunde an Norbert Homann (74) fest.

Freitag, 05.07.2019, 17:00 Uhr
Norbert Homann und Ehefrau Maria freuen sich über den Goldenen Meisterbrief, überreicht von Markus Köster (r., stellvertretender Obermeister) und Alfred Engeler (3.v.r., Bereichsleiter der Kreishandwerkerschaft) über die seltene Auszeichnung im Handwerk.
Norbert Homann und Ehefrau Maria freuen sich über den Goldenen Meisterbrief, überreicht von Markus Köster (r., stellvertretender Obermeister) und Alfred Engeler (3.v.r., Bereichsleiter der Kreishandwerkerschaft) über die seltene Auszeichnung im Handwerk. Foto: Detlef Held

Ein Goldener Meisterbrief ist schon was Besonderes, auf das man Stolz sein kann, stellte am Freitagmorgen Markus Köster, der stellvertretende Obermeister der Tischlerinnung im Kreis Steinfurt, bei der Übergabe der Urkunde an Norbert Homann (74) fest. Den Glückwünschen schloss sich der Bereichsleiter der Kreishandwerkerschaft Alfred Engeler an, der für Ehefrau Maria Homann einen Blumenstrauß mitgebracht hatte.

Markus Köster skizzierte den Berufsweg des Jubilars und stellte heraus, dass er kurz nach dem Erwerb des Meisterbriefes an 19. Juni 1969 in Münster den Sprung in die Selbstständigkeit wagte, als er den elterlichen Betrieb in Holthausen übernahm.

„Das war mutig aber auch folgerichtig“, so Köster, schließlich war Norbert Homann ein Tischler, der alles zu Hause von der Pike auf gelernt hatte und wusste, worauf es ankam und auf was er sich einließ.

Für Norbert Homann stand vor allem auch die Ausbildung junger Leute immer im Vordergrund, stellte Köster in seiner Laudation heraus. Insgesamt bildete er in 39 Jahren 31 junge Leute zu Gesellen aus, mehr als man eigentlich erwarten durfte, so Markus Köster weiter. Von 1982 bis 2008 war er zudem Mitglied im Zwischenprüfungsausschuss – auch keine Selbstverständlichkeit.

Ausgebildet hat er auch seinen heutigen Nachfolger Guido Stegemann (Tischlermeister und Betriebswirt), der seit 2010, als Norbert Homann sich aus der vordersten Reihe zurückzog, den Meisterbetrieb Betrieb Homann/Stegemann alleinverantwortlich übernahm.

Man merkte dem Geehrten den Stolz und die Freude über diese Ehrung an. Schon während der Schulzeit war er im elterlichen Betrieb tätig. Mit 16 Jahren erwarb er den Gesellenbrief, mit 24 Jahren war er dann Meister.

Dazu besuchte er die Abendschule und war an den Wochenenden bei der Handwerkskammer Münster in praktischer Ausbildung im Einsatz. „Das machte mir nichts aus, ich wusste ja, was ich wollte“, sagte Homann rückblickend.

Aber ganz ohne Tischlerei kann er doch noch nicht. „Ich bin freier Mitarbeiter bei meiner alten Firma. Einmal Tischler, immer Tischler“, sagt er lächelnd. „Das macht immer noch Spaß.“

Zu seiner großen Meisterfeier hat er neben den Familienangehörigen, die Nachbarn und die aktuelle Belegschaft (sechs Gesellen und ein Azubi) auch seine ehemaligen „Lehrlinge“ eingeladen, die fast vollständig ihr Kommen zusagten.

„Da haben wir wohl doch in all den Jahren vieles richtig gemacht“, ist auch Ehefrau Maria Stolz auf ihren Meister.

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