Umweltausschuss diskutiert über Resolution zur Ausrufung des Klimanotstandes
Eigene Ziele besser als Symbolik

Laer -

Die Gemeinde Laer wird sich der Resolution zur Ausrufung des Klimanotstandes nicht anschließen. Das beschloss der Ausschuss für Umwelt, Verkehr, Klima und Landschaftsschutz während seiner jüngsten Sitzung. Um den Eindruck reiner Symbolik zu vermeiden, will die Kommune ihre eigenen Ziele formulieren und sich dabei an den Zielen des „Klimaschutzbündnis für den Kreis Steinfurt“ orientieren.

Dienstag, 26.11.2019, 18:00 Uhr

Die Gemeinde Laer wird sich der Resolution zur Ausrufung des Klimanotstandes nicht anschließen. Das beschloss der Ausschuss für Umwelt, Verkehr, Klima und Landschaftsschutz während seiner jüngsten Sitzung. Um den Eindruck reiner Symbolik zu vermeiden, will die Kommune ihre eigenen regionalen und lokalen Ziele formulieren und sich dabei an denen des „Klimaschutzbündnis für den Kreis Steinfurt“ orientieren.

Das ist nur ein Ergebnis der Diskussion, die sich im Fachgremium unter dem Vorsitz von Elke Schuchtmann-Fehmer entwickelte. Ausgangspunkt war der Antrag von Jan-Malte Minnerup. Er forderte, dass die Gemeinde Laer die Resolution zur Ausuferung des Klimanotstandes unterstützt und damit die Eindämmung des Klimawandels und seiner schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität anerkennt.

„Ich lehne das auf Grund der Begrifflichkeit ab“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzende Margarete Müller. Dem schlossen sich auch die SPD und die FDP an.

Dass es ohne Konzepte nicht geht, erklärte Klimaschutzmanager Daniel Matlik. Allerdings sei die Gemeinde bereits auf einem guten Weg, was den Klimaschutz betreffe. Diesen gelte es unter dem Motto „Gemeinschaftsstrategie Klimawohlstand“ fortzusetzen.

Die Verwaltung wurde beauftragt, ein Konzept zu entwickeln, um gemeinsam mit den Bürgern eine Nachhaltigkeitsstrategie für die Gemeinde zu erarbeiten, die sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen orientiert.

Da Laer über keine weiterführende Schule verfügt, soll zudem eine Gesprächsplattform entwickelt werden, auf der speziell Kinder, Jugendliche und ihre Eltern über Ideen und Ziele rund um die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit mit Vertretern der Politik und Verwaltung diskutieren können.

In Kooperation mit dem Dorfmarketingverein soll zudem ein Konzept für einen „Aktionstag Klimaschutz“ im nächsten Jahr entwickelt werden. Außerdem beschloss der Ausschuss, dass die Gemeinde bei ihren Entscheidungen die unterschiedlichen Möglichkeiten nach ihrer Auswirkung auf den Klimaschutz oder Nachhaltigkeit priorisieren soll.

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