Werner Thiel forscht weiterhin nach dem berühmtesten Sohn von Laer
Auf den Spuren Werner Rolevincks

Laer -

Werner Thiel ist weiterhin fasziniert von der Person Werner Rolevinck. Deswegen hat der Politikwissenschaftler, der seit Anfang des Jahres als Büroassistent für den Dorfmarketingverein Laer tätig ist, erneut nach Straßen recherchiert, die an den berühmtesten Sohn von Laer erinnern. Dabei ist er erneut fündig geworden.

Dienstag, 08.10.2019, 17:00 Uhr
Als „mondänste Erinnerung“ bezeichnet Werner Thiel die Rolevinck-Straße in der „Grünstadt“ im Osten von Dortmund. Diese ist von Villen , Alleen und viel Grün umgeben.
Als „mondänste Erinnerung“ bezeichnet Werner Thiel die Rolevinck-Straße in der „Grünstadt“ im Osten von Dortmund. Diese ist von Villen , Alleen und viel Grün umgeben.

Begeistert von Werner Rolevinck zeigt sich nach wie vor Werner Thiel, der seit Anfang des Jahres als Büroassistent des Dorfmarketingvereins vor Ort arbeitet. Im Rahmen dieser Tätigkeit stieß er auf die Schrift des berühmtesten Sohns der Gemeinde Laer, die unter dem Titel „Das Buch zum Lobe Westfalens, des alten Sachsenland“ im Jahr 1474 erschienen ist. „Westfalen hat seinen Bewohnern fast immer ein Leben reich an Mühsal und arm an Freuden beschert“, schreibt der erste Historiker Westfalens, der von 1425 bis 1502 gelebt hat, in seinem Text.

Seine überraschenden Entdeckung der Rolevinckstraße in Lippstadt (wir berichteten) hat Werner Thiel angeregt, in anderen Orten nach weiteren Straßen und Wegen mit dem Rolevinck-Namen zu suchen. Wie der Politikwissenschaftler bei seinen Recherche herausfand, gibt es zudem auch in Dortmund, Münster und Arnsberg Andenken an den Kartäusermönch. Der Grevener besuchte die öffentlichen Verkehrswege in den besagten Städten und fand dabei heraus, dass alle Gedenkmaßnahmen aus einer Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg stamm.

Die früheste Erwähnung scheint, mit Blick auf die Bebauung, in der „Rolevinckstraße“ in Lippstadt erfolgt zu sein, denn diese dürfte aus den 1960er Jahren stammen, mutmaßt Werner Thiel. Wie der Mitarbeiter des Dorfmarketingvereins schreibt, gibt es jeweils vier Rolevinck-Straßen und einen Rolevinck-Weg. Nur in Laer ist die Straße konkret mit „Werner Rolevinck“ benannt. Sie ist durchgängig und misst 225 Meter.

„Einzig in Lippstadt findet sich eine Erklärung unter dem Straßenschild mit dem ganzen Namen und Lebensdaten. Angebracht wurde diese auf Initiative von Anwohnern“, heißt es in einer kleinen Übersicht, die Thiel in einer wahren Fleißarbeit als Flyer erstellt hat. Wie aus dieser weiter hervorgeht, befindet sich die kürzeste Rolevinckstraße mit 80 Metern in Arnsberg. „Dafür liegt sie am schönsten, von ihr hat man einen Blick auf das Ruhrtal und die Altstadt von Arnsberg“, schreibt der Autor.

In Dortmund sei die Rolevinckstraße von Villen, Alleen und viel Grün umgeben und befinde sich in bester Gesellschaft von anderen Dichtern.

Am besten gefällt dem Rolevinck-Fan das Hausschild mit der Nummer 12 in der Rolevinckstraße in Münster.

Alleinstellungsmerkmal für das Ewaldidorf ist und bleibt, dass sich an ihrer Werner-Rolevinck-Straße mit der gleichnamigen Schule auch ein öffentliches Gebäude befindet, was das ehrende Gedenken unterstreicht.

Verwundert zeigt sich Thiel darüber, dass es kein öffentliches Erinnern an Werner Rolevinck in Köln gibt. Schließlich habe dieser 60 Jahre in der Stadt gelebt, dort gearbeitet und seine Bücher herausgegeben.

Menschen, die mehr über den Pater erfahren wollen, der im hohen Altern von 77 Jahren an der Pest verstorben ist, empfiehlt Thiel seinen Film, der im Internet unter „NRwision.de“+„Rolevinck“ abrufbar ist.

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