Allianz „Ja für Laer“ ist zufrieden und die Abwahlgegner bedauern den Wahlausgang
„Gott sei Dank, dass es vorbei ist“

Laer -

Gegner wie Befürworter des Abwahlverfahrens sind sich in einem Punkt einig: Gut, dass es vorbei ist. Jetzt wollen alle zur Sacharbeit zurückkehren, wie sie in den folgenden Stellungnahmen erläutern.

Montag, 11.11.2019, 07:00 Uhr
Wie CDU-Fraktionsvorsitzende Margarete Müller gaben am Sonntag 3122 Laerer ihre Stimme ab. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 58,6 Prozent.
Wie CDU-Fraktionsvorsitzende Margarete Müller gaben am Sonntag 3122 Laerer ihre Stimme ab. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 58,6 Prozent. Foto: abi

„Gott sei Dank, dass es vorbei ist“, atmet Maria Hinnemann erleichtert auf. Die ehemalige Verwaltungsmitarbeiterin hat tagsüber als Wahlhelferin im Pfarrsaal St. Marien in Holthausen gesessen. Dort wollten 60,1 Prozent der Wähler, dass Bürgermeister Peter Maier bleibt und nur 39,9 Prozent, dass er geht. Abends ist die frühere Kulturbeauftragte der Gemeinde Laer ins Rathaus gekommen. Dort verfolgt sie mit zahlreichen interessierten Bürgern, Ratsmitgliedern und ehemaligen Kollegen die Veröffentlichung der Ergebnisse aus den einzelnen Wahlbezirken. Dabei erlebt Maria Hinnemann mit, wie sich die Initiatoren des Abwahlverfahrens über das eindeutige Ergebnis freuen. Immerhin haben sich 60,03 Prozent der Wähler für die Abwahl und 39,97 dagegen ausgesprochen.

„Ich bin zufrieden“, erklärt Grünen-Fraktionschefin Elke Schuchtmann-Fehmer, dass das Abwahlverfahren der Allianz keinen Spaß gemacht habe, aber sein musste. Sie dankt den Wählern, die der Allianz vertraut haben und ihren Weg mitgegangen sind.

„Die Würfel sind gefallen“, bedauert Dieter Mesenbrock von der FBL. Der Wähler habe entschieden, dass es mit Peter Maier nicht weiter gehe. Das müsse man akzeptieren.

„Wir hätten den Wählern gerne das Abwahlverfahren erspart, weil die befürchteten Zerwürfnisse nicht ausgeblieben sind“, bedauert Norbert Rikels. Die SPD habe bereits vor einem Jahr erklärt, dass sie Peter Maier bei der Kommunalwahl nicht mehr unterstützen würde, gibt der SPD-Fraktionschef weiter zu bedenken. Er hofft, dass es allen gelingt, die notwendige Sacharbeit im Rat und in den Ausschüssen fortsetzen zu können, um die bereits begonnenen Projekte umzusetzen.

„Diese Unruhe im Dorf hätte man nicht gebraucht“, meint FDP-Fraktionschefin Marion Lendermann. Ihrer Partei wäre es lieber gewesen, dass der Rat die Legislaturperiode „vernünftig“ zu Ende gebracht hätte. Dass über 1200 Menschen Peter Maier nicht abwählen wollten, zeige, dass eine deutliche Zerrissenheit herrsche, die überwunden werden müsse, um vernünftig miteinander zu arbeiten, meint die Freidemokratin.

Auf eine gute Zusammenarbeit hofft auch die CDU-Fraktionsvorsitzende Margarete Müller. „Die im Rat vertretenen Fraktionen müssen sich gegenseitig unterstützen und die Weichen für eine positive Arbeitsatmosphäre stellen und in diese zurückfinden“, betont sie. Bis zu den Kommunalwahlen am 13. September gelte es, gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung die Hinterlassenschaften des nun mehr abgewählten Peter Maiers aufzuarbeiten und möglichst viele offene Projekte umzusetzen. Die CDU Laer analysiere zudem gerade ihre Arbeit der vergangenen Jahre und stelle diese auf den Prüfstand, um aus den Ergebnissen für die Zukunft zu lernen.

Froh, dass das „Gefühlskarussell und Chaos“ endlich vorbei ist, zeigt sich Palitha Löher von der Allianz. Über die hohe Wahlbeteiligung freut sich Uwe Veltrup, der einräumt, dass die vergangenen acht Wochen für alle nicht einfach waren. So falle es schwer Wahlkampf gegen jemanden zu betreiben. Dabei sei aber nie der Privatmensch Peter Maier gemeint gewesen.

UBG-Fraktionsvorsitzender Prof. Reinhard Nippert dankt der Bevölkerung, dass diese so starken Anteil an den Bemühungen der Allianz genommen hätte, den Ort wieder zu befrieden. Als sehr heterogene Gruppe habe man einiges erreichen können.

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