Subsidiar Ulrich Witte verabschiedet sich von der katholischen Kirchengemeinde in Laer und Holthausen
Ende der „komfortablen Lage“

Laer -

Weil Bischof Dr. Felix Genn Pastor Ullrich Witte zum Leitenden Pfarrer von St. Johannes in Bottrop-Kirchhellen ernannt hat, hat dieser sich am Wochenende von den Gläubigen in Laer und Holthausen sowie vom Seelsorgeteam der Pfarrei Heilige Brüder Ewaldi verabschiedet. Sie alle werden ihn vermissen.

Montag, 05.08.2019, 17:20 Uhr aktualisiert: 05.08.2019, 18:00 Uhr
Zum Abschied während des Kirchenkaffees wünschte auch der Pfarreiratsvorsitzende Clemens Hullermann (l.) Pfarrer Ulrich Witte alles Gute und viel Glück bei seinen neuen Aufgaben.
Zum Abschied während des Kirchenkaffees wünschte auch der Pfarreiratsvorsitzende Clemens Hullermann (l.) Pfarrer Ulrich Witte alles Gute und viel Glück bei seinen neuen Aufgaben.

Sein Weggang schmerzt. Schließlich hat Pastor Ulrich Witte das Seelsorgeteam der Pfarrei Heilige Brüder Ewaldi Laer-Holthausen-Beerlage seit dem Herbst 2015 immer wieder unterstützt und entlastet, soweit das seine Aufgabe bei der Bundeswehr erlaubte. Die Gläubigen regte der Militärseelsorger mit seinen Predigten stets zum Nachdenken an, was viele begeisterte. So auch am Wochenende, als der 44-Jährige zum letzten Mal den Predigtdienst am Samstag in der Marien- und am Sonntag in der Bartholomäuskirche übernahm.

Pfarrer Andreas Ullrich nutzte das Hochamt, um seinen Kollegen offiziell zu verabschieden und alles Gute für die Zukunft zu wünschen. So hat Bischof Dr. Felix Genn den bisherigen Leiter des Katholischen Militärpfarramtes in Münster mit den Standorten Münster, Warendorf, Ahlen, Unna und Eibergen (NRW) zum Leitenden Pfarrer der Pfarrei St. Johannes in Bottrop-Kirchhellen ernannt. Damit endet seine Zeit als Subsidiar der Ewaldigemeinde, was nicht nur Pfarrer Andreas Ullrich und sein Team, sondern auch der Pfarreiratsvorsitzende, Clemens Hullermann, sowie der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands, Palitha Löher, während des anschließenden Kirchenkaffees neben vielen anderen Besuchern bedauerten.

„Schade“, meinte Pfarrer Ullrich, dass damit auch die „komfortable Lage“, in der sich die Kirchengemeinde mit dem Subsidiar personell befunden habe, mit seinem Abschied ende. Er sei der „Bonus“ gewesen, wie es ihn manchmal beim Ausleihen eines Videofilms gäbe.

Im Namen von Pater Adalbert Mantubu sowie den beiden Pastoralreferentinnen Anne-Marie-Eissing und Berta Weishaupt dankte Pfarrer Ullrich dem Kollegen für seinen engagierten ehrenamtlichen Dienst in der Gemeinde. Diesen muss das Seelsorgeteam nun wieder alleine stemmen. „Nice to have“ sei damit leider vorbei, so der Seelsorger.

Auch Pfarrer Witte, der im Sommer 2017 nach Holthausen gezogen ist, fiel der Abschied nicht leicht. Er bedankte sich für die freundliche Aufnahme vor Ort und lud die Gemeindeglieder ein, ihn an seinem neuen Wirkungsort in Bottrop-Kirchhellen zu besuchen. Die Zeit in Laer und Holthausen habe ihm dabei geholfen, „liturgisch nicht zu verkümmern“, bekannte der Militärpfarrer.

„Diese Welt ist nicht alles“, gab der Seelsorger in seiner Predigt zu bedenken. „Hand aufs Herz, was ist wichtiger? Geld oder die Familie“, fragte er die Gläubigen.

Als positives Beispiel und passend zu seinem Gedenktag, der am 4. August begangen wird, erzählte Witte vom „Heiligen Pfarrer von Ars“, der mit richtigem Namen Johannes Maria Vianney hieß und von 1786 bis 1859 in Frankreich wirkte. Der katholische Priester wurde 1929 zum Patron aller Pfarrer der Welt ernannt. Bereits im Alter von vier Jahren ging er regelmäßig zur Kirche und galt als Vorbild an Frömmigkeit.

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