Unternehmernetzwerk stellte sich den politischen Parteien vor
Noch fehlen positive Visionen

laer -

Laerer Unternehmer bringen sich in die Politik der Gemeinde ein. Kürzlich stießen Bernhard Wilken, Fanz-Josef Kühlmann , Reinhard Lülff, Klemens Mormann und Dietmar Baumeister das „Unternehmernetzwerk Laer“, kurz UNL an (Wir berichteten). Im nächsten Jahr ist eine Vereinsgründung gedacht.

Mittwoch, 18.09.2019, 17:30 Uhr aktualisiert: 19.09.2019, 15:45 Uhr
Reinhard Lülff (Mitte) präsentierte das UNL, neben ihm der zweite CDU-Vorsitzende Benedikt Niehues und Margarete Müller. Ziel der .Laerer Unternehmensgruppe ist, auch die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde voranzubringen.
Reinhard Lülff (Mitte) präsentierte das UNL, neben ihm der zweite CDU-Vorsitzende Benedikt Niehues und Margarete Müller. Ziel der Laerer Unternehmensgruppe ist es, auch die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde voranzubringen. Foto: Rainer Nix

Das Netzwerk stellte sich am Dienstag zunächst der CDU als Fraktion mit den meisten Sitzen im Rat vor. In Kürze wollen sie sich auch bei den Grünen, der SPD, der FDP sowie den unabhängigen Ratsmitgliedern präsentieren.

Die CDU-Fraktionsvorsitzende Margarete Müller hob bei ihrer Begrüßung besonders das Interesse an der Ratsarbeit hervor.

„Es stört uns besonders, dass die Unternehmerschaft in Laer keine Stimme hat“, machte Mormann die Gründe deutlich, aus denen die Idee des UNL geboren wurde. „Wir möchten, dass Politik und Unternehmer in Zukunft produktiv zusammenarbeiten“, stellte Lülff heraus, der das Netzwerk mit einer Beamer-Präsentation im Sitzungssaal des Rathauses präsentierte.

„Es ist dabei auch wünschenswert, Unternehmer zu motivieren, sich für den Rat zu bewerben und im Rat mitzuarbeiten um so das Ohr am Puls der Politik zu haben“, brachte es der Mitinitiator auf den Punkt.

Das UNL formulieren ihren Anspruch durchaus auch ein wenig provokant: „Lasst uns über den eigenen Tellerrand hinausschauen und gemeinsam und mit Spaß etwas unternehmen, um Laer aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und attraktiver zu machen“.

Margarete Müller hob hervor, man brauche Unternehmer, die sich an der politischen Arbeit beteiligten und das nicht nur bei Belangen in denen es um die Wirtschaft gehe. „Die Arbeit anderer Ausschüsse ist auch wichtig und es lohnt sich, sie im Blick zu haben“, so die CDU-Fraktionsvorsitzende.

Schnell bewegten sich die CDU-Gäste auch auf das Thema „Gewerbesteuer“ zu, die sich in Laer auf sehr hohem Niveau bewegt. Das UNL fordert, die Gewerbesteuer als momentan zweithöchste in NRW mindestens an das niedrigere Niveau benachbarter Gemeinden anzupassen, um Neuansiedlungen zu fördern und Abwanderung von Unternehmen zu verhindern.

Peter Majer, Vorsitzender der CDU Laer und Holthausen, verteidigte den derzeitigen Gewerbesteuer-Hebesatz von 523 Punkten. „Die Gemeinde ist immer noch hochverschuldet“, sagte er. Es gebe keine andere Möglichkeit gegenzusteuern und Laer befinde sich in der Haushaltssicherung. „Wir wollen die Einsetzung eines ‚Sparkommissars‘ verhindern“, betonte Majer, „der unserer finanziellen Kompetenzen erheblich beschneiden würde.“

Wie prognostiziert wird, soll sich die Situation bis in vier Jahren entscheidend verbessern. „Was uns fehlt ist ein Bekenntnis dazu, die Gewerbesteuer 2023 wieder zu senken“, sagte Mormann. „Noch fehlten für Laer allerdings dafür positive Visionen.“

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