Farmermobil baut für Hühnerstall-Produktion eine neue Halle im Gewerbegebiet Hagenbach
Weltmarktführer aus Laer

Laer -

Der Marktführer für mobile Hühnerställe ist in Laer zu Hause – und auf Wachstumskurs: Die letzte Expansionsstufe hatten Franz-Heinrich Veltrup und sein Team erst im März gezündet. Mit dem Kauf des Firmengeländes gegenüber war endlich für die Verwaltung ein passendes Plätzchen gefunden worden. Um der aus allen Nähten platzenden Produktion ein wenig Luft zu verschaffen, hatte Farmermobil im Dezember direkt neben dem Betrieb am Hagenbach eine Halle erworben. Und auch diese hinzugewonnenen Kapazitäten reichen für das junge Laerer Unternehmen nur für den Moment. „Darum machen wir jetzt Nägel mit Köpfen“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter und setzt an zum symbolischen ersten Spatenstich für eine 1800 Quadratmeter große, weitere Produktionshalle unmittelbar neben dem Veltrupschen Stammbetrieb.

Mittwoch, 31.07.2019, 16:34 Uhr aktualisiert: 02.08.2019, 11:36 Uhr
Symbolischer erster Spatenstich für die neue Farmermobil-Produktionshalle: Architekt Christoph Wiesmann, Bauamtsleiter Stefan Wesker, Sabine und Franz-Heinrich Veltrup (v.l.).
Symbolischer erster Spatenstich für die neue Farmermobil-Produktionshalle: Architekt Christoph Wiesmann, Bauamtsleiter Stefan Wesker, Sabine und Franz-Heinrich Veltrup (v.l.). Foto: Axel Roll

Die letzte Expansionsstufe hatten Franz-Heinrich Veltrup und sein Team erst im März gezündet. Mit dem Kauf des Firmengeländes gegenüber war endlich für die Verwaltung ein passendes Plätzchen gefunden worden. Um der aus allen Nähten platzenden Produktion ein wenig Luft zu verschaffen, hatte Farmermobil im Dezember direkt neben dem Betrieb am Hagenbach eine Halle erworben. Und auch diese hinzugewonnenen Kapazitäten reichen für das junge Laerer Unternehmen nur für den Moment. „Darum machen wir jetzt Nägel mit Köpfen“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter und setzt an zum symbolischen ersten Spatenstich für eine 1800 Quadratmeter große, weitere Produktionshalle unmittelbar neben dem Veltrupschen Stammbetrieb.

Fünf Jahre nach der Gründung breitet sich das kleine Firmenimperium mittlerweile auf einer Gesamtfläche von 20 000 Quadratmetern im Gewerbegebiet Zum Hagenbach aus. 80 Mitarbeiter finden inzwischen Lohn und Brot bei Farmermobil. Auch für Franz-Heinrich Veltrup eine zweifellos rasante, aber auch logische Entwicklung: „Wir liegen mit unseren Produkten einfach voll im Trend.“ Und das inzwischen nicht mehr nur in Deutschland, sondern auch europaweit. Der Sprung über den großen Teich in die USA und nach Kanada steht unmittelbar bevor. Der Firmenchef: „Wir sind in diesem Segment der weltweit größte Hersteller.“

Wer es nicht weiß: Die Veltrups bauen mit ihrem Team Hühnerställe. Aber nicht irgendwelche, sondern mobile. Hinter den dunkelgrünen Blechwänden verbirgt sich ein Wunderwerk der Technik. Jan Veltrup, bei Farmermobil Vertriebsmanager: „Die Ställe lassen sich mit dem Trecker dorthin bewegen, wo sie benötigt werden und sind dabei völlig autark.“ Wasser, Futter, Auslässe, Belüftung, Eiersammeln – alles funktioniert vollautomatisch. Und dank der Solarpaneele auf dem Dach und Batterien im Maschinenraum auch ohne externen Stromanschluss. Je nach Größe des Stalls können zwischen 230 und 2000 Legehennen in Freiland- oder Biohaltung untergebracht werden.

Franz-Heinrich Veltrup hat dieses Konzept komplett selbst entwickelt. Ihm kommen dabei seine Erfahrungen im Lkw- und Käfigbau zugute, die er für seine Geschäftsidee hat zusammenfließen lassen.

Wie Architekt Christoph Wiesmann erläutert, wird der Hallenneubau nach den modernsten Standards erfolgen. Auf zwei Laufkatzen werden die für den Bau der Ställe notwendigen Kräne bewegt. Franz-Heinrich Veltrup: „Die Ställe werden von A bis Z bei uns gebaut. Das sind Einzelanfertigungen.“ Derzeit verlässt in der Regel einer pro Tag das Firmenareal in Richtung Kunde.

Die Planung, sind sich Bauherr und Architekt einig, ging in den letzten Monaten nur deswegen so flott über die Bühne, weil sowohl Stefan Wesker als Leiter der gemeindlichen Bauabteilung als auch die beteiligten Stellen des Kreises das Projekt voll unterstützt haben.

Ein Wechsel in eine andere Kommune stand für Familie Veltrup übrigens nie ernsthaft zur Disposition – trotz der nicht gerade unternehmerfreundlichen Gewerbesteuer-Hebesätze. „Wir sind Ur-Laerer, fühlen uns hier wohl und dem Standort verpflichtet“, betont der Farmermobil-Chef.

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